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Vater wechselt Baby die Windel
nenetus - stock.adobe.com

Hat dein Baby plötzlich tagelang nichts in der Windel, wirst du meistens unruhig. Was ist da los, hat das Baby etwa eine Verstopfung? Es ist oft hilfreich, sich erst einmal ein paar Tatsachen klarzumachen. 

  • Schon Babys haben, genau wie Erwachsene, jeweils ihren eigenen Rhythmus. Wie oft etwas in der Windel ist, hängt ein ganzes Stück weit vom Stoffwechsel deines Kindes ab.
  • Das Alter deines Babys und seine Ernährung haben einen großen Einfluss auf den Windelinhalt. In den ersten Lebenswochen haben Babys normalerweise mehrmals am Tag Stuhlgang. Nach vier bis sechs Wochen spielt sich das ein und wird seltener. Bei gestillten Kindern lässt sich der Stuhlgang dann oft reichlich Zeit. Es kann sogar sein, dass nur alle zehn Tage etwas in der Windel ist. Bei Babys, die das Fläschchen bekommen, liegt der normale Rhythmus bei fünf bis sieben Tagen.

Die leere Windel an sich ist also meistens kein Grund, sich Sorgen zu machen. Hilfe braucht dein Kind aber, wenn du den Eindruck hast, es plagt sich mit Bauchschmerzen und/oder Blähungen.

Tipps bei Bauchweh und Blähungen

Das tut ihm dann gut:

  • Eine Bauchmassage mit Fenchel-Kümmel-Öl (Apotheke): Lege dein Baby einfach ohne Windel auf eine saugfähige Unterlage auf den Wickeltisch. Nun verstreiche etwas Öl im Uhrzeigersinn um seinen Bauchnabel herum. Am besten wärmst du vorher deine Hände gut an. Sonst erschrickt dein Kind vielleicht. Du kannst die abgewinkelten Beine deines Kindes auch leicht Richtung Bäuchlein drücken und behutsam im Uhrzeigersinn damit kreisen. Das Beinkreisen klappt auch, wenn du dein Kind so auf den Arm nimmst, dass es nach vorne schaut. Jetzt kannst du seine Beinchen greifen und im Uhrzeigersinn bewegen.
  • Feucht-warmer-Wickel: Dazu liegt dein Kind auf dem Rücken und du legst einen warmen (auf keinen Fall heißen!) und feuchten Waschlappen auf seinen Bauch.
  • Homöopathische Mittel: Am besten klärst du mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt, ob ein Mittel sinnvoll ist.
  • Wenn nichts anderes hilft, gibt es Mikroklistiere (Einläufe) für Kinder. Es ist jedoch sinnvoll, die nur selten einzusetzen; der Darm muss lernen, sich selbst zu regenerieren und zu arbeiten. Daher ist es immer besser, erst einmal natürliche Methoden auszuprobieren, um den Darm anzuregen. Wenig förderlich ist es meistens auch, bei Verdacht auf Verstopfung Anti-Bläh-Tropfen zu geben. Sie wirken oft luftauflösend, aber eher im Magen oder am Darmeingang. Bei einer Verstopfung ist es jedoch meist ein Stopfen am Darmausgang, der sich lösen muss. Dann helfen die Tropfen nicht, sie lassen es nur im Bauch brodeln.
  • Babys, die Flaschennahrung bekommen, haben leichter mal eine Verstopfung. Wenn du deinem Kind zwischendurch etwas mehr Tee oder Wasser anbietest, wirkt das vorbeugend. Es kann außerdem helfen, ab und zu drei Tropfen Rapsöl mit in die Flasche zu geben.

Hinter häufigen oder lang anhaltenden Beschwerden kann im Einzelfall auch mal eine Nahrungsmittelunverträglichkeit stecken. Dann ist es sinnvoll, sich medizinischen Rat zu holen.

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