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Der kleine Piks in die Ferse gehört zu den ersten medizinischen Momenten im Leben eines Babys. Viele Eltern fragen sich: Was wird da eigentlich getestet? Warum ist das wichtig? Und was hat sich 2026 geändert? Hier findest du alle wichtigen Infos - ganz aktuell.

Was ist der Neugeborenen‑Bluttest überhaupt?

Der Neugeborenen‑Bluttest (Neugeborenen‑Screening) ist ein freiwilliger, aber sehr empfohlener Test, der seit 1969 in Deutschland existiert und immer wieder erweitert wurde. Er erkennt seltene, aber behandelbare Stoffwechsel‑, Hormon‑ und Immundefekte, bevor Symptome auftreten – ein echter Vorsprung für die Gesundheit deines Babys.

 

Wann findet der Test statt?

Der Test wird zwischen der 36. und 72. Lebensstunde durchgeführt – also meist noch im Krankenhaus oder im Geburtshaus. Bei einer ambulanten Geburt übernimmt die Hebamme die Organisation.

Wie läuft der Test ab?

Ein kleiner Piks in die Ferse, ein paar Tropfen Blut auf eine Filterkarte – fertig. Das Screening‑Labor untersucht die Probe auf aktuell 20 Erkrankungen. Der Piks ist kurz unangenehm, aber Babys beruhigen sich meist schnell wieder – Kuscheln oder Stillen hilft.

Was wird getestet – und was ist seit 15.05.2026 neu?

Seit dem 15. Mai 2026 wurde das Screening offiziell erweitert. Neu hinzugekommen sind:

  • Vitamin‑B12‑Mangel

  • Homocystinurie

  • Propionazidämie

  • Methylmalonazidurie

Diese Erkrankungen sind selten, aber gut behandelbar. Vor allem ein Vitamin-B12-Mangel bleibt häufig unentdeckt. Aber Kinder entwickeln sich gut, wenn er früh erkannt und behandelt wird. Dies zeigen u.a. die Ergebnisse der Heidelberger Screening‑Studien. Die Erweiterung bedeutet also: mehr Sicherheit für dein Baby.

Warum steht der Vitamin‑B12‑Mangel im Fokus?

Ein unbehandelter Vitamin‑B12‑Mangel zeigt sich oft erst Monate nach der Geburt – dann aber mit deutlichen Folgen. „Ein Vitamin‑B12‑Mangel fällt meist erst durch Entwicklungsverzögerungen und unzureichende Gewichtszunahme auf“, erklärt Ulrike Mütze, Professorin für Kinderheilkunde an der Uniklinik Heidelberg gegenüber der Tagesschau.

Babys können dann schlapp wirken, später krabbeln oder sich drehen, und es können Schäden im Gehirn entstehen, die nicht immer vollständig aufholbar sind. Wird der Mangel jedoch direkt nach der Geburt erkannt, reicht oft eine einfache Behandlung mit Vitamin‑B12‑Tropfen – und die Kinder entwickeln sich völlig normal.

Warum ist der Test so wichtig?

Viele der getesteten Erkrankungen zeigen anfangs keine sichtbaren Symptome. Eltern würden sie also nicht bemerken. Das Screening ermöglicht:

  • frühe Diagnose

  • sofortige Behandlung

  • Vermeidung bleibender Schäden

  • gesunde Entwicklung trotz Erkrankung

Für die allermeisten Babys ist das Ergebnis unauffällig – und das gibt Eltern zusätzliche Sicherheit.

Was kostet der Test?

Gute Nachricht: Der Test ist für euch komplett kostenlos! Er gehört zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen und wird vollständig übernommen. Auch private Kassen zahlen ihn in der Regel.

Wo bekommt ihr das Ergebnis?

Wenn alles unauffällig ist, hört ihr meist nichts – „keine Nachricht“ bedeutet „alles gut“. Nur wenn ein Befund auffällig ist, meldet sich das Screening‑Zentrum sofort, damit weitere Untersuchungen eingeleitet werden können.

Was sollten werdende Eltern mitnehmen?

  • Der Test ist kurz, sicher und sehr sinnvoll.

  • Früh erkannte Erkrankungen lassen sich sehr gut behandeln.

  • Seit 2026 ist das Screening noch umfassender – besonders durch die Vitamin‑B12‑Diagnostik.

  • Für euch entstehen keine Kosten.

  • Der Test kann eurem Baby einen wichtigen Gesundheitsvorsprung geben.

Quellen: 
Tagesschau.de: Erweiterung des Neugeborenen‑Screenings, 15.05.2026 
Gemeinsamer Bundesausschuss (G‑BA), Beschluss zur Screening‑Erweiterung 
Deutsches Neugeborenen‑Screening‑Programm
Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

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Mutter stillt Ihr Baby
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