Ernährungsberaterin Birgit Neumann

Kochen für Babys und Kinder

Ernährungsberaterin Birgit Neumann

   

Antwort:

Milchprodukte beim gestillten Kind

Hallo Ann-Kristin
euer Speiseplan ist doch ganz prima. Es sind alle Lebensmittelgruppen* dabei. Dein Kind kann aus einem großen Angebot wählen und du bist sehr bemüht, die Auswahl den allgemein üblichen Ernährungsempfehlungen einer gesunden Mischkost entsprechend anzubieten. Dazu bekommt dein Kind noch Mumi und erhält ebenfalls die Möglichkeit Kuhmilchprodukte wie Käse u.a. kennenzulernen. Komplett ausparen musst du Kuhmilchprodukte nämlich nicht, weil sich dein Kind durchaus daran gewöhnen darf/sollte, damit der Übergang nach dem Abstillen leicht gelingen kann. Nicht nur an den Geschmack kann sich dein Sohn jetzt schon gewöhnen, der gesamte Organismus kann sich daran anpassen.
Ganz allgemein gesprochen bildet die Grundlage für eine gesunde Ernährung die sog. Mischkost. Das bedeutet:, dass idealerweise alle Lebensmittegruppen in der Kost enthalten sein sollten. Und zwar in einer bestimmten Mengenrelevanz.
Sehr schön wird dies bspw in der sog. Ernährungspyramide oder dem sog. Ernährungskreis bildlich dargestellt.

Kreis:
Hier werden die unterschiedlichen Lebensmittelgruppen (*Getreide, Milchprodukte, Fleisch, Obst und Gemüse etc) in unterschiedlich großen Segmenten gezeigt und verdeutlichen dadurch den ungefähren Anteil in der täglichen Ernährung.

Pyramide.
hier stehen die Lebensmittelgruppen zu einer Pyramide aufgetürmt.
Die mengenmäßig größte zu verzehrende Gruppe bildet die Basis. Zur Spitze hin wird der Anteil der täglich zu verzehrenden Menge kleiner. Ganz oben sind hier Fette bzw Süßigkeiten und Knabbereien.

Ganz allgemein geschildert so / das tägliche Essen(sangebot) sollte bestehen aus:
Reichlich Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis etc
reichlich Obst und Gemüse, etwa 5 P am Tag (1 P entspricht dabei der Größe einer hohlen Kinderhand, idealerweise 3 P Gemüse und 2 P Obst - maximal 3 P Obst)
gefolgt von Milch- und Milchprodukten
Fleisch, Fisch
(sichtbare) Fette und Öle
am wenigstens sollte der Anteil Süßigkeiten sein

Gewöhne dein Kind einfach jetzt an die Speisen, die du langrfristig im Visier hast, welche eure übliche Familienkost charakterisieren sollen. Gewöhne dein Kind daran und lass ihn alles mitessen. Vielfalt ist das Zauberwort. Da dein Kind offenbar ein gutes Gespür für seine Bedürfnisse hat, kannst du darauf vertrauen, dass er (meistens) eine optimale Lebensmittelauswahl treffen wird. Du als Mama darfst das Angebot bestimmen, welches sich an eurem üblichen Familientisch orientiert und dein Sohn darf weiterhin die Mengen bestimmen, die er jeweils essen wird. So kannst du ihn langfristig weiterhin zu einem unkomplizierten Esser erziehen. Ohne Druck, ohne Zwang, ohne Kontrolle. Dafür mit Genuß, Freude und Spaß.
Also dann
Grüße
Birgit Neumann

von Birgit Neumann am 04.07.2019

 
Unten die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.
Die letzten 10 Fragen an Birgit Neumann
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2019 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.