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Geschrieben von Blue_Berry am 02.11.2020, 10:34 Uhr

Berührender Brief an die Kinder zur Klimakatastrophe

https://mummy-mag.de/gastbeitrag-klimazukunft-an-meine-geliebten-toechter/?fbclid=IwAR2dwnk9b0EqWilGTDMR4GoylWkIlYGxGGxNOSaIKYmWs4Dm7ndRxvDthig

Ich fand den Text schön geschrieben und berührend, mir geht es auch oft so wie der Autorin.

 
8 Antworten:

Re: Berührender Brief an die Kinder zur Klimakatastrophe

Antwort von Hase67 am 03.11.2020, 7:53 Uhr

Danke dafür - der Text ist sehr ehrlich und auch berührend geschrieben. Und sie hat leider Recht. Meistens verdränge ich den Gedanken an die Zukunft meiner Kinder, aber auch mir ist klar, dass sie (in keiner Hinsicht) mehr das Leben führen werden, das meine Elterngeneration und wir geführt haben. Und das meine ich ganz ohne Gefühlsduselei, es wird einfach so sein. Umso wichtiger, sie dafür zu sensibilisieren und stark zu machen.

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Mir ist das zu "too much"

Antwort von Caot am 04.11.2020, 13:09 Uhr

Vielleicht liegt das das daran, dass ich Plastiktüten schon immer wiederverwendet habe bzw. keine Plastiktaschen zum tragen benutzte. Nicht mal als Kind kannte ich das. Und geflogen bin ich erst mit weit über 40 das erste Mal. Vorher war das finanziell überhaupt nicht drin. Ich muss auch nicht schlagartig versuchen die Welt zu retten, indem ich jetzt Orangen nicht mehr abgepackt kaufe, weil ich das eh noch nie gemacht habe.

Einzig finde ich endlich mal danach zu leben. Ich hab Freunde die machen das rigoros ohne schlagartig zum Nerd zu werden. Bewusst neue Dinge klimafreundlich anzugehen und nicht ins alte Muster zu verfallen.

Auf jeden Fall kommt unser neues e-Auto Mitte Juni.

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Re: Mir ist das zu "too much"

Antwort von Blue_Berry am 05.11.2020, 10:59 Uhr

Das Gefühl verstehe ich. Trotzdem ändert das für mich nichts an der Hauptaussage und diesem Gefühl der Hilflosigkeit, weil ich den Text irgendwie anders verstehe als nur ein Appell an persönliche Entscheidungen.
Wie du lebst klingt natürlich schon viel besser für den Planeten - aber das allein wird die Welt nicht davor retten, dass es in 30 Jahren Millarden von Klimaflüchtlinge gibt, 50% der Weltoberfläche unbewohnbar sein werden und nicht mehr genug Nahrung für alle angebaut werden kann - wenn nichts passiert, und es passiert bis jetzt einfach nichts.
Für mich geht in dem Text auch um schon Vergangenes und Kapitalismus und die Industrie und dass man diese Fehler einfach nicht mehr rückgängig machen kann. Gleichzeitig kommt das Versprechen dazu, selbst begangene Fehler einzugestehen und zumindest sich selbst soweit es geht zu verändern, egal wie aussichtslos die Situation scheint.

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ich rette die Welt so oder so nicht ;)

Antwort von Caot am 05.11.2020, 11:31 Uhr

da müssen politische Vorgaben her und der Wille die Vorgaben auch konsequent umzusetzen. Wie beim FCKW. Da war Ende und Aus für den Einbau - fertig. Ich konnte also nur noch FCKW-freie Produkte erwerben.

Ich hab eigentlich - allerdings nur für mich gesehen - kein schlechtes Gewissen. Wenn man natürlich 30 Jahre lang munter geflogen ist (um mal bei so einem Beispiel wie im Ausgangstext beschrieben zu bleiben) sieht man das dann eventuell anders. Auf der anderen Seite, hat man jetzt natürlich eine ganz andere Erkenntnis als vor 30 Jahren. Wo es früher ganz normal umweltfreundlich war Kohlekraftwerke zu bauen - halt mit Filter - ist jetzt ein "geht gar nicht mehr". Deswegen muss ich kein schlechtes rückblickendes Gewissen haben. Jetzt hab ich es ja verändert, da die Erkenntnis sich änderte.

Ich weiß jetzt also - man muss sich alternative Fortbewegungsmittel suchen. Und so nahmen wir als Familie den Gedanken ernst und haben ein eAuto als nächstes Auto gekauft. Oder wir beziehen Ökostrom. Davor habe ich 40 Jahre lang normalen Strom bekommen - es war eben so. Da muss ich mich auch nicht "entschuldigen" bei meinen Kindern, das es eben so war.

Früher konnte ich nicht wählen, ich musste nehmen. Da gab es eben nur den Strom A. Jetzt kann ich wählen und schaue da eben, dass meine Entscheidungen so umweltfreundlich wie möglich sind.

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Re: Mir ist das zu "too much"

Antwort von SassiStern am 05.11.2020, 21:23 Uhr

Klasse das neue E-Auto kommt also bald, da wird sich die Umwelt aber freuen Aber mal im Ernst, was wird wohl im Endeffekt umweltfreundlicher sein, ein neues Auto kaufen weil es ein E-Auto ist oder das alte einfach noch ein paar Jahre weiter fahren?

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meine liebe Sassi

Antwort von Caot am 06.11.2020, 7:43 Uhr

wie lange will man den ein altes Auto weiter fahren? Was genau schwebt Dir da vor? Es hat ja jetzt schon 250.000 Kilometer runter. Bis das neue Auto da ist kommen bestimmt noch einmal gute 30.000 hinzu.

Das eAutos nicht das gelbe vom Ei sind, wissen wir auch. Aber es ist JETZT die Alternative, da laufen eben einfach keine wäre.

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Re: ich rette die Welt so oder so nicht ;)

Antwort von Hase67 am 08.11.2020, 13:27 Uhr

"Ich hab eigentlich - allerdings nur für mich gesehen - kein schlechtes Gewissen. Wenn man natürlich 30 Jahre lang munter geflogen ist (um mal bei so einem Beispiel wie im Ausgangstext beschrieben zu bleiben) sieht man das dann eventuell anders. Auf der anderen Seite, hat man jetzt natürlich eine ganz andere Erkenntnis als vor 30 Jahren. Wo es früher ganz normal umweltfreundlich war Kohlekraftwerke zu bauen - halt mit Filter - ist jetzt ein "geht gar nicht mehr". Deswegen muss ich kein schlechtes rückblickendes Gewissen haben. Jetzt hab ich es ja verändert, da die Erkenntnis sich änderte."

Es stimmt natürlich, dass es für deutsche Ohren ein wenig pathetisch klingt, wie sie schreibt. Und dass es im Nachhinein nichts bringt, sich wegen vergangener Verfehlungen zu geißeln, ist natürlich auch richtig. Vielleicht ist es das, was du "too much" findest?

Andererseits: Auch wenn wir in unserer Familie kaum noch Auto fahren, kaum noch tote Tiere essen und auch deutlich weniger andere tierische Erzeugnisse konsumieren, unseren Plastikmüll reduzieren und unser eigenes Konsumverhalten stark herunterbremsen, ist das nur ein sehr kleiner Beitrag. Und es sind nicht die Leute, die sowieso ihr Verhalten überdenken oder die von vornherein nicht viele Umweltschäden verursachen (z. B. weil sie es sich ohnehin nicht leisten können), die eine große Veränderung bewirken werden. Das wird nur zusammen gehen, wenn man auch die Leute erreicht, denen es momentan noch am Allerwertesten vorbeigeht.

Es ist nämlich andererseits auch Fakt, dass bis zu den Zeitpunkten, wo die EU Klimaneutralität anstrebt oder für die hierzulande der Kohleausstieg beschlossen wurde, vieles zu spät sein wird. Der Atomausstieg hier in Deutschland ist - auch wenn es natürlich richtig ist, sich von einer Technik zu verabschieden, für deren Spätauswirkungen es keine tragfähigen Konzepte gibt - massiv zu Lasten der Treibhausemissionen gegangen, weil man eben wieder auf veraltete Technologien wie den Braunkohleabbau zurückgegangen ist - und das, obwohl wir hierzulande schon jetzt die meisten Kraftwerke für regenerative Energien haben. Da ist die CDU-CSU-Regierung einfach den Weg des geringsten Widerstandes seitens der Lobbyisten gegangen. Und dagegen muss m. E. aufbegehrt werden, weil sich sonst nichts verändert - es ist genau wie auf dem Arbeitsmarkt, ohne Streiks und Proteste derjenigen, die die Folgen ausbaden dürfen, passiert einfach nichts.

Es ist inzwischen schon so, dass ökologische Politik einen deutlich höheren Stellenwert zumindest in Westeuropa hat - das hat man bei den letzten Europawahlen gesehen und zum Beispiel auch bei den letzten Wahlen in Deutschland und Frankreich. Wenn sich dem allerdings große Wirtschaftsmächte wie die USA widersetzen und sich aus internationalen Vereinbarungen verabschieden, ist das ein großer Rückschlag für die Klimabewegung und die Artenvielfalt. Und es läuft uns einfach die Zeit davon, da sind sich die Klimaforscher einig.

Deshalb bin ich auch dafür (auch wenn ich selbst natürlich auch nur ein winziges Rädchen bin und allein nicht ausrichten kann), dass Protest stattfindet - auch Protest, der dann mit den Mitteln der Exekutive aufgelöst werden muss wie z. B. bei Ende Gelände oder anderen Aktionen. Und ich würde meine Kinder auch in so einem Kampf unterstützen, auch wenn das z. B. bedeuten würde, vorübergehend in Gewahrsam genommen zu werden wegen Blockaden.

Und Sorgen um ihre Zukunft mache ich mir deshalb auch, auch wenn ich nicht tagein, tagaus gramgebeugt und mit Asche auf dem Haupt durch mein Leben schleiche.

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Re: meine liebe Sassi

Antwort von SassiStern am 09.11.2020, 9:38 Uhr

Da kann man sich natürlich bedenkenlos ein neues Auto kaufen. Ob man sich allerdings ein E-Auto antun sollte?

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