In-Vitro-Fertilisation - was passiert danach?

Nach der IVF

© fotolia, Sebastian Kaulitzki

Paare, die sich für eine künstliche Befruchtung entscheiden, haben Jahre voller Hoffnung und Enttäuschung hinter sich. Das Warten auf eine stabile Schwangerschaft und die vielen Versuche auf natürlichem Wege ein Baby zu bekommen, bedeuten für ein Paar enormen Druck und Stress.

Bei einer künstlichen Befruchtung sind die Hoffnungen groß, doch auch hier heißt es warten und hoffen.   

Nach den vielen Vorbereitungen ist es endlich soweit: Der Embryonentransfer hat stattgefunden. Die Frau bekommt nun Hormone, die das Einnisten des Embryos oder der Embryonen unterstützen sollen und schwangerschaftserhaltend wirken. Danach heißt es wieder warten: Erst nach etwa 14 Tagen ist es möglich, mit einem Schwangerschaftstest festzustellen, ob ein Baby unterwegs ist.

Ultraschalluntersuchungen zur Kontrolle

Hat sich das befruchtete Ei erfolgreich in die Gebärmutter eingenistet, schüttet der mütterliche Körper das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) aus. Ein Schwangerschaftstest kann frühestens zwei Wochen nach dem Embryonentransfer die hCG- Konzentration im Blut feststellen.

Die Ärzte werden nach dem Transfer mehrere Kontrolluntersuchungen mit einem Ultraschallgerät machen. Ungefähr nach einem Monat lässt sich bei diesen Kontrolluntersuchungen erkennen, ob der Embryo lebt und der Transfer erfolgreich war. Dann lässt sich auch erkennen, ob es sich um ein Baby oder mehrere Babys handelt.

Chancen der IVF-Behandlung

Im deutschen IVF-Register werden alle IVF-Behandlungen in Deutschland verzeichnet. Die Chance nach einem IVF-Behandlungszyklus ein Baby zu bekommen, liegt demnach bei etwa 20 Prozent. Beim ersten Behandlungszyklus klappt es also nur bei einer von fünf Frauen. Die meisten Frauen benötigen also mehrere Transfers, bis es mit einer Schwangerschaft endlich funktioniert. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für bis zu drei Versuche die Kosten.

Wie große die Chancen des jeweiligen Paares auf Nachwuchs sind, hängt auch davon ab, um welche Art von Fruchtbarkeitsstörung es sich bei dem Paar handelt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen aber auch, dass der Erfolg mit dem Lebensstil der künftigen Eltern zu tun hat: Raucher haben Untersuchungen zufolge eine geringere Geburtenrate je Behandlungszyklus als Nichtraucher-Paare.

Große psychische Belastung bei IVF-Behandlung

Den medizinischen Ablauf haben die behandelnden Ärzte dem Paar vor der Behandlung erklärt - was es aber in emotionaler Hinsicht bedeutet, sich einer künstlichen Befruchtung zu unterziehen, wird oft zu wenig besprochen oder von den Paaren unterschätzt.

Eine Fruchtbarkeitsbehandlung im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation ist für Frauen eine große körperliche und psychische Belastung. Besonders wenn mehrere Versuche fehlgeschlagen sind, nehmen Enttäuschung, Trauer, Erschöpfung und das Gefühl versagt zu haben zu. Diese psychischen Reaktionen sind bekannt, daher bieten viele Fruchtbarkeitskliniken und Behandlungszentren psychologische Beratung und Entspannungskurse an, die man auch nutzen sollte.

Eine Fruchtbarkeitsbehandlung ist für jedes Paar ein emotionaler Ausnahmezustand. Sich unter diesen Extrembedingungen Hilfe und Unterstützung zu holen ist wichtig und überaus empfehlenswert.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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