Die Einnistung der Eizelle

Einnistung der Eizelle

© fotolia, Sebastian Kaulitzki

Im Moment der Einnistung (Implantation) gräbt sich die befruchtete Eizelle regelrecht in die Gebärmutterschleimhaut ein und stellt die Verbindung zum mütterlichen Organismus her. 

Die Einnistung ist damit nach der Befruchtung eine ganz wesentliche Voraussetzung dafür, dass sich ein neues, selbstständiges Leben entwickeln kann.

Die befruchtete Eizelle erreicht die Gebärmutter

Etwa 5 bis 6 Tage nach der Befruchtung erreicht die befruchtete Eizelle zunächst die Gebärmutterhöhle. Zu diesem Zeitpunkt befindet sie sich im sogenannten Blastozystenstadium. Die Blastozyste besteht aus einer schützenden Zellmembran (Zona pellicula), einer äußeren Zellschicht (dem Trophoblasten), aus dem sich später der kindliche Anteil des Mutterkuchens (Plazenta) bilden wird, einem kleinen Zellhaufen (Embryoblast), aus dem sich später der Embryo entwickelt und der flüssigkeitsgefüllten Blastozystenhöhle.

In der Gebärmutterhöhle angekommen, sucht sich die Blastozyste einen günstigen Platz zur Einnistung. Die Gebärmutter hat sich unter der Wirkung von Progesteron bereits seit Beginn des Zyklus auf die Einnistung vorbereitet und eine besonders gut durchblutete, fruchtbare Schleimhaut aufgebaut. An diese lagert sich die Blastozyste schließlich an. Zellen der Gebärmutterschleimhaut bilden eine regelrechte Mulde und umschließen den Keim schützend, so dass dieser vollständig bedeckt ist - die Einnistung hat begonnen.

Die Einnistung gewährleistet die Versorgung des Embryos

Im Zuge der Einnistung dringen einige der Zellen, aus denen sich später der Mutterkuchen entwickelt, weiter in die Schleimhaut der Gebärmutterwand ein. Häufig bemerkt die werdende Mutter nichts von diesen Vorgängen in ihrem Körper. Manche Frauen verspüren jedoch ein leichtes Stechen oder Ziehen im Unterleib. Auch schwache Blutungen, sogenannte Implantationsblutungen, können ein Anzeichen für die Einnistung sein. Sie resultieren aus winzigen Verletzungen der Gebärmutterschleimhaut und sind kein Grund zur Sorge.

Mit dem Eindringen in die Gebärmutterschleimhaut übernehmen einige der Zellen des sich entwickelnden Mutterkuchens eine weitere wesentliche Aufgabe. Sie beginnen mit der Produktion von hCG (Humanes Choriongonadotropin). Dieses Hormon ist ganz wesentlich, denn es signalisiert dem weiblichen Körper, dass eine Schwangerschaft vorliegt und verhindert so zum einen, dass die Gebärmutterschleimhaut wieder abgebaut wird und zum anderen, dass ein weiterer Eisprung stattfindet. Der Nachweis von hCG wird auch als Schwangerschaftstest eingesetzt.

Bereits zehn bis elf Tage nach der Befruchtung sind Embryo und Mutter bereits über die Blutgefäße miteinander verbunden. Etwa am 24. Tag des Zyklus ist die Einnistung abgeschlossen. Aus der Blastozyste ist nun ein Embryo geworden, der über den mütterlichen Organismus mit allem versorgt wird, was er für seine Entwicklung benötigt.

Zuletzt überarbeitet: April 2019

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