Wie gut stehen die Chancen einer
Kinderwunschbehandlung?

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© fotolia, Siam

Aber selbst eine tolle Statistik ist keine Garantie dafür, dass die Behandlung in Ihrem Einzelfall erfolgreich sein wird. Wer sich zu einer Kinderwunschbehandlung entschließt, hofft natürlich, so schnell wie möglich ein Baby zu bekommen. Die meisten Paare orientieren sich dabei an den Erfolgsstatistiken der IVF-Zentren.

Entscheidend sind die persönlichen Voraussetzungen, die das jeweilige Paar mitbringt, wie etwa die Lebensweise sowie Art und Schwere der Fruchtbarkeitsstörung.

Der wichtigste Faktor ist das Alter der Frau. Bis 30 nimmt die Fruchtbarkeit nur langsam ab, bis 35 etwas stärker, dann zunehmend schneller. Ein Beispiel aus einer Untersuchung in Belgien: Bei Frauen über 37 Jahren, die sich einer ICSI-Behandlung unterzogen, ergab sich nach zwei Zyklen eine Geburtenrate von 21 Prozent. Bei den Frauen über 40 bekamen nur 12 Prozent ein Baby - und auch das erst nach drei Versuchen.

Ist das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, höher?

Eine Zeit lang wurde vor allem in Kreisen, die eine assistierte Befruchtung kritisch sehen, heiß diskutiert, ob Methoden wie ICSI das Risiko einer Behinderung erhöhen. Die Reproduktionsmediziner wiesen und weisen das energisch zurück. Ihr Hauptargument: Der Anteil behinderter Babys liege bei ihren Patienten vor allem deshalb höher als in der Gesamtbevölkerung, weil die Paare älter sind. Ihr höheres Lebensalter und mehr Vorerkrankungen bedeuteten von vornherein ein etwas erhöhtes Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen.

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2018

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