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Geschrieben von SandraSonnenschein am 13.09.2017, 0:30 Uhr

Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Hallo, seit Montag sind wir bei der Kitaeingewöhnung mit meiner 15monate alten tochter. Es gibt 3 Erzieher und meine kleine kann sich einen auswählen zu den sie am meisten Bezug hat. Nachdem ich Montag zuschauen konnte für eine Stunde is mir aufgefallen das die Erzieher wirklich sehr streng sind. Die Kinder sitzen alle sehr ruhig am Tisch. Wer mit den Füßen zappelt wird ermahnt, es wird gezwungen auszutrinken und zu essen, das andere eingewöhnungskind stand auf dem Stuhl und fand es lustig und die eine Erzieherin übte einen körperlichen Machtkampf aus. Auf die Frage wie mit trotzphasen umgegangen wird wurde mir eiskalt gesagt das man da bedingungslos ignorieren würde selbst wenn ein Keks zerbricht (als Beispiel). Heute, ein Tag später schickten sie mich einfach raus ohne Abklärung. Mein Kind war insgesamt 1 Stunde und 10min seit Montag da und ich wurde nach über eine halbe Stunde noch nicht reingeholt. Die Erzieherin kam raus und meinte das mein Kind fröhlich spielt. Als ich die Tür öffnete stand mein Kind an der Tür vor mir und weinte bitterlich. Die anderen zwei Erzieher trösteten sie nicht und spielten mit den anderen Kindern. Ich überlege abzubrechen. Was sind das für Methoden? Alle drei Erzieher sind sehr alt. Wir achten auf Bedürfnisorientieren Umgang ohne bestrafungen, Belohnungen und Beschimpfungen. Ob ich mit den Rede oder nicht - Ich weiß ja eh nicht was die machen wenn ich nicht mehr da bin. Wie soll ich mit der Situation jetz umgehen? Mir tut meine kleine einfach nur leid.

 
45 Antworten:

Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von Nicole_Meyer am 13.09.2017, 6:44 Uhr

Wenn Du kannst: beende das. Klingt ja grauenhaft. Und ein so schneller Abschied, noch dazu wenn das Kind weint, geht gar nicht!

Meistens hilft ein klares Gespräch, am Besten mit dem Vater gemeinsam (!) und Deine klare Ansage, dass Du NICHT rausgehst, bis Deine Tochter soweit ist. Das ist das Eine. Der sonstige Umgang wird sich nicht ändern.

Wenn Du jetzt schon weisst, dass das nix ist: melde sie ab und such was anderes...

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von SandraSonnenschein am 13.09.2017, 7:07 Uhr

Sie hat ja erst geweint wo ich wieder rein kam. Eine verabschiedung hat ja auch nicht statt gefunden. Ja ich denke das wir die nächsten Tage abbrechen. Ich schau mir das heute nochmal an und suche das Gespräch bei der Kitaleitung. Und dann werden wir sie rausnehmen. Ich frag mich nur ob alle Erzieher in Kitas so arbeiten?

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von niccolleen am 13.09.2017, 8:45 Uhr

Das wuerde mir auch alles nicht gefallen udn sehr gegen den Strich gehen.
Ist das der einzige Kindergarten, der fuer euch in Frage kommt?
Nein, es ist nicht ueberall so.

lg
niki

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von Oktaevlein am 13.09.2017, 9:04 Uhr

Hallo,

wenn DU keine Betreuung brauchst, brich am besten sofort ab. Wenn möglich, lass sie noch ein Jahr oder länger zuhause. Falls du dringend wieder arbeiten musst, versuche eine bessere Betreuung zu finden. In dem jungen Alter finde ich Gruppenbetreuung eh nicht optimal, aber was du schreibst, hört sich wirklich schlimm an.

Was die Eingewöhnung betrifft, könnten klare Ansagen deinerseits, z.B. dass du noch nicht gehst, zwar helfen, aber wenn die Erzieherinnen mit den Kindern alleine sind, werden sie ihr Verhalten kaum ändern.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von Nesaja am 13.09.2017, 9:10 Uhr

Hallo,
Es ist nirgendswo perfekt, aber wie andere schon geschrieben, wenn du es nicht unbedingt musst, würde ich das auch abbrechen und mir eventuell einen anderen Kindergarten suchen. Du wirst da nicht glücklich werden, ich kann dir aus Erfahrung sagen, wenn es am Anfang schon so viele Dinge gibt die dich stören, wird das definitiv nicht besser.
Erzieher müssen zwar viel leisten und auch vieles über sich ergehen lassen, aber meine Erfahrung in unserem Kindergarten hat mir auch gezeigt, dass viele einfach absolut resistent gegen jegliche Kritik sind und ihr Ding gnadenlos durchziehen, da kannst du sagen was du willst. Wenn du allerdings zu viel sagst und ich zu viel mit anderen Eltern unterhältst, kann es dir dann passieren, dass du ganz schnell auf der Abschussliste stehst. Von daher, guck dich noch mal in Ruhe um. Hätte ich besser auch gemacht.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von lilke am 13.09.2017, 9:36 Uhr

Also ich bin ja durchaus für frühe Fremdbetreuung und es ist immer schwer eine Situation durch derartig gefärbe Beschreibungen zu beurteilen, aber das klingt furchtbar. Wenn du Betreuung brauchst such dir bitte was anderes!

Klar, bei uns werden ältere Krippenkinder (2-2,5) beim Mittagessen auch mal ermahnt, wenn sie mit den Füßen zappeln und dabei andere Kinder treffen, aber Trotz vollkommen ignorieren, Kinder nicht trösten, Kind in dem Alter schon so früh von Mama trennen... Nee, also das klingt für mich nach schlechter Eingewöhnung und wenig liebevoller Einrichtung.

Am Alter der Erzeher kann man das nicht unbedingt festmachen. Bei uns im KiGa gibt es eine Erzieherin (allerdings Ü3), die ist über 60. Sie hat schon so ihre Probleme mit der modernen Technik aber sie ist dermaßen super lieb mit den Kindern... Wie Oma halt ;)

Ich würde nach Alternativen schauen, wenn da nicht pronto eine 180° Wende sichtbar wird. Und auf keinen Fall würde ich das Kind nach einem Tag da eine haobe Stunde allein lassen in dem Alter.

Viel Glück!

LG Lilly

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Re: Hör' auf Dein Bauchgefühl!

Antwort von Hexhex am 13.09.2017, 10:02 Uhr

Wenn man ein noch so kleines Kind in der Kita abgibt, muss man als Mutter ein 100prozentig gutes Gefühl dabei haben! Das hast Du aber nicht, und ich muss sagen, zu Recht. Das Konzept der Kita klingt verstaubt, überholt, aggressiv, veraltet. Die Art der Erzieherinnen, mit Deinem Kind umzugehen, gefällt Dir nicht. Du hast ein schlechtes Bauchgefühl bei der Sache, und mit ihrem Bauchgefühl haben Mütter immer Recht! Ignoriere das nicht.

Es ist sicher sehr unbequem, und vermutlich habt Ihr auch schon einen Vertrag unterschrieben - aber ich würde unbedingt wechseln. Selbst wenn Du dann weiter fahren müsstest oder Dir doch lieber eine gute Tagesmutter für Dein Kind suchst. Egal. Hier geht es um die gesunde Entwicklung Deines Kindes, oder nicht? Wenn man kurz nach Einstieg in der Einrichtung kündigen will, lassen einen die meisten Leiterinnen aus Kulanz vorzeitig aus dem Vertrag heraus, das kann man immer probieren, es funktioniert meistens.

LG

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von LooRelai am 13.09.2017, 11:00 Uhr

Ich würde sofort abbrechen!!!
Wir hatten auch gerade Eingewöhnung und es lief so komplett anders. Meine Tochter ist über 2 Jahre älter als deine aber sie ist sehr gebunden an mich und hat große Trennungsängste. Ich bin über eine Woche jeden Tag 4 stunden dabei gewesen!!!! Nach 2 Wochen geht sie ohne weinen morgens hin und ist fröhlich
Die Eingewöhnung ist so wichtig.
Gibt es nicht noch eine andere Kita bei der du fragen könntest?! Oder eine Tagesmutter?

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von Junijunge am 13.09.2017, 15:21 Uhr

Wenn Du eine Alternative hast, brich ab. Haben wir auch gerade. Und bei uns war es nicht so schlimm, wie es bei Euch klingt. Es hat mir vom ersten Schnuppertag an nicht gefallen und den dort so gelobten liebevollen Umgang fand ich - naja - zumindest gewöhnungsbedürftig. Es wurde auch viel geschimpft, über Kleinigkeiten....
Bauchgefühl war nicht gut, dringende Notwendigkeit besteht für uns nicht und jetzt bleibt unser Sohn halt mindestens bis drei daheim. Für genug Kontakte außer Mama ist gesorgt.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von SandraSonnenschein am 13.09.2017, 19:18 Uhr

Ich würde auch gerade zuhause bleiben aber uns fehlt das Geld und habe auch gerade alle Kitas angerufen und Tagesmütter. Kein Platz mehr frei. Ich bin auch echt fertig deswegen.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von SandraSonnenschein am 13.09.2017, 19:25 Uhr

Nachtrag: der heutige Tag gestaltete sich so das ich ankam und 5min später wollte die Erzieherin das ich ihr meine tel.nr. gebe und meinte ich soll nach Hause fahren. Sie würde dann anrufen wenn es nicht mehr geht. Ich lehnte das ab und begründete es. Sie meinte dann das ich selbst Schuld wäre das ich am Vortag reingekommen wäre. Danach brach sie das Gespräch ab. Morgen Rede ich mit der Leitung.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von Mariechen2015 am 13.09.2017, 20:11 Uhr

Das wichtigste ist Vertrauen.
Es wird immer bestimmte Dinge die dir in einer Einrichtung nicht 100% zusagen.
Das muss man hinnehmen.
Aber man muss natürlich abwägen,womit kann ich leben,womit nicht.
Und Vertrauen ist für mich da wichtigste.
Wenn ich nicht zu 100% vertrauen kann und mich nicht darauf nicht verlassen kann,dass sie mir nicht die Wahrheit sagen,wie es meinem Kind geht und wirklich Bedürfnisorientiert handeln,dann wäre bei mir sofort Schluss.
Das geht gar nicht.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von SandraSonnenschein am 13.09.2017, 20:18 Uhr

Ja so sehe ich das auch. Wir sind ja auch eher für Bedürfnisorientiert. Ich verstehe auch das bei einer Gruppe von 20 Kleinkindern nicht immer bedürfnisorientiert geht. Ich nehme auch hin das es etwas strenger ist. Aber was ich nicht hinnehmen kann ist das man das Gespräch mit mir nicht sucht. Das man mich angelogen hat und mir vorwirft das ich noch schuld sei weil ich sie trösten möchte weil kein anderer es sonst tut. Und als nicht-pädagoge kann ich sehen das sich die Kinder dort auf keinen Fall frei entfalten können. Jeder muss funktionieren und wird getrimmt. Es gibt ein Spieleteppich auf den man nicht mal Autos fahren lassen darf. Nur Einschränkungen!!! Ich Red morgen mit der Leitung.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von lymue92 am 13.09.2017, 20:20 Uhr

Klingt nach städtischer Einrichtung mit Münchner Modell. Wechsel zu freiem Träger oder Tagesmutter mit Berliner Modell.

Ablauf bei beiden einfach mal googlen.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von Mariechen2015 am 13.09.2017, 20:30 Uhr

Nein das geht wirklich nicht.
Und wenn sie sagen mein Kind spielt fröhlich und weint dann bitterlich dann würde ich absolut nicht mehr mit gutem Gefühl zur Arbeit gehen können

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 12:10 Uhr

Das Problem liegt auch oft bei der Sichtweise der Eltern. Früher als die meisten Frauen noch 6 oder 7 Kinder hatten, da konnte man sich auch nicht so intensiv um jedes Kind kümmern. Und den Kindern hat es nicht geschadet. Heute liest man ihnen oft jeden Wunsch von den Augen ab und verzieht sie so für das spätere Leben.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von SandraSonnenschein am 16.09.2017, 12:26 Uhr

Wir leben aber nicht mehr wie früher. Es gibt ja jetz Verhütungsmittel. Ob es jemanden geschadet das weiß man ja nicht. Studien zeigen nur das die junge Generation heute u.a. mehr psychische Erkrankungen haben und aggressiv dadurch werden oder drogenabhängig sind. Mein Vater ist der älteste von 3 Geschwister und ihm hat es anscheind geschadet. Aber darüber lässt sich streiten. Der spruch das es keinem geschadet hat ist immer schnell dahin gesagt. Jeden Wunsch ablesen tun wir auch nicht. Das hat mit dem eigentlichen Thema auch gar nichts zu tun. Ich bin der Meinung das man sich als Pädagogen in dem Alter nicht ausruhen kann nur weil es ein erziehermangel gibt und man sich um seine Stelle sicher sein kann nicht gekündigt zu werden aber man kann wenn man will sich weiterbilden. Wir leben in einer Zeit wo man anders auf die Kinder eingehen kann. So wie die Erzieher dort waren hätte ich auch einer sein können. Ich hab nicht ein pädagogisch wertvollen Ansatz gesehen sondern nur Gehorsam und strenge. Wenn ich mein Kind zum Soldaten ausbilden lassen will dann weiß ich wo ich hingehe aber etwas Herz und Liebe fehlt wie so oft in dieser Gesellschaft. Kinder sind unsere Zukunft und sie sollen lernen das man sich gegenseitig gutes tun kann anstatt selber zu erfahren das man Probleme ignoriert und selber damit fertig werden muss!

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 12:44 Uhr

Ich finde die Mischung macht es. Dein Kind wird doch bei euch zu Hause sicher super liebevoll behandelt. In der Betreuung geht es eben weniger liebevoll und strenger zu. So lernen Kinder schon früh das nicht alles im Leben Friede, Freude, Eierkuchen ist. Und wenn ich mir die heutigen Jugendlichen so anschaue, die meist genauso aufgewachsen sind wie du es für richtig hältst, dann sehe ich die großen Erfolge irgendwie nicht wirklich. Welche von den oft so egoistischen Einzelkindern tun sich den gegenseitig etwas Gutes?

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1-jährige ohne Eingewöhnung nehmen potentiell Schaden.

Antwort von emilie.d. am 16.09.2017, 14:53 Uhr

Das sind sich landauf landab sämtliche Pädagogen einig und deshalb kann es sich keine Einrichtung leisten, offiziell keine Eingewöhnung zu machen. Das ist unethisch.

Dass es immer noch Erzieher von anno tuc gibt, die keine Fortbildungen in die Richtung machen oder denen es egal ist und der Träger nicht nachfasst, steht ja auf einem anderen Blatt.

Harte Ablösung, Schreienlassen und Co. wirken sich übrigens genau schädigend aufs Empathieempfinden aus. Wenn man Menschen möchte, die eben nicht egoistisch nur an sich denken, sollte man noch viel mehr Wert auf eine vernünftige Eingewöhnung legen.

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Ja, hat es.

Antwort von emilie.d. am 16.09.2017, 15:03 Uhr

Die autoritäre Erziehung von damals hat zum Teil zutiefst undemokratische Menschen heranwachsen lassen. Die Zeiten wünschst Du Dir doch nicht ernsthaft zurück?!?

Man verzieht durch eine Eingewöhnung ein Kind nicht, sondern nimmt eine rudimentäre Angst ernst. Die Angst, verlassen zu werden. Ein 1- jähriges Kind hat wie ein Tier kein Zeitgefühl. Man kann ihm nicht erklären, dass man in drei Stunden wieder da ist. Die Kinder halten sich am Wort 'Gleich' fest und im Normalfall an ihrer Bezugserzieherin, die den sicheren Hafen bietet und signalisiert, dass alles ok ist.

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@ blaues wunder

Antwort von faenny am 16.09.2017, 16:36 Uhr

Falls du deine Haltung reflektieren möchtes, würde ich dir als Lektüre jesper juul empfehlen.
Er findet sehr deutliche Worte für die Erziehung in der Vergangenheit. Unter anderem eben, dass sie doch geschadet hat! Vielleicht wurden unsere Eltern und Großeltern zu funktionierenden Menschen erzogen, aber nicht unbedingt zu psychisch gesunden.
Er sieht aber auch die aktuellen Probleme, die Ursache dafür sieht er darin, dass ein guter neuer Weg sich noch nicht etabliert hat und sich viele Eltern unsicher fühlen.

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Ich stimme emilie.d. uneingeschränkt zu owt.

Antwort von Johanna3 am 16.09.2017, 16:52 Uhr

.

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Re: @ blaues wunder

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 18:21 Uhr

Wenn ich sehe wie viele psychisch Kranke es gerade heute gibt, dann glaube ich nicht, dass die Erziehung der letzten Jahrzehnte sehr erfolgreich war. Wer als Kind nur Gutes erlebt hat und damit aufgewachsen ist, dass sich alles nur um ihn dreht, der wird spätestens nach der Pubertät schon richtig Probleme bekommen, um sein Leben zu meistern.

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Re: Ja, hat es.

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 18:24 Uhr

Die parlamentarische Demokratie gab es schon, da gab es die neuartigen Erziehungsmethoden doch noch gar nicht. Wenn es in Europa wirtschaftlich mal wieder richtig bergab geht, dann wirst du auch sehen, wie undemokratisch die antiautoritär erzogenen plötzlich werden können.

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Re: 1-jährige ohne Eingewöhnung nehmen potentiell Schaden.

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 18:25 Uhr

Es gab doch aber eine Eingewöhnung, nur eben nicht solange sich die Threaderstellerin das gewünscht hätte.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von faenny am 16.09.2017, 19:53 Uhr

Da geb ich dir recht! Wenn es sich NUR ums Kind dreht, wird sich daraus kein gesunder und gesellschaftsfähiger Mensch entwickeln.
ABER das ist doch totales schwarz weiß denken!
Es geht darum, dass ein Kind beides erfährt. Dass es und seine Bedürfnisse wahr und ernstgenommen werden, dass sich jemand darum kümmert, dass es ihm gut geht - je jünger desto mehr. Und es muss erfahren, dass andere Menschen Grenzen haben - und eben nicht immer alles nach den eigenen wünschen geht. Wie erwachsene diese Grenzen vermitteln ist auch ganz wesentlich. Insbesondere, ob sie dabei ihre macht missbrauchen oder verantwortlich einsetzen.
Aber, wie gesagt, falls du möchtest, lies selbst.

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Re: Kitaeingewöhnung mit Erziehungskonflikt

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 20:12 Uhr

Ich werde mir das Buch mal für den Winter besorgen, in der Hoffnung dass es nicht zu einseitig ist.

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1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von emilie.d. am 16.09.2017, 21:20 Uhr

Hast Du schon mal ein 1-jähriges Kind eingewöhnt? Die meisten Einrichtungen hier veranschlagen drei Wochen. Das sind ja keine Kindergartenkinder.

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Re: Ja, hat es.

Antwort von emilie.d. am 16.09.2017, 21:31 Uhr

Wieso wird man antiautoritär erzogen, wenn man als 1-jähriges Kind vernünftig in eine Kita eingewöhnt wird?
Ein 1-jähriges Kind, das weint und sich verzweifelt an seine Mutter klammert, kann aufgrund mangelnder Hirnreife seine Ängste nicht vorspielen. Da geht es nicht um bockig sein oder seinen Willen durchsetzen. Die kleinen Mäuse haben schlicht und ergreifend ohne Eltern in der fremden Umgebung mit fremden Leuten nackte, echte Angst.

Antiautoritär erziehen ist genauso Mist wie autoritär erziehen, aber das ist ja nun wahrlich nichts Neues.

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Re: Ja, hat es.

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 22:04 Uhr

Es gab doch aber eine Eingewöhnung?

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von BlauesWunder2017 am 16.09.2017, 22:09 Uhr

Also bei meinem Kind lief das ziemlich problemlos.

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von emilie.d. am 17.09.2017, 8:18 Uhr

Was meinst Du mit problemlos? Hat Dein Kind beim Trennen nie protestiert? Hat es protestiert und ließ sich innerhalb von Minuten trösten? Wie lange wurde Dein 1-jähriges denn dann eingewöhnt? Habt ihr auch direkt am Tag 2 1 h getrennt?

Wie die Trennung verläuft, wird von ganz vielen Faktoren beeinflusst. Wie die Bindungsqualität zur Hauptbezugsperson ist (sicher/unsicher-ambivalent/dissoziiert), wie der Charakter des Kindes ist (unsicher-schüchtern...). Ob aur Anhieb Sympathie zwischen der Ersatzbezugsperson und Kind besteht oder eben nicht. Und letztlich hängt es auch an der 'Resilienz' des Kindes, an der seelischen Widerstandskraft. Es ist unterschiedlich, wieviel Belastung Kinder vertragen, ohne mit einem gestörten Verhalten zu reagieren.

Es gab dazu Versuche, in dem man den Stress von den Kindern anhand vom Cortisolgehalt im Speichel untersucht hat. Nur weil ein Kind ruhig in einer Ecke hockt, heißt es nicht, dass es keinen Streß bzw. Angst hat. Wenn ein Kleinkind sich direkt von der Hauptbezugsperson 'problemlos' trennt, muss das keineswegs für ein psychisch gesundes Kind sprechen.

Im Beispiel oben verläuft die Trennung nicht problemlos, ua auch, weil die Einrichtung keinen Schimmer davon zu haben scheint, wie man ein Kleinkind vernünftig eingewöhnt.

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Re: Ja, hat es.

Antwort von emilie.d. am 17.09.2017, 8:26 Uhr

Eingewöhnung heißt nicht, dass man zwei Tage da ist und dann wird getrennt, egal, ob Kind weint oder nicht.
Trotz gescheitertem Trennungsversuch wollten die Erzieher wieder trennen. Nicht abgesichert mit Mutter im Flur und kurz, sondern Mutter sollte nach Hause fahren.

Vielleicht googelst Du mal Berliner Modell. Was die Erzieher da machen, ist keine vernünftige Eingewöhnung. Man trennt kurz und nicht zu früh, weil das die Eingewöhnung bloß verlängert. Und man sichert die Trennungsversuche ab, damit Kinder nicht stundenlang herumweinen müssen.

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von BlauesWunder2017 am 17.09.2017, 12:39 Uhr

Mein Kind war schon mit einem 3/4 Jahr öfter mal bei den Großeltern oder anderen Familienmitgliedern in Obhut. Im 15. Monat kam es in Fremdbetreuung. Ich teilte den Erzieherinnen mit dass eine Eingewöhnung sicher kaum notwendig sein wird. Den 1. Tag blieb ich trotzdem etwa zwei Stunden da. Tränen gab es nicht, nur ein paar dicke Bussis hin und her. Am 2. Tag bin ich 10 Minuten später nach Hause. Die Erzieherinnen sagten sie würden anrufen wenn man ist. Zum Abschied gab es keine Tränen. Wenn ich zur Abholung komme is die Freude aber immer sehr groß, mit Mama, Mama Rufen.

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Re: Ja, hat es.

Antwort von BlauesWunder2017 am 17.09.2017, 12:41 Uhr

In der DDR gab es sowas nicht. Dort wurde am ersten Tag geweint und dann war es meistens in Ordnung. Auch ich habe, laut meiner Mutter, am ersten Tag Rotz und Wasser geheult. Ich bezweifle aber, dass mir oder anderen das irgendwie geschadet hätte.

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von Johanna3 am 17.09.2017, 14:26 Uhr

Ich kenne es auch so, dass es einen weiteren wichtigen Grund für eine längere Eingewöhnung gibt: Nämlich auch, um dem Kind zu signalisieren, dass es nicht bei Fremden alleine bleiben darf.

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Re: Ja, hat es.

Antwort von Johanna3 am 17.09.2017, 15:51 Uhr

Da gibt es von anderen Kindern, die in der DDR in die Krippe gingen auch Berichte darüber, dass es ihn sehr wohl geschadet hätte. Auch behandelnde Psychiater berichten von traumatischen, prägenden Erfahrungen die dort viele Kinder gemacht haben.

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Re: Ja, hat es.

Antwort von Johanna3 am 17.09.2017, 15:51 Uhr

Da gibt es von anderen Kindern, die in der DDR in die Krippe gingen auch Berichte darüber, dass es ihn sehr wohl geschadet hätte. Auch behandelnde Psychiater berichten von traumatischen, prägenden Erfahrungen die dort viele Kinder gemacht haben.

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Darüber gibt es doch reichlich Literatur.

Antwort von emilie.d. am 17.09.2017, 16:46 Uhr

Aus den Erfahrungen von früher (institutionelle Betreuung) hat man gelernt, DESHALB werden 1-jährige heute eingewöhnt. Einfluss auf Spiegelneuronen, Bindungsmuster etc.

Und nochmal, ob es 'schadet' oder nicht, hängt an der Resilienz eines Kindes. Meine Mutter hatte eine schwierige Kindheit, sie läuft trotzdem nicht massenmordend durch die Stadt oder ist Alkoholikerin geworden. Es gab genug Faktoren, die sie stabilisiert haben. Woran sie aber auch als Erwachsene noch arbeiten musste, waren ihre Beziehungsmuster.

Nicht jedes Kind, das schlecht ernährt wird, wird übergewichtig als Erwachsener. Das Risiko dafür steigt aber.

Babys von ihren Müttern ohne entsprechende Bezugsperson zu trennen ist Streß hoch 10 für die Kleinen.

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von emilie.d. am 17.09.2017, 16:51 Uhr

Vielleicht hatte Dein Kind zu dem Zeitpunkt schon gelernt, dass Protest nichts bringt.
Es ist sehr ungewöhnlich für ein normal entwickeltes 1-jähriges Kind in einer fremden Umgebung mit fremden Menschen zu bleiben, ohne Angst zu haben.

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von BlauesWunder2017 am 17.09.2017, 18:32 Uhr

Bei absolut Fremden hatte mein Kind mit dem Alter aber durchaus öfters Angst und zog sich in meine Nähe zurück.

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von lilke am 17.09.2017, 20:02 Uhr

Ich hab Zwei Kinder U1 eingewöhnt, beide haben nicht wirklich gefremdelt - weder während der Eingewöhnung noch später. Trotzdem habe ich und würde ich sie nie am zweiten Tag alleine lassen. Und der Zweite kannte die Erzieherin bereits intensiv aus privatem Kontakt als wir zur Eingewöhnung kamen. Allein die fremde Umgebung wirkt auf kleine Kinder abschreckend. Drei Wochen ist realistisch, oft genug dauert es länger, zB wenn das Kind krank wird.

Ganz ehrlich finde ich (als pro frühe Fremdbetreuung) deine Einstellungen etwas befremdlich und das Verhalten deines Kindes nicht so richtig normal. Das meine ich weder böse noch abwertend, aber ein "normales" Kind in dem Alter bleibt nicht einfach bei Fremden in einer fremden Umgebung ohne jeden Muks. Ob es jetzt vorher schon gelernt hatte, dass weinen eh nix bringt oder irgendwas anderes der Grund dafür sein mag kann sicherlich niemand hier beurteilen.

Aber von Einstellungen wie deiner habe ich von unseren Erziehern in der Krippe mehrfach gehört und bei uns kriegen sie sowas sprichwörtlich um die Ohren gehauen. Die Eltern von U2 Kindern haben mindestens eine Woche mit dem Kind zu bleiben und dann beurteilen die Erzieher gemeinsam mit den Eltern ob das Kind bereit für eine Trennung ist. Wenn die Eltern diese Zeit nicht in ihr Krippenkind investieren wollen, dürfen sie es direkt wieder mitnehmen. Nicht richtig eingewöhnte Kinder will HIER keiner haben.

LG Lilly

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von BlauesWunder2017 am 18.09.2017, 7:54 Uhr

Diese unterschwelligen Vorwürfe muss ich mal entkräften. Es geht keinesfalls darum dass ich Zeit sparen will. Im Gegenteil wäre ich viel lieber noch 2-3 Jahre zu Hause geblieben, wenn mein Mann genügend verdienen würde und hätte mich liebend gern um mein Kind gekümmert. Und ich bin auch sicher nicht die Einzige die eine so unkomplizierte Eingewöhnung hatte. Im Gegenteil.

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von lilke am 18.09.2017, 8:32 Uhr

Wo bitte hast du bei MIR einen Vorwurf wegen früher Fremdbetreuung gelesen?

Ich kenne niemanden, bei dem die Eingewöhnung in dem Alter so ablief und gut verlaufen ist. Und bei uns werden viele Kinder zwischen 1 und 2 eingewöhnt von denen ich das mitbekomme. Im übrigen haben meine Eingewöhnungen auch beide super geklappt und allgemein gibt es in unserer Krippe selten Eingewöhnungen, die problematisch sind oder Kinder, die mit der Betreuung als solche Probleme haben, eben WEIL man sich Zeit nimmt.

Ich habe auch nichts unterstellt, sondern im Gegenteil gesagt, dass hier niemand die Gründe warum es bei euch so reibungslos geklappt zu haben scheint beurteilen kann.

Also unterlasse DU bitte deine ungerechtfertigten Vorwürfe gegen mich.

LG Lilly

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Re: 1-jährige soll nach 3 Tagen eingewöhnt sein?!?

Antwort von BlauesWunder2017 am 19.09.2017, 14:40 Uhr

Dann habe ich das wohl falsch verstanden. Dann tut es mir leid. Bei uns war es aber so. Warum auch immer.

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