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Geschrieben von sunyflake83 am 02.12.2017, 16:12 Uhr

Hätte ich lieber keine Kinder bekommen???

Hallo zusammen.

Wie soll ich anfangen. Ich bin Mutter von zwei Jungs. Der Große ist 4 Jahre und der kleine ist 4 Monate. In letzter Zeit stell ich mir immer mehr die Frage, ob es richtig war Kinder zu bekommen und so schlecht es klingt, wünsche ich mir manchmal ein Leben ohne Kinder. Zur Zeit ist der Große krank mit Magen Darm . Das ist das schlimmste was es für mich gibt. Ich kann dann eigentlich nicht mit in der Wohnung sein. Ich bin dann nicht ich selbst. Mein Herz schlägt sehr schnell, ich bin total nervös und steh total neben mir. Kann dann auch nichts essen und könnte nur heulen. Mein Mann versteht nicht wie ich so extrem reagiere und dass kann ich ehrlich gesagt selbst auch nicht , aber es ist so. Nehme schon Bachblüten und rede mit selbst ein dass es bald überstanden ist, aber im Grunde kann man mich auch in irgend eine Ecke stellen.
Wie soll ich damit nur umgehen???? Hätte ich vielleicht wirklich keine Kinder bekommen sollen??? Wegrennen ist auch keine Lösung. Ich liebe sie wirklich sehr, aber im Moment bin ich echt am Ende. Hab sogar schon darüber nachgedacht zu einem Psychiater zu gehen.

Vielleicht kann mich jemand verstehen bzw kann mir Tips oder Hilfe geben.

 
7 Antworten:

Re: Solche Gedanken haben sicher viele Mütter manchmal - ich auch...

Antwort von Banu28 am 02.12.2017, 16:35 Uhr

Es gibt ja sehr viele Mütter, die große Ängste um ihre Kinder haben. Ich selbst bin auch ein bisschen der ängstliche Typ - nicht extrem, aber schon manchmal belastend. Gelegentlich habe ich auch schonmal gedacht, dass einem ohne Kinder nichts vergleichbar Schlimmes passieren kann, wie MIT Kindern. Weil man es ungleich viel furchtbarer ist, wenn einem Kind etwas passiert, als wenn z. B. einem erwachsenen Verwandten etwas zustößt.

Ich glaube, mehr oder weniger kennen alle Eltern diese Ängste, aber in unterschiedlich starker Ausprägung. Ob psychologische Hilfe für Dich hilfreich wäre, diese Frage kann sicher Dein Bauchgefühl beantworten. Ein Hinweis darauf wäre zum Beispiel, dass Deine Ängste um die Kinder Dich auch im Alltag deutlich einschränken. Oder ob diese Angst zum Beispiel nur bei Krankheit der Kinder so heftig ist wie jetzt, sich sonst aber eher wenig meldet oder gut erträglich ist. Psychologische Hilfe ist keine Schande. Die allermeisten Leute, die zum Therapeuten gehen, tun dies mit genau solchen Problemen.

Ich habe aber auch einen Buch-Tipp für Dich, damit Du siehst, dass Du nicht "unnormal" bist. Die Psychologin Harriet Lerner hat ein wunderbar ehrliches Buch übers Muttersein geschrieben, dass mich selbst sehr entlastet hat. Es heißt "Der Tanz ums Kind - wie Muttersein unser Leben verändert." Sie ist selbst Mutter, berichtet u. a. auch aus eigener Erfahrung und beweist so, dass auch eine Therapeutin nicht gegen Ängste und andere ungute Gefühle gefeit ist. Noch dazu ist das Buch trotz seines Tiefgangs humorvoll geschrieben, es liest sich wirklich prima.

LG

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Re: Solche Gedanken haben sicher viele Mütter manchmal - ich auch...

Antwort von sunyflake83 am 02.12.2017, 16:48 Uhr

Vielen lieben Dank für deine Nachricht. Ich denke manchmal wirklich ich bin nicht mehr normal und eine der wenigen die so reagieren. Eigentlich ist meine extreme Reaktion nur wenn es um Krankheiten geht bei denen Erbrechen dabei ist. Ansonsten bin ich gelassener wenn es um krank sein geht. Ich werde mal mit meiner Ärztin sprechen ob sie mir einen Psychiater empfehlen kann. Ich denke ich brauche mal jemand externen mit dem ich reden kann.
Vielen Dank auch für den Buchtip.
Lg

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Re: Solche Gedanken haben sicher viele Mütter manchmal - ich auch...

Antwort von Itzy am 02.12.2017, 16:56 Uhr

Ich möchte dich mal beruhigen. Ich habe 3 Kinder zwischen fast 12-6. Meine Mittlere hat heute Nacht um 3 angefangen zu brechen. Ich kann wirklich alles ab- bis auf Übergeben! Da muss immer der Papa ran. Ich bleibe ruhig bei Platzwunden, Scharlach, Läusen- allem. Nur da nicht Durch atmen, Cappu oder Tee dazu und glaube mir, es wird wieder.

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Re: Hätte ich lieber keine Kinder bekommen???

Antwort von marijanam79 am 02.12.2017, 19:43 Uhr

Hi,

da geht es dir wie mir! Und ich dachte schon, ich sei die einzige mit so einem „Problem“! Habe zwei Kinder von knapp 3 und knapp 7 Jahren! Ich habe mit beiden schon einiges durch, aber wenn es ums übergeben geht, könnte ich schreiend aus der Wohnung rennen!!!!

Ich weiß genau wie es dir geht! Als meine Grosse sich mal übergeben hatte, hatte ich auch wieder Panik und war nervös! Als es im Endeffekt „nur“ Scharlach war, war ich etwas beruhigt!

Aber das mit dem Psychiater/Psychologen ist gar nicht so verkehrt! Ich bin seit 3 Monaten in psychologischer Behandlung. U.a. wegen meiner Krankheit,...

Und ich muss sagen, mittlerweile tut es mir wirklich gut und ich sehe viele Dinge anders bzw entspannter! Alles gute!!!!

Grüssle Marijana

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Re: Hätte ich lieber keine Kinder bekommen???

Antwort von pauline-maus am 02.12.2017, 22:00 Uhr

Achherje du arme , zermattere dich nicht so, denn lass dir gesagt sein, du bist ganz normal.
Hätte ich vor 11 Jahren das Wissen von heute, ich weiss nicht ob ich mich gegen ein Kind entschieden hätte.
Obwohl mein Kind mein ein und alles ist und ich sie nicht missen möchte, macht sie mir nicht nur Glücksmomente ,im Gegenteil manchmal nervt mich das Leben mit Kind dermaßen und dabei habe ich nur eins;)
Es gibt Tage ,da bin ich froh ,wenn sie zu ihrer Freundin geht oder sie bei ihrer oma ist. Auch auf die Sommerferien freue ich mich wie bolle, denn da ist sie 2wochen im Ferienlager... Aber wenn es soweit ist, vermisse ich sie dann doch enorm und kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen

Aber Kinder sind auch nicht dazu gedacht, ihre Eltern glücklich zu machen.

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Re: Hätte ich lieber keine Kinder bekommen???

Antwort von nils am 04.12.2017, 9:37 Uhr

Wenn bei mir jemand krank ist - vor allem, wenn ein Fieber über 39 Grad dazukommt, dann bin ich immer total neben der Spur.
Habe mit 4 Kids leider schon so viel Mist erlebt, dass ich jetzt bei der kleinsten Kleinigkeit hysterisch werde.
Aber ein Leben ohne Kinder hab ich mir eigentlich nie gewünscht.
Wenn ich wirklich nicht mehr kann, dann hole ich mir entweder mal meinem Mann oder die Oma zum Aufpassen. Das tut gut mal zumindest mal kurz für einen Spaziergang,... raus aus der Wohnung zu kommen.

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Re: Hätte ich lieber keine Kinder bekommen???

Antwort von MarinaFerrarra am 17.12.2017, 7:43 Uhr

Hallo,
ich finde es sehr gut, dass du deine Ängste und Sorgen aussprichst. Das ist wichtig für einen selbst, weil man das vor allem beim Lesen nochmals neu bewerten kann. Ob es wirklich so schlimm ist. Wenn es dich so belastet, ist es für dich schlimm, und da kann man sich dann nicht mit anderen vergleichen, die auch schlimmes durchmachen. Wichtig ist nur, dass du nicht alleine da durch musst. Das ist für dich schrecklich und auch dein Kind ist es wichtig, dass da jetzt noch ein "Puffer" zwischen euch kommt. Wenn dein Mann dazu nicht bereit ist, z.B. zu Hause bleiben solange er bricht, muss das jemand anderes machen. Oft traut man sich nicht in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis Hilfe zu suchen, weil man dann als "unfähig" herüber kommen könnte. Dem ist aber nicht so! Wenn man sich Mal mit anderen Eltern unterhält, erkennt man immer wieder, dass es die allergrößte Herausforderung der meisten Menschen ist, Kinder aufzuziehen! Es ist verdammt schwer, und wenn du jemanden um Hilfe bittest, wird er oder sie dir mit Sicherheit gerne helfen!
Auch wenn dein Post einige Tage her ist und dein Kind sich wahrscheinlich nicht mehr übergibt heute, ist es für die Zukunft wichtig, dass du weißt wer dir helfen kann wenn dir wieder alles zu viel wird.
Einen Psychologen zu Rate ziehen, kann kein Fehler sein. Du kannst auch Mal zur kostenlosen Erziehungsberatung gehen, da kannst du bei der Stadt oder eurem Landratsamt nachfragen. Ich denke, dass sie nicht nur zu Erziehungs, sondern auch zu BEZIEHUNG zwischen Eltern und Kind beraten und helfen, das hängt ja oft zusammen.
Und bitte deinen Mann mit ins Boot zu steigen. Einfach so alles als "Übertreibung" anzusehen, hilft ihm seiner Verpflichtung dir gegenüber nicht heraus.

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