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Geschrieben von wildbluete am 26.09.2019, 14:07 Uhr

Elternini - echt anstrengend!

Mein Sohn ist in einer Elternini. Erst fand ich alles nur toll. Drei supernette Erzieherinnen, Freispiel-Konzept, sehr liebevoller, herzlicher Umgang. Jetzt war ich schon auf so einigen Elternabenden. Hui, ist das anstrengend und nervig! Wegen jedem Pipifatz wird ein Fass aufgemacht. Da das Ganze ja basisdemokratisch läuft, darf auch jeder noch den kleinsten Senf dazugeben. Pieseln im Sitzen oder im Stehen (bei den Buben)? Wie oft rausgehen? Bioessen oder normaler Caterer? Das wäre gar nicht schlimm. Am schlimmsten sind die internen Grabenkämpfe. Eltern, die ihre Bestimmung als Vorstände in der Elternini sehen und dort das Rad neu erfinden wollen. Es geht die ganze Zeit um Macht. Sehr anstrengend. Kennt Ihr das auch aus privaten Einrichtungen?

 
10 Antworten:

Re: Elternini - echt anstrengend!

Antwort von jungmami12 am 26.09.2019, 15:21 Uhr

Unser Kindergarten hat einen katholischen Träger und ist eigentlich mehr privat. Bei uns ist das schon sehr schlimm.

Manche drehen völlig am Rand. Es wir Englisch für Kinder ab 2 Jahre angeboten und die Eltern sind dahinter. Jeder muss mehr Einsatz mitbringen. Jeder muss was tolles Organisieren. Jeder will seine Kinder aufs Gymnasium bringen um dann zu zeigen was für tolle Eltern sie doch waren. Sie haben ja alles gegeben und nie etwas verlangt. Um die Kinder geht es nicht mehr.

So habe ich manchmal das Gefühl. Hatten gestern auch Elternabend.

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Re: Elternini - echt anstrengend!

Antwort von Krümel_3und4 am 26.09.2019, 18:08 Uhr

Habe meinen Sohn von einer solchen in die staatliche Kita umgemeldet... Da war es um einiges entspannter, aber auch noch anstrengend genug.
Lauter Helikoptereltern... Und manche davon fliegen nicht nur drüber, sondern sitzen drauf...
Jedenfalls kann ich Eure Elternabenderfahrungen gut nachvollziehen. Schön sind auch unendliche whattsappchats, in denen es um Mikrokram geht.
Mir tun manchmal Lehrer/Erzieher leid...

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Re: Elternini - echt anstrengend!

Antwort von Itzy am 26.09.2019, 18:26 Uhr

Nein kenne ich so nicht. Ich bin seit 2009 in einer Elternini, bis 2014 als Mutter, von 2012 bis 2016 als Vorsitzende und seit 2016 erst als Springer im Team, jetzt fest. Wir entscheiden nicht jede Kleinigkeit über die Eltern. Warum auch? Mitbestimmung in allen Ehren, aber einiges entscheidet das Team alleine. Z. B. wo die Ausflüge hingehen, welche Themen wir über das Jahr bearbeiten usw. Da käme bei uns auch kein Elternteil auf die Idee sich einzumischen. Termine wie Ferien u. ä. legt das Team fest, der Vorstand nickt ab, die Eltern bekommen das auf dem ersten Elternabend im Jahr mitgeteilt. Fertig. Aufgabenliste neu verteilen dauert keine 10 Minuten, jeder muss was machen, ganz einfach. Es schotet sich keine(r) gegen Ideen und Vorschläge ab aus Team und Vorstand, aber es wird wirklich wenig in Frage gestellt. Ein Vater war Arzt, er schlug vor seine Praxis zu besuchen. Perfekt, haben wir thematisch vorbereitet, einen schönen Ausflug draus gemacht. War toll! Solche Dinge helfen wirklich. Wir sind transparent, das scheint alle zufrieden zustellen. Musikalische Früherziehung haben wir, wird zu Beginn des Kiga Jahres kurz vorgestellt, alle freuen sich... Klar gibt es auch immer wieder die Besserwisser, Übereifrigen und die Nörgler. Aber ein gut funktionierender Vorstand kennt seine Pappenheimer und kann das lenken. Die Nörgler haben z. B. von mir immer gerne eine extra Aufgabe aus ihren Fach/Wohlfühlgebiet bekommen. Sie konnten sich profilieren und bekamen etwas Glanz ab, dann war Ruhe.Einige Themen gibt es bei uns nicht, Caterer, Sitzpinkeln usw. da wir ein Waldkindergarten sind. Was auf dem Elternabend bei meinem Grundschulkind abläuft ist dagegen wirklich nervig. Alles wird in Frage gestellt, alle wissen es besser, den Kindern soll nichts zugemutet werden. (3.Klasse)

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Zwei Möglichkeiten, den Abend zu verkürzen...

Antwort von Windpferdchen am 27.09.2019, 8:29 Uhr

Hallo,

solche nervigen Elternabende gibt es überall, nicht nur bei Elterninitiativen. Es hängt sehr von den Erzieherinnen ab, ob sie ständige Einmischungen dulden. Denn das müssen sie nicht, auch nicht bei Initiativ-Kigas. Ich kenne energische Erzieherinnen und Kiga-Leiterinnen, die zu lange Diskussionen abbrechen und sich durchsetzen. Und ich kenne Eltern, die versuchen, sich bei jeder Kleinigkeit ellenlang auszulassen und einzumischen.

Das wirst Du übrigens auch in der Grundschule erleben, da geht das Ganze fröhlich weiter. Es reichen ein, zwei Eltern, die nicht aufhören können zu diskutieren, um den Abend locker um 1,5 Stunden zu verlängern, das habe ich oft erlebt.

Ab dem zweiten Kind bin ich da in den Selbstschutz-Modus gegangen. Es gibt nämlich zwei Dinge, die helfen. Sind nicht leicht, aber sollte man trotzdem machen. Das erste ist: sich zu Wort melden und sagen, dass man die Diskussionen vom Hölzchen aufs Stöckchen übertrieben findet und dass man den Abend doch nicht unnötig ausufern lassen sollte. Meist sind viele andere, schweigende Eltern erleichtert, dass es endlich mal jemand ausspricht und pflichten bei. Der Club der Übereifrigen wird dann ausgebremst.

Zweite Möglichkeit: Nach Hause gehen. Vorher schon nebenbei sagen, dass man einen Babysitter hat (z. B. weil der Partner nicht da ist) oder dass man gerade Besuch hat, und daher nicht so lange bleiben wird. Dann kann man selbst steuern, wann man die Sache abbricht. Ich habe dann leise gesagt: „Ich muss jetzt leider los“ und bin verschwunden, ohne die anderen zu stören. Das ist so was von erleichternd, wenn der Abend sich hinzieht.

Falls Dir so was schwer fällt, denk’ halt auch daran: Du bist eine erwachsene Frau, die ihre Zeit nicht gestohlen hat. Es steht anderen Quatschbacken nicht zu, über Deine Zeit zu bestimmen und darüber, wie lange Du an dem Elternabend dasitzen musst. Du brauchst Deinen Feierabend, denn es ist sehr anstrengend, Mutter kleiner Kinder zu sein. Deshalb darfst Du die Notbremse ziehen und - wenn Du die wichtigsten Dinge erfahren hast - heimgehen.

LG

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LInk zum Schmunzeln..

Antwort von niccolleen am 27.09.2019, 8:50 Uhr

https://www.derstandard.at/story/2000107943740/elternabend-der-jaehrliche-selbstversuch

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Re: LInk zum Schmunzeln..

Antwort von niccolleen am 27.09.2019, 8:51 Uhr

Sorry, hab mich vertan, hier geht es um die Schule...

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Re: Elternini - echt anstrengend!

Antwort von wildbluete am 27.09.2019, 10:58 Uhr

Das hört sich viel entspannter an als bei uns! Bei uns sind die Elternabende so schlimm, dass ich jedes Mal Lust auf eine Zigarette bekomme - obwohl ich schon vor Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe!

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Re: Elternini - echt anstrengend!

Antwort von wildbluete am 27.09.2019, 10:59 Uhr

Mir auch! Aber auch für andere Eltern ist das echt anstrengend!

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Re: Zwei Möglichkeiten, den Abend zu verkürzen...

Antwort von wildbluete am 27.09.2019, 11:01 Uhr

Vielen Dank! Ja, das mach ich das nächste Mal! Quatschbacken ist genau die richtige Bezeichnung. Manchmal frag ich mich: Haben die keine anderen Hobbys?

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Re: Elternini - echt anstrengend!

Antwort von emilie.d. am 28.09.2019, 6:35 Uhr

Hier auch privater Waldkiga und Nein, kenne ich nicht. Die Elternabende im Kiga empfinde ich zu einem guten Teil mehr als gemütliches Beisammensein.

In der Schule ist es förmlich, aber auch da diskutiert keiner ausufernd.

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