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Geschrieben von Karina71 am 22.04.2010, 13:44 Uhr

Elterngespraech-EInzelgaenger?

Huhu,

ich hatte gestern im Kiga ELterngespraech ueber meine Tochter (wurde im Februar 4, Fruehchen aus der 29+5SSW) ).
Sie waere wohl gerne im Kindergarten, sei lieb etc... etc... ABER einige Dinge wuerden ihnen Sorgen bereiten:

1. Meine Tochter isst wohl weder Fruehstueck, noch viel Mittagessen (Brote, etc, was ich ihr mitgebe).
Dazu wissen die EZ, dass wir zuhasue gut fruehstuecken, sie also kaum hunger haben kann. Schon vor einiger Zeit habe ich gesagt, dass sie keiner zum Essen zwingen soll. Das ist eh kein gemeinsames Fruehstueck, also wieso soll sie das machen, wenn sie nicht will?
Beim Mittagessen (12:00) hat sie unterschiedlich Hunger, manchmal isst sie das ganze Brot, und noch Obst etc... machmal beisst sie nur paarmal ab.
KiGa ist von ca. 9:00 bis 14:00Uhr.
Jetzt musste ich mir wieder anhoeren, dass das ja wohl nicht normal sei (auffaelliges Essverhalten)... HAEH??? Das Kind esse ja den ganzen Tag nichts...
Doch-zuhause isst sie dann mehr, manchmal auch gleich wenn sie heim kommt. Ich koche abends warm, das ist eh ihre Hauptmahlzeit.
Suesses gibts manchmal nachmittags als Snack, allerdings nicht immer, wenn sie vorher ALLES verweigert (also sozusagen auf dieKekse wartet anstatt ihr Brot zu essen)
Sie hat auch Mitspracherecht, was es gibt, Suesskram gibts aber nicht im KiGa.
WIESO darf mein Kind nicht nichts essen? Wie ist das bei Euch?

2. Sie waere auffallend einzelgaengerisch. Wenn man sie einfach machen liesse, wuerde sie den ganzen Tag malen und kaum sich anderen anschliessen. Sie wuerde nicht bzw kaum auf andere zugehen und fragen, ob sie mitspielen koennte, hoechstens mal die Erzieherin. Sie redet kaum, waere extrem ruhig. Ansonsten schaut sie wohl auch einfach viel zu. Ist aber GLUECKLICH damit... Laut EZ waere das das bedenkliche... wenn sie darunter leiden wuerde, koennte man ihr ja helfen... (????) Wieso muss ich meinem gluecklichen Kind ausreden gluecklich sein zu duerfen?
Uebrigens ist sie zuhause nicht so. Sie hat durchaus einen starken Willen, ist wild, aufgeweckt, etc. Alleredings muss sie auch da selten selber was finden, sie spielt meist mit ihrem Bruder (der sagt wos langgeht), oder malt (das macht sie wirklich viel, sie sagt auch selber, dass sie das am liebsten macht)
Und im KiGa ist sie auch beliebt, wird oft zu Geburtstagen eingeladen, hat Freundinnen, soweit das in dem Alter halt geht... etc). Sie quakt den gazen Tag, das erste was man morgens und das letzte was man abends hoert, ist ihr Mundwerk ;-)
Ich war als Kind auch sehr schuechtern... Ist das Verhalten bei einem grade 4 jaehrigen wirklich SO auffaellig??

Sorry, dass das so lang geworden ist und danke an die, die das alles gelesen haben.
Ich habe mich gestern aber wirklich ueber das Gespaech geaergert...

Wuerde mich sehr ueber Euer Input freuen.

Lieben Gruss, Karina
mit Sohn (5), Tochter (4) und Baby-Sohn (5 mon)

 
14 Antworten:

Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von Princess01 am 22.04.2010, 13:54 Uhr

Also zum Thema Essen; anstatt die froh sind das ihr zu Hause esst. Meiner isst auch zu Hause und er kann wählen ob er im Kiga nochmal möchte oder nicht. Mittag ißt er gut, Kaffee nicht so, aber da weiß er auch das ich bald komme. Also mir würde das auch missfallen.

Zum 2. Meiner spielt auch sehr gern alleine, beobachtet viel und spielt eben sehr konzentriert. Jedes Kind ist anders und das ist doch toll das sie so ist. Jetzt mit fast 4 hat er 3 feste Freunde und wenn sie da sind spielt er viel mit ihnen, aber wenn nicht kommt er auch allein klar. Das wird schon noch werden. Wieviele Kinder sind fixiert auf gewisse Kinder und wehe die sind mal nicht da.
Da sie auch kein Einzelkind ist, kann es auch sein das sie die Ruhe geniesen tut.
Lass Dich nicht verunsichern, jedes Kind ist eben anders und solange das Kind sehr glücklich ist, würde ich mir keine Gedanken machen.

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Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von lali77 am 22.04.2010, 14:10 Uhr

Hallo Karina,

an Deiner Stelle hätte ich mich auch geärgert.
Meine Frage ist erst mal: sie geht also zu um 9 Uhr in den Kiga und wird dann um 14 Uhr abgeholt - richtig?
Wie ist das in dem Kiga mit der Mittagszeit geregelt? Schlafen die Kinder dort?

Also ich finde ja, dass man ab um 9 Uhr nicht mehr frühstücken muss. Unsere Kinder (in unserer Kita) essen alle gemeinsam um 8 Uhr Frühstück. Wenn Lena (auch 4 Jahre; Nov. 05 geboren) schon zu Haus einen Toast gegessen hat, dann isst sie zwar noch mal mit, aber die Erzieherin merkt dann schon, dass es bei einer halben Stulle bleibt, eventuell noch einem Jogurt. Vormittags wird bei uns noch Obst verteilt.
Ich finde sowieso, dass ein gemeinsames Frühstück im Kiga sehr wichtig ist.
Wenn Deine Kleine ordentlich zu Haus gefrühstückt hat, dann ist es doch wohl kein Problem, dass sie dann dort nichts mehr isst! Verstehe die Erzieher nicht, gerade weil es ein "offenes Früstück" ist.
Und um 12 Uhr gibt es dann dort Mittag. Haben die Kids da schon wieder Hunger? Ich meine, wenn der Kiga erst um 9 Uhr beginnt, essen manche vielleicht erst um 10 Uhr Frühstück. Und "müssen" dann um 12 Uhr Mittagessen. Mmmh....; oder hab ich das jetzt falsch verstanden?

Ich finde, dass es nicht gerade FÜR die Erzieher spricht, wenn sie behaupten, dass das Kind ja die ganze Zeit nichts esse, obwohl sie sie nur 5 Stunden maximal sehen. Mein Gott, manchen Kindern ist der Kiga eben suspekt und wenn Du sagst, dass sie dafür zu Haus normal isst......was soll das dann?!
Meine Tochter geht z.B. gar nicht gern auf die Toiletten in der Kita. Wenn ich sie morgens bringe und sie sagt z.B. in der Umkleide, dass sie jetzt mal groß muss, dann kann ich sicher gehen, dass sie bis 15 Uhr am Nachmittag noch nicht gemacht hat dort (außer pullern, das geht). Wenn sie zu Haus ist, hat sie mehr Ruhe und verzieht sich mit Puppe oder Buch ins Bad. Kann ich mit leben. Ich wurde eine zeitlang, als sie 3 Jahre war, auch mal drauf angesprochen, dass Lena ja gar keinen Berg macht. Und ob sie an Verstopfung leidet und dass man das beobachten muss, da sie tagsüber ja nicht macht. War eine genau so dumme Aussage, denn "den ganzen Tag" erleben die Erzieher wohl kaum mein Kind. Ich musste damals lächeln und sagte zur Erzieherin, dass sie täglich einen Berg macht, aber eben immer, wenn wir zu Haus ankommen. Das fand die Erzieherin dann auch irgendwie merkwürdig. So als ob es was vom anderen Stern wäre, dass man nicht in der Kita gehen will.

Meine Tochter ist auch eine eher ruhige Person. Sie hat lange gebraucht, um zu den Kindern dort Anschluss zu finden.
Wie lange geht Deine Kleine denn schon in den Kiga?

Ich würde auf diese 2 Punkte nichts geben, wenn sie zu Haus ein für Dich normales Kind ist. Sie isst zu Haus, also wird sie wohl nicht verhungern. Sie spielt zu Haus und lacht und spricht, also wird sie wohl nicht krank sein.
Dass sie später vielleicht damit zu kämpfen hat, Anschluss zu finden und inwieweit dieser ausgeweitet wird, liegt doch noch weit vor Euch. Ich denke, dazu muss sie erst mal älter werden.
Wir haben auch einen Jungen in der Gruppe (er ist der Jüngste), dessen Eltern waren zu Schulzeiten wohl auch extrem schüchtern (nach eigener Aussage). Und der Kleine verhält sich nun nicht anders. Er redet so gut wie NIE in der Kita und steht auch oft nur neben den Kindern, die spielen. Unsere Erzieherin hat dies auch schon bei den Eltern angesprochen, aber sie macht da jetzt keinen Druck. Die Eltern müssen nun sehen, ob das so bleibt oder ob es sich noch gibt.....!

Ach ich hasse das immer, dass alle Kinder immer so gleich sein müssen! Ich dachte eigentlich, dass wir aus DIESEM Zeitalter raus sind!!!?

Mach Dich da jetzt nicht zu doll fertig. Du kennst Dein Kind am besten. Und solange IHR ALS ELTERN ZU IHR HALTET, kann im Leben nichts schief gehen.

LG Jenny

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Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von CeraCon am 22.04.2010, 14:27 Uhr

Also zum Thema Essen würde ich den Erzieherinnen nochmal sagen dass ihr daheim frühstückt und dass sie deshalb zwar etwas mitbekommt, aber vermutlich keinen Hunger bekommt.
In unserer Einrichtung gibt es Mütter die (umgekehrt) Reisenaufstand machen wenn ihr Kind nicht aufgegessen hat. Ist/war wohl oft üblich.
Ich sage immer sehr ironisch, dass es mir in meiner Erzieherinnenlaufbahn noch NIE vorgekommen ist, dass ein Kind zwischen 8 und 14 Uhr verhungert ist!!!
Wenn die Größe/Gewichtskurve in Ordnung ist, dann sollen sie endllich den Ball flach halten.
Und beim Spielen gibt es so Riesenunterschiede. Mir kommt das etwas vor als ob sie dir ein Problem einreden wollen wo eigentlich keines ist.

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Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von Nase am 22.04.2010, 14:37 Uhr

Naja.. das kann man von zwei Seiten sehen..
Sei doch froh, dass sie das Essverhalten Deiner Tochter beobachten. Sie zwingen sie ja, so wie ich das raus lese nicht, sie informieren Dich nur darüber, dass sie das auffällig finden..
und von acht Uhr bis nach mittag ist lang, andere Kinder essen da eben sehr viel, da fällt sie halt auf, wenn das aber für Dich in Ordnung ist, ist das ja ok.
Aber sagen müssen sie es Dir ja einfach .

Zum Spielverhalten, naja das ist Inhalt eines Elterngespräches, und wenn im Kindergarten auffällt, dass sie wenig mit anderen Kindern spielt, dann fällt das auf und wird angesprochen.

Sei froh, dass die Erzieherinnen beobachten und es ansprechen, das ist doch weder ein Vorwurf noch ein Schlechtmachen Deines Kindes, sondern beruht auf BEobachtungen.


Natürlich muß man sie weder zum Essen zwingen noch zum Spielen mit anderen Kindern, aber man kann es Dir doch einfach sagen.
Es erklärt sich ja auch vieles, wenn man mit den Eltern spricht.

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Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von RR am 22.04.2010, 14:41 Uhr

Hallo
mein Sohn (6) kam vor 2 Jahren in den Kiga u. ist deiner Tochter sehr ähnlich. KLar die Erzieherinnen sagen auch manchmal er könnte etwas mehr aus sich rausgehen, lassen ihn aber dann auch. Ich hatte noch nie ein Einzel-Elterngespräch (werde wohl auch keines mehr machen, sind ja nur noch ein paar Wochen bis er zur Schule geht). Und so lange er glücklich ist so wie es zzt. läuft - er spielt ab u. an mit ein paar Jungs dort, oft alleine - ist es mir auch egal. Nicht jeder ist die "Rampensau" schlechthin.

Wegen essen: mein Sohn geht von 8.30 Uhr - 11.45 Uhr in den Kiga u. bringt mir auch oft mal das Frühstück wieder mit. Heute auch "ich hatte zuviel Stress" Heute morgen hatte er eine Tasse Kaba getrunken. Heute mittag hat er vielleicht 3 Gabeln voll gegessen u. einen Lolli zum Nachtisch.... egal, andermal isst er 2 Teller voll u. hat noch gefrühstückt....

So lange deine Tochter normalgewichtig ist würde ich mir da keinen Kopf machen u. genau so würde ich das auch den Erzieherinnen sagen.

viele Grüße

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Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von Birgit 2 am 22.04.2010, 15:20 Uhr

Hallo,
ich schließe mich einfach mal Nase an.
Gruß
Birgit

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@all

Antwort von Karina71 am 22.04.2010, 16:00 Uhr

Danke erstmal fuer Eue Anregungen und Gedanken.

Meine Tochter ist ca. 1,07m und hat gut 16kg. Also voellig normal gross undf schwer. Und sie isst, wie gesagt, zuhause ganz normal, abends oft extrem viel.
Es ist auch nicht so, dass sie das nur im KiGa macht, am WE ist das aehnlich. Mittags um 12 hat sie einfach noch nicht so den Hunger.
Und Fruehstueck bei uns zuhause ist auch oft eine grosse Hauptmahlzeit, warm uind gekocht (French Toast mit Syrup, Southern Grits mit Bacon und scrambled eggs etc. etc.) Auch das wissen die Erzieherinnen schon lang, das Gespraech mitr dem Essen ist ja nicht das erste...
Mich nervt einfach, dass meine Kleine da wohl wirklich taeglich getriezt wurde (Du musst doch was essen, jetzt iss doch was etc etc.) so dass sie schon ne richtige Trotzhaltung entwickelt hat. DAS muessten die EZ doch besser wissen! Ich denke, genau SO naemlich erzieht man sich eine Essstoerung...
Zuhause mache ich da gar kein grosses Aufhebens, wenn sie keinen Hunger hat, isst sie nichts/wenig-und fertig. (Gilt uebrigens auch fuer meinen Sohn, nur bei dem kommt das hoechst selten vor :-D ) Ich erinnere sie hoechstens mal dran, dass es dann aber auch keinen Suesskram stattdessen gibt.

Und was den anderen Punkt angeht: KLar ist wichtig, dass diese Beobachtungen stattfinden, dafuer wird ja beobachtet und berichtet. Was mich daran stoert, ist dass sie da in die Schublade "unnormal" gesteckt wird. Ich hab noch gefragt, was ich dann da ihrer menung nach machen, foerdern, aendern koennte, wenn das so auffaellig sei- und da kam dann nur " Man muss es halt beobachten, dass das nicht noch schlimmer wird" ????

ich hab mich einfach geaegert, dass das ganze Gespraech auf "gestortes Sozialverhalten" und "Essstoerung" hinauslief... "sie geht ja offensichtlich sehr gern in den Kindergarten, ABER wie kann das sein, wo sie doch diese Stoerungen hat..."

In allem anderen ist sie uebrigens super entwickelt, trotz schwerem Start.

Lieben Gruss, Karina

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Re: @all

Antwort von Carmar am 22.04.2010, 19:24 Uhr

Ich würde denen man eine bei euch übliche Frühstücksportion mitbringen. Dann sollen sie das mal essen und nach kurzer Zeit wieder frühstücken und dann wieder Mittagessen. Mann Mann Mann, schlimm, dass sie das Kind so triezen.

Mein Kind (4,5 J., 102 cm, 14,2 Kilo) trinkt zuhause max 150 ml und isst nichts. Im Kiga nagt sie mal am Brot (sie hat immer eine belegte Scheibe Brot und einen Apfel dabei). In 1,5 Jahren Kindergartenzeit war die Brotdose erst dreimal leer gegessen.
Und mittags (zuhause) hat sie auch mal so mal so "Hunger". Abends isst sie viel lieber.
Zum Glück wird sie von dem Erzieherinnen in Ruhe gelassen.

Bescheid geben sollen die Erzieherinnen natürlich, aber nicht auf das Kind einwirken, dass es über den Hunger isst.

Deine Tochter liegt gut in den Kurven:
http://www.rund-ums-baby.de/tools/per_kurv/

Das Verhalten des Kindes in der Gruppe finde ich auch nicht aufbauschenswert.

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Re: @all

Antwort von Birgit 2 am 22.04.2010, 20:11 Uhr

Hallo,
wenn es sich so zugetragen hat, ist es natürlich nicht in Ordnung. Ich finde es schlimm, wie unproffessionell manche Erzieherinnen ihren Job ausüben. Wir würden nie ein Kind zum Essen nötigen, erst recht nicht, wenn die Mutter bestätigt, das sie zu Hause bereits gut gefrühstückt haben. Ich bin ja versucht zu sagen, dann gib ihr nichts mehr mit, dann können die Erzieherinnen ihr nichts aufschwatzen ;-) Nein, das kann es wirklich nicht sein...

Wir haben oft das gegenteilige Problem. Die Kinder sollen laut Eltern frühstücken und tun es dann nicht, behaupten, sie hätten gefrühstückt und mittags ist noch das ganze Brot in der Dose.

Ich sehe die Kinder in erster Linie individuell und nicht in ein Schema gepresst, wie ein Kind zu welchem Zeitpunkt wie auch immer sein muss. Wenn ein Kind gerne allein spielt, dabei einen glücklichen Eindruck macht, dann ist es o.k. so, wie es ist. Man kann höchstens versuchen, zu integrieren, wenn es sich ergibt, einbeziehen, Kontakte erleichtern, aber nicht aufschwatzen. Schade, das es bei euch so gezwungen läuft.

Gruß
Birgit

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Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von RunderBauch am 22.04.2010, 21:33 Uhr

Ich finde eher das Verhalten der Erz. aufällig und würde mal über den Kiga nachdenken. Konzept? Päd. Hintergrund? Ich finde, dass sind Erwartungen an Kinder, die von vor 40 Jahren "in" waren und heute ist wohl eher "jedes Kind entw. sich auf seine Art" aktuell und sinnvoll.
Wenn ich ein 4 jähriges Kind im Kiga habe, was allein prima spielen kann, von der Gruppe angenommen ist und sich bei anderen Kindern das Spiel anschaut, ist das doch prima. Wenn sie merkt, oder mitbekommt (und Ki haben gute Antennen), dass die Erz. das Verhalten aufällig finden, würde ich auch als Ki verunsichert sein und die spieleden Ki nicht ansprechen. Entweder die Erz. regt an, dass sie fragt, ob sie mitspielen kann (da kann man die Kids prima "coachen" und das gehört zu unserem Erzieher- Alltag) oder sie belassen es dabei, solange sie sehen, dass dein Kind sich wohl fühlt.
Und zum Essen kann man sie ja wohl nicht zwingen und sie wird ja wohl auch nicht außerordentlich dünn sein, so wie du beschreibst. Wenn das ein großes Thema ist und sie unter Druck gesetzt wird ("nun iss doch mal, noch einmal abbeißen..."), mag sie das natürlich nicht und isst umsomehr zu Hause ohne Druck. Warum ist das da so ein Thema? Versteh ich nicht. Die Stimmung beim Essen ist ja auch von Bedeutung. Sollen sies doch aktrktiver gestalten. Ich würde das Konuept hinterfragen. Mir würde das glaube ich nicht zusagen...
Sprich das so an.
LG und viel Glück!

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Ein etwas ironischer Nachtrag z Erzieher-Dasein

Antwort von RunderBauch am 22.04.2010, 21:42 Uhr

Ach ja, und es ist gerade auch "in" jedes Kind zu "überpädagogen", weil es ja auch viel Zeit für die Beobacchtungsbogen drauf geht, dank Kibiz, und da hat jedes normal entw. Kind mal schnell eine Auffälligkeit. Es ist ja auch gerade "in" die Kinder zu fördern wo es nur geht und die Kinder zu therapieren, wo es nur geht. Dabei kann man als Erzeiherin schon mal schnell das Spiel und das Kind ansich vergessen- bevor ich erzieherisch handele schreib ich einen Bogen und schick das Kind zu Therapeuten! Der neue Aufgabenbereich einer Erzieherin...wenn man nicht aufpasst und sich auf das wesentliche im Kiga besinnt und ein Team da hineingerät...

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Re: Ein etwas ironischer Nachtrag z Erzieher-Dasein

Antwort von Annadre am 22.04.2010, 22:36 Uhr

Kann ja mal die Erzieher bei Euch gar nicht verstehen. Bin selber EZ und Mama.
Wenn die EZ wissen das ihr morgens sehr gut Frühstückt dann sollen sie deine Tochter doch mit Essen in Ruhe lassen. Dran erinnern ist OK aber nicht immer wieder drauf einreden. Bei uns in der Einrichtung war es immer so das die Kinder einen bestimmten Zeitraum zum Frühstücken hatten und wir kurz vor Schluß nochmal dran erinnnert haben das die zeit bald rum ist. Wer dann nichts gegessen hatte, mochte nix oder hatte eben Pech.
Beim Mittagessen haben sich die Kinder das Essen immer selbst aufgetan (alle auch die 3 jährigen mit Hilfe). Da kann dann jedes Kind entscheiden wieviel es essen möchte. Wie ich rausgelesen habe gibt es im KIGA kein warmes Mittag also entscheidet doch jedes Kind habe ich Hunger oder nicht.

Kinder mit 4 Jahren haben noch nicht den Drang immer irgendwo mitzuspielen sie beschäftigen sich auch mal gerne alleine oder schauen anderen zu das fördert auch ihre Entwicklung.

Vielleicht solltest Du mal den Vorschlag machen das Du einen Tag im KIga hospitierst und dir das "total andere Verhalten" deiner Tochter anschauen kannst.


Andrea

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Re: Ein etwas ironischer Nachtrag z Erzieher-Dasein

Antwort von Karina71 am 23.04.2010, 10:01 Uhr

Huhu,

ich (und die anderen 14Uhr-familien) gebe Brote etc als Mittagessen mit. Warmes Essen gibts bei uns nur fuer die Ganztagskinder, aber das ist auch kein Problem...
Dass sie nicht fruehstuecken muss dort, habe ich vor ein paar Monaten schon geklaert, das scheint auch zu klappen. Umso mehr ist mir halt aufgestossen, dass das Mittagessen jetzt so auffaellig sein soll. Manchmal isst sie ja sogar dort noch Fruehstueck und nach dem Mittag ist die Dose tatsaechlich leer. Das mit dem Zeitraum ist bei uns genauso, bis 10 ist freies Fruehstueck. Nachfragen bzw erinnern finde ich auch gut, mache ich sogar zuhauise so, weil bei uns (bis auf seltene Ausnahmen) nur am Tisch gegessen wird, und wenn wir fertig sind, wird abgeraeumt. (Schatz, das ist Dein Mittagessen/Abendessen etc. Bist Du fertig? Es gibst dann erst wieder was nach dem Spaziergang/morgen frueh/etc.) und das klappt gut. Wer keinen Hunger hat, braucht nicht essen. :-)
Wir haben doch auch nicht immer gleich viel Hunger, oder?

Sie ist ansonsten voellig gesund und gross und normalgewichtig.

Hospitieren ist kaum moeglich, ich hab ja noch das Baby, und wenn wir da sind, ist der immer die Attraktion... mit stillem Beobachten ist da nichts... :-D
Ich bin aber eh taeglich da, ich krieg auch so viel mit, denke ich- nur eben nicht, dass das Verhalten auffaellig sein soll ;-)

Lieben Gruss, Karina

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Re: Elterngespraech-EInzelgaenger?

Antwort von perelin18 am 27.04.2010, 8:58 Uhr

Wow...
laß Dich - und vor allem Deine Tochter - nicht stressen. Für mich klingt das alles total normal. Selbst, wenn ihr nicht "vorfrühstücken" würdet, gibt es gute und schlechte Esser - dazu liest man doch auch in entsprechenden Pädagogiscen Schriften immer wieder das gleiche, nämlich, daß man einfach machen lassen soll (aber eine Frage habe ich: gibt es da kein warmes Mittagessen? Bis zwei kommt mir ziemlich lang vor?)
Und zum Essen zwingen geht ja mal gar nicht und das dürfen sie selbstverständlich auch nicht (das hatte neulich eine unerfahrene Praktikantin bei meiner Tochter gemacht, ich bin schier Amokgelaufen, hab die Pädagogische Begründung für diesen" "Körperlichen Zwang" erfragt und der gesamte Kindergarten hat sich geschämt, entschuldigt und gut ist)

zum Einzelgängertum: ich finde das auch völlig normal, ich war immer sehr Erwachsenenfixiert, dementsprechend nicht so sehr im Kinderspiel involviert, meine Tochter saß das erste Kindergartenjahr ziemlich alleine in der Beobachterposition (weil SIE das wollte) - danach ist der Knoten geplatzt und sie ist voll "aktiv" integriert, laut, zT dominant, hat halt nen Heidenspaß mit den anderen Kindern.
Auch hier müßten Eure "Erzieherinnen" nur mal einen Blick in die relevante Literatur werfen - zum einen ist es "normal", zum anderen liegt es an ihnen, "Integrationsmöglichkeiten" ANZUBIETEN, nicht aufzudrängen etc...
Frage mich aber schon, was für ein Menschenbild / Verständnis von Kindern diese Menschen haben...

Immer daran denken: solange es für Euch in Ordnung ist, ist es in Ordnung. Ihr zahlt viel Geld für den KiGa, der bietet Euch eine Dienstleistung, ihr habt das Kommando. Nicht einschüchtern lassen.
Und: ich würde im Zweifelsfall die Erlaubnis zurücknehmen, daß der KiGa mit der späteren Schule in Kontakt treten darf (sofern ihr sie gegeben habt) - sowas kann den Ruf eines Kindes prägen. Wenn dann ein dummer Lehrer kommt, ist er gleich schon vorbelastet Deiner Tochter gegenüber.

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