Stillen, zu Hause klappt es meist besser!

Stillen, zu Hause klappt es meist besser!

© fotolia, famveldman

Junge Mütter fragen sich oft, wieso das Stillen zu Hause plötzlich viel besser klappt als in der Klinik? Dafür gibt es mehrere Gründe.

Das Stillteam muss erst zusammenwachsen

Meistens dauert es eine Woche bis zehn Tage, bis Mutter und Kind zu einem Stillteam zusammengewachsen sind. Direkt nach der Geburt ist alles noch ganz neu: Sie und Ihr Baby lernen sich erst kennen, gewöhnen sich an die neue Situation. Ihr Körper braucht Zeit, um sich zu erholen - Ihr Kind, um anzukommen. Viele Neugeborene trinken die ersten 24 Stunden hindurch nichts oder wenig. Sie schlafen lieber. War die Geburt sehr anstrengend oder nach einem Kaiserschnitt ist die erste Erholungsphase sowieso zwei, drei Tage länger. Anfangs sind Sie also eigentlich auch ohne Stillen schon gut ausgelastet. Daher ist es eher günstig, dass die Milch erst zwischen dem dritten und vierten Tag einschießt. Nach einer langen Geburt oder einem Kaiserschnitt häufig sogar erst zwischen dem vierten und fünften Tag.

Stillzimmer in der Klinik nutzen

Manchen Frauen ist das Stillen auf der Wochenstation zu stressig. Die Zimmernachbarinnen und die Besucher stören sie. Tipp: Die meisten Stationen haben eigene Stillzimmer, die nur den Müttern mit ihrem Baby offenstehen. Hier können Sie sich in Ruhe zum Stillen zurückziehen.

Hilfe auf der Wochenstation annehmen

Krankenschwestern, Hebammen oder Stillberaterinnen zeigen Ihnen gern verschiedene Stillpositionen. Sie sind auch ansprechbar, wenn Sie Fragen haben. Aktuell ist die Personaldecke auf vielen Wochenstationen aber leider dünn. Daher hat das Personal dort häufig nicht so viel Zeit, wie es sich wünschen würde. Daher kommt es vor, dass es manchmal nicht so ganz klappt mit der individuellen Unterstützung beim Stillen.

Entspannter: Zuhause ist es ruhiger

Das Stillen soll eine schöne, geruhsame Angelegenheit sein, die Mutter und Kind einander näherbringt. Daheim, in der gewohnen Umgebung, kommen viele Mütter einfach leichter zur Ruhe. Oft hilft es auch, dass mit der betreuenden Hebamme nur noch eine Fachfrau da ist: Mitunter erleben die Frauen auf Station, dass die Ansichten zu manchen Dingen auseinander gehen. Das kann verwirrend sein. Daheim finden die Mütter zudem leichter ihren Appetit wieder. Das ist hilfreich, denn gut und ausgewogen zu essen, ist wichtg für die Ernährung. Und bitte daran denken: Sie brauchen pro Tag auch drei bis vier Liter Flüssigkeit.

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