Hebamme Martina Höfel

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Martina Höfel

   

 

Vermehrtes Aufwachen in der Nacht

Liebe Frau Höfel,
Mein Sohn ist jetzt 7 Monate alt. Er wird immer noch hauptsächlich gestillt, isst mittags eine Portion Brei und abend ganz wenig vom Getreide-Obst-Brei. An manchen Tagen, an denen er in der KiTa ist, bekommt er Flaschenmilch (1er). Unsere Nächte hatten sich relativ schnell eingependelt auf ein bis zwei Stillpausen in ca. 11 Stunden Nacht. Seit etwa 6-8 Wochen wacht er nun aber wieder vermehrt auf, alle 2-3 Stunden. Ich stille dann jeweils, weil er dann sofort weiterschläft. Er wird aber abends nicht "in den Schlaf" gestillt, schläft aber auch nicht allein ein, sondern ich lege mich daneben. Er liegt mit uns im Elternbett. Nun meine Fragen dazu - kann es ein Fehler sein, ihn nachts zu stillen, wird er es sich dann "angewöhnen" immer aufzuwachen? Ich habe aber den Eindruck, er hat eben Hunger. Ich halte nichts von Schreien lassen und anderen Methoden, aber würde ihm gern ganz sanft beibringen, etwas länger zu schlafen, zumal ich schon wieder arbeite und dadurch ganz schön geschlaucht bin...Danke, Anita

von AnitaT am 25.04.2008, 18:20 Uhr

 

Antwort:

Vermehrtes Aufwachen in der Nacht

Liebe Anita,

das Verhalten Ihres Kindes ist völlig normal!!!!! Dass Ihr Kind abends/ nachts wieder vermehrt trinkt und öfter wach wird, ist entwicklungsbedingt und hat nichts mit Ernährung oder Elternbett zu tun.
Ob Sie es jetzt Hunger (nach Nahrung oder Körperkontakt) oder Nähebedürfnis (Überprüfen, ob kind sich in Sicherheit wiegen kannn) nennen, ist dabei belanglos.
Und es gibt KEINEN festen Zeitpunkt ab wann ein Baby durchschläft - auch wenn es schon so war und andere Mütter es immer verkaufen wollen!

Studien und die Erfahrung von unzähligen Eltern haben eindeutig gezeigt, dass das nächtliche Aufwachen, das ab etwa vier bis sechs Monaten nachts wieder vermehrt auftritt, entwicklungsbedingt ist.

Die Kinder beginnen um diesen Zeitraum die Welt sehr konkret zu erleben, sie müssen das am Tag Erlebte in der Nacht verarbeiten, sie lernen neue Fähigkeiten (umdrehen, robben, krabbeln, gezieltes Greifen ...), sie beginnen den Unterschied zwischen fremd und bekannt zu erkennen. All dies ist ungeheuer aufregend und auch anstrengend. Dazu kommt, dass sich die Zähne verstärkt bemerkbar machen, dass vielleicht die erste Erkältung kommt, KITA-Leben verdammt aufregend ist und, und, und ... Es gibt jedenfalls genügend Gründe dafür, dass das Kind unausgeglichen ist und nachts häufiger aufwacht.

Für die Mütter ist es meist schwer, diesen „Rückschritt" zu akzeptieren. Doch in Wirklichkeit ist es ein Fortschritt, denn Ihr Kind hat wichtige neue Entwicklungsschritte gemeistert und ist dabei noch weitere anzugehen. Außerdem paßt vom Alter ein Wachstumsschub.

Haben Sie ein wenig Geduld mit sich und Ihrem Kind und versuchen Sie sich den Alltag so einfach wie möglich zu machen, damit Sie trotzdem genügend Ruhe für sich bekommen.

Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 25.04.2008

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