Schöne Haut trotz Neurodermitis

Junge wird eingecremt

© fotolia, Irina Schmidt

Kinder, die Neurodermitis haben, leiden nicht nur unter dem grässlichen Juckreiz, sondern auch unter den schuppigen und entzündeten Hautstellen.

Mit ein paar wichtigen Verhaltensregeln können Eltern versuchen, den nächsten Krankheits­schub hinauszuzögern, damit die empfindliche Haut des Kindes die Möglichkeit hat, sich zu erholen und wieder schön rosig und zart wird.

Allergieauslösende Stoffe vermeiden

Neurodermitis ist eine allergische Erkrankung. Deshalb ist es besonders wichtig, die auslösenden Stoffe und Momente zu ermitteln, die den nächsten Krankheitsschub auslösen können. Beobachten Sie Ihr Kind: Wann juckt die Haut besonders? Wann beruhigt sie sich? Achten Sie darauf, was es isst und führen Sie am besten Tagebuch darüber. Notieren Sie sich auch wie die Haut aussieht und ob das Kind Aufregung hatte. Ihr behandelnder Arzt wird Allergietests machen und versuchen, die wichtigsten Stoffe herauszufiltern, auf die ihr Kind besonders sensibel reagiert. Um die Krankheit in den Griff zu bekommen, sollten Sie diese Stoffe so konsequent wie möglich meiden.

Basispflege verwenden

Die an Neurodermitis erkrankte Haut kann nicht mehr genügend Fettstoffe produzieren, um ihre natürliche Hautbarriere aufzubauen. Die Folge: Die Haut verliert ihre Fähigkeit Feuchtigkeit zu speichern, sie wird extrem trockenen und kann keine ausreichende Barriere gegen Keime aufbauen - Entzündungen treten auf. Um die Haut zu schützen, sollten Sie "Basispflege" aus der Apotheke verwenden. Sie ist frei von Farbstoffen, Parfums oder Konservierungsstoffe, die die Haut reizen. Basispflege enthält auch keine Wirkstoffe, spendet der Haut aber Fett und Feuchtigkeit und hält sie so weich und geschmeidig. Auch in guten, symptomfreien Phasen sollte die Haut von Neurodermitikern konsequent morgens und abends eingecremt werden.

Vorsicht beim Waschen

Hygiene ist wichtig, doch zuviel Baden und Waschen kann die empfindliche Haut von Kindern mit Neurodermitis zusätzlich austrocknen. Täglich kurz mit geeigneter Waschlotion duschen ist in Ordnung, auch ab und zu ein Babybad ist okay. Für Babys und Kleinkinder mit empfindlicher Haut am besten Ölbäder verwenden, weil sie auf die Haut rückfettend wirken. Außerdem sollte das Wasser eher lauwarm sein - zu warmes Wasser stresst die Haut und trocknet sie zusätzlich aus.

Juckreiz bekämpfen

Kratzen ist ein natürlicher Reflex des Menschen, wenn die Haut unerträglich juckt. Doch die sensible Haut von Neurodermitikern nimmt durch das Kratzen leicht Schaden. Damit die Haut durch das Kratzen der Kinder nicht zu stark verletzt wird, sollten die Fingernägel des Kindes immer sehr kurz geschnitten sein. Etwas lindern lässt sich der Juckreiz mit kühlenden Umschlägen. Sie können einen Schlauchverband anlegen, den man wie einen Strumpf über die Unterarme zieht - er schützt auch die Haut, bei Kratzattacken. Juckt die Haut und zeigen sich Entzündungszeichen, sollten sie eine wässrige Creme verwenden, sie wirkt kühlend und beruhigend. Ist die Haut in einem guten Zustand, besser ein fettreiches Pflegemittel verwenden, das Feuchtigkeit bindet.

Aufregung und Stress vermeiden

Die empfindliche Haut von Neurodermitikern reagiert mit Entzündungsreaktionen nicht nur auf äußere Reize, sondern auch auf innere Reize wie Stress oder Aufregung. Ein ruhiges, entspanntes Umfeld und ein gleichmäßiger, ausgeglichener Tagesrhythmus sind für Babys und Kleinkinder mit Neurodermitis deshalb besonders wichtig. Auch wenn die Krankheit an den Nerven von Kindern und Eltern zerrt - versuchen Sie so ruhig und gelassen wie möglich zu reagieren, das vermittelt Ihrem Kind ein Gefühl von Sicherheit.

Unterwäsche mit Silberbeschichtung

Damit die gereizte Haut nicht zusätzlich strapaziert wird, sollten Kinder mit Neurodermitis möglichst hautschonende Unterwäsche tragen. Baumwolle wird von den meisten Kindern mit empfindlicher Haut gut vertragen. Vor dem ersten Anziehen sollte jedes neue Kleidungsstück gewaschen werden, um überschüssige Farbstoffe zu minimieren. Auf dem Markt gibt es auch Babybodys und Unterwäsche, die mit Silberpartikeln beschichtet ist. Silber wirkt auf natürliche Weise antibakteriell und kann so die schwache Schutzbarriere der überempfindlichen Haut vor Krankheitserregern und Entzündungen schützen.

Zuletzt überarbeitet: April 2019

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