Schnuller abgewöhnen - dem Nikolaus schenken

Schnuller abgewöhnen - dem Nikolaus schenken
Ihr Kind ist schon so groß und mag sich aber immer noch nicht von seinem Nucki trennen? Diesen Monat gibt es gleich zwei tolle Gelegenheiten, den Schnuller endlich loszuwerden. Der Nikolaus nimmt ihn bestimmt gerne mit und zaubert dafür ein besonderes langersehntes Geschenk aus seinem Sack.

Und falls Sie diesen Anlass verpasst haben, eignen sich Christkind oder Weihnachtsmann ebenso gut für ein kleines Tauschgeschäft. Also nutzen Sie die Gunst der Stunde - denn ab einem gewissen Alter hat der Schnuller deutlich mehr negative Auswirkungen als positive.

Der Schnuller - im Babyalter sinnvoll

Babys haben in den ersten Monaten ein starkes Saubedürfnis, das mit den üblichen Nuckelzeiten an Brust oder Flasche oft nicht ausreichend gedeckt werden kann. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, einem Baby zusätzlich einen Sauger anzubieten. Auf diese Weise kann es sich leichter beruhigen, ist friedlicher und schläft auch meistens besser ein. Ein weiterer Vorteil: Schnullerkinder verzichten normalerweise aufs Daumen- oder Fingerlutschen. Das ist besser, denn ein Schnuller lässt sich leichter abgewöhnen (den Daumen kann man ja schließlich nicht wegnehmen) und ist durch seine kiefergerechte, anatomische Form nicht so schädlich. Wissenschaftler vermuten darüber hinaus, dass ein Schnuller in der kritischen Zeit bis etwa 8 Monate sogar einen positiven, präventiven Einfluss in Bezug auf den Plötzlichen Kindstod haben könnte.

Negative Auswirkungen des Saugers

Mit zunehmendem Alter tritt der Nutzen des Saugers allerdings immer mehr in den Hintergrund. Zahnärzte warnen, dass der Oberkiefer verformt wird, was später durch eine aufwendige Zahnkorrektur wieder rückgängig gemacht werden muss. Logopäden weisen außerdem daraufhin, dass auch die Sprachentwicklung gestört werden kann - zum einen durch die Kieferverformung, zum anderen durch den Fremdkörper im Mund, der eine ordentliche Aussprache behindert. Deshalb sollten Sie möglichst bald darauf achten, dass Ihr Kind den Schnuller nur noch zum Einschlafen bekommt. Dann fällt die Entwöhnung später auch leichter.

Wann soll der Schnuller weg?

Für Zähne und Aussprache wäre es gut, wenn die Entwöhnung etwa um den zweiten Geburtstag herum erfolgt. Allerdings gibt es auch immer wieder Kinder, die ihren Nuckel erst mit vier oder noch später abgeben. Am besten lassen Sie Ihr Kind bis dahin regelmäßig vom Kinderzahnarzt anschauen, der am besten beurteilen kann, ob bereits ein Schaden entstanden ist.

Der beste Zeitpunkt

Wenn es soweit ist, wählen Sie eine Zeit aus, in der Ihr Kind gesund und relativ ausgeglichen ist, und wo auch Sie selber mal ein paar nächtliche Stunden opfern können. Häufig sind ein paar schlaflose Nächte oder quengelige Tage der Preis für die Schnuller-Entwöhnung. Viel Aufmerksamkeit, Kuscheln und Streicheleinheiten helfen am besten über diese erste, harte Phase hinweg.

Schnuller nicht in Stresszeiten abgewöhnen

Vermeiden Sie auch Zeiten, in denen eine große Veränderung wie ein Umzug, der Eintritt in der Kindergarten oder dergleichen ansteht. Dann hat Ihr Kind schon Stress genug. Außerdem sollten Sie Ihrem Kind keinesfalls den Schnuller abnehmen, wenn es gerade ein Geschwisterchen bekommen hat. Gerade jetzt hat es vermutlich das starke Bedürfnis noch mal ganz klein zu sein, um Mamas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Schnuller einem Baby schenken

Eine schöne Tradition ist es, die Schnuller hübsch in einer Schachtel verpackt dem Nikolaus mitzugeben, damit er sie einem neugeborenen Baby schenkt. Hier können Sie an den Stolz Ihres Kindes appellieren, indem Sie ihm erklären, dass es ja schon so groß ist und ihn nicht mehr braucht, das arme kleine Baby aber gar keinen Schnuller hat. Falls gerade kein Nikolaus zur Stelle ist, können Sie die Schnuller auch gemeinsam mit Ihrem Kind bei einer befreundeten Familie abgeben, die gerade Nachwuchs bekommt.

Nikolaus und Christkind

Nikolaus, Weihnachtsmann oder Christkind bieten sich als "Autoritätspersonen" an. Auf diese Weise sind Sie als Eltern nicht der "Buhmann". Bereiten Sie Ihr Kind vor, reden Sie mit ihm, aber respektieren Sie es auch, wenn es sich weigert, den Schnulli herzugeben. Solange es ihn selbst gegen das tollste Geschenk nicht eintauschen mag, ist es eben einfach noch nicht so weit.

Übrigens: kein Problem, wenn Sie Nikolaus oder Weihnachtsmann verpasst haben. Die Schnullerfee kann ja das ganze Jahr kommen.

Und wenn’s trotzdem nicht klappt?

Bitte bleiben Sie entspannt. Die meisten Kinder geben den Schnuller irgendwann mehr oder weniger freiwillig ab, weil sie ja kein Baby mehr sein möchten und sich vor ihren Freunden genieren. Solange ein Kind partout nicht darauf verzichten kann, sollte man auch keinen allzu großen Druck ausüben. Der Schnuller ist eben auch ein wichtiger Seelentröster in der Not. Denken Sie dann aber auch mal darüber nach, ob ihrem Kind vielleicht ein paar Kuscheleinheiten oder Aufmerksamkeit fehlen oder ob es irgendwelche Probleme z.B. im Kindergarten haben könnte, über die es nicht sprechen mag.

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