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Angst vor dem Stillen

Thema: Angst vor dem Stillen

Hallo zusammen, Ich weiß, stillen ist ein sensibles Thema und man wird oft verteufelt, wenn man nicht stillen möchte. Seid bitte nicht allzu streng mit mir. Ich möchte mein Kind stillen, wirklich, weil ich davon ausgehe, dass es nur so alle Nährstoffe bekommt, aber gleichzeitig macht mir der Gedanke schreckliche Angst. Die Vorstellung, dass aus meiner Brust Milch kommt widert mich richtig an und ich habe auch total Angst vor den Schmerzen. Auch die Sache, dass da mein Baby an die Brust geht finde ich seltsam, obwohl es das natürlichste auf der Welt ist! Ich verstehe mich selber nicht! Ich mache mir mehr Gedanken um diese Sache als um die Geburt! Bitte beruhigt mich ein wenig Übrigens ist es meine erste Schwangerschaft, geplant und gewünscht. Liebe Grüße, Grün

von Grün am 07.10.2020, 11:50



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Hmm also die Angst vor den Schmerzen kann ich dir nehmen. Bei mir hat es nur anfangs weh getan, ca 2 Wochen lang. Und es war nie so wund, dass es geblutet hat. Das mit dem Ekel ist ne andere Sache. Keine Ahnung, wie man dir da raus helfen kann. Ich finde stillen was total schönes. Es schafft eine innige Verbindung zwischen Mama und Kind. Und praktisch ist es auch. Da muss man unterwegs kein Pulver, Flaschen oder sonst was mitschleppen. Und nachts nicht aufstehen. Du kannst es ja ausprobieren und wenn es so gar nichts für dich ist, kannst du es ja immer noch lassen. Wenn das Baby das Kolostrum an Anfang bekommen hat, ist das ja auch was wert. Eine gute Stillbeziehung klappt nur, wenn du das auch möchtest. Wenn nicht, würde ich lieber die Flasche geben. Da habt ihr dann beide mehr davon.

von CarmenMS am 07.10.2020, 11:56



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Erstmal lieben Dank für deine Antwort ohne jegliche Vorwürfe ! Vielleicht muss ich es echt einfach ausprobieren, auch wenn mein Kopf mir jetzt noch "Nein" sagt. Kann man denn einfach aufhören wann man will? Läuft die Milch nicht trotzdem, bzw. Wann kann man das denn stoppen? Sind das Fragen die ich meiner Frauenärztin stellen kann? Wow ich kenne mich echt kaum aus, vielleicht ist das ja der Grund für die Panik..

von Grün am 07.10.2020, 12:01



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Stillen klappt nach Bedarf. Wenn du nicht mehr stillen willst, kannst du ne Tablette nehmen und das was noch kommt ausstreichen, bis irgendwann nichts mehr kommt. Dazu Pfefferminztee und Salbeitee. Das hemmt die Milchbildung.

von CarmenMS am 07.10.2020, 17:36



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Du wirst ganz anders drüber denken wenn dein Würmchen das erste mal an die Brust gelegt wird. Bei ner normalen Geburt direkt nach der Geburt um die Milch Bildung anzukurbeln. Das praktische daran. Immer mit, immer die richtige Wärme und im Grunde das beste was du deinem Baby geben kannst. Anfangs kann es echt mega wehtun. Das Baby muss es auch erstmal lernen. In der Regel hat sich das nach 2 Wochen eingependelt. Ich empfehle dir ein Zinnhütchen, das legst du nach dem stillen auf die Brustwarze. Läuft mit Milch voll und die Milch heilt die Brustwarze. Innerhalb 2 Tagen war alles fut bei mir. (hatte ein Mini Loch in der Brustwarze) mit Salben hätte das ganze viel viel länger gedauert Wirklich die ist Goldwert aber auch etwas teurer. Trau doch daran. Und selbst wenn dein kleines öfter an die Brust will denk bitte nicht das du zu wenig Milch hast. Es gibt die cluster phase. Ganz normal. Die richtige Milch kommt erst nach ungefähr 3 Tagen. Alles kein Problem vertrau dir und deinem Baby

von Mumofthree am 07.10.2020, 11:59



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Auch dir, vielen Dank für deine liebe Antwort! Und danke für den Tipp mit den Zinnhütchen. Die werde ich mir besorgen, habe öfter davon gelesen. Ich hoffe sehr dass sich meine komische Denkweise ändert sobald mein Krümel da ist, ich will es dem Baby echt nicht vorenthalten gestillt zu werden

von Grün am 07.10.2020, 12:05



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Hallo Grün, vielleicht wäre ein Stillkurs oder generell ein Besuch bei einer Laktationsberaterin vor der Geburt etwas für dich? Bei meiner Tochter habe ich so einen Kurs kostenfrei machen können. Der wurde vom Krankenhaus angeboten. Das nimmt dir dann vielleicht deine Ängste und Sorgen und bestärkt dich in deiner Entscheidung - wie auch immer die aussehen mag Dann kannst du dich auch für den Fall informieren was man machen kann und was man eventuell zu Hause braucht, wenn man nicht Stillen möchte. Ich fand die Vorstellung übrigens auch immer völlig absurd ein Baby anzulegen und schon mal gar nicht in der Öffentlichkeit in der Realität sah das dann ganz anders aus. Es gehörte für mich dann einfach dazu. Witziger Fakt: kurz nach dem Abstillen hätte ich es mir wieder überhaupt nicht mehr vorstellen können. Vielleicht siehst du es nach der Geburt auch als natürlich an. Ich hatte übrigens kaum Schmerzen beim Stillen, hatte aber auch die erste Zeit Stillhütchen, weil Madame nicht anders wollte oder konnte Ich hoffe, du findest eine Entscheidung mit der du dich wohl fühlen kannst Aber ich würde es auch einfach auf mich zukommen lassen. Liebe Grüße

von 1Rabaukenmädchen1klitzeklein am 07.10.2020, 12:15



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Stillen war das schönste für mich. Eine Aufgabe die ausschließlich ich machen konnte. Nichts was man mir weg nehmen konnte. Diese nähe von baby und mir war traumhaft, es war für mich auch nie stressig oder nervig. Schmerzen hatte ich auch keine, zumindest nicht vom stillen. Meine Tochter war damals nur sehr zart und zu schwach um aus der brust zu trinken. Ich hatte aber so gut Milch das die Brüste oft einfach übervoll waren. Das war manchmal unangenehm und hat bisschen gezwickt, etwa wie wenn sie wachsen. Mehr war es nicht. Wichtig beim stillen, lass dir und dem Baby Zeit! Ihr müsst für euch herausfinden wie es am besten funktioniert, wie ihr es gemütlich habt und lasst euch das im Krankenhaus gut zeigen und holt euch für zuhause eine stillberatung. für den Fall der Schmerzen leg dir zuhause kühle Kompressen bereit, brustwarzensalbe und ggf. Stillhütchen. Ach ja: karamalzbier regt die Milchbildung sehr an, Pfefferminztee zb hemmt die Milchbildung. Stress dich nicht, wer weiß wie es dir damit geht wenn du dein Baby in den Armen hältst. Das sind gsnz andere hormone

von Lilalu25 am 07.10.2020, 12:17



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Ich denke es ist normal wenn man am Anfang ein wenig Distanz zum stillen hat, besonders wenn das Baby noch nicht auf der Welt ist. Heutzutage bekommt man das auch einfach nicht mehr mit, Brüste haben in der Gesellschaft eine ganz andere Bedeutung. Sei nicht zu streng zu dir wenn du bisher Angst davor hast. Ich könnte mir das auch lange Zeit nicht vorstellen, letztes Jahr hab ich an der Uni einen Kurs zur Stillbegleitung gemacht. Dabei haben wir frischgebackenen Müttern geholfen und ihrer Fragen beantwortet. Es war wirklich sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Im Krankenhaus werden sie die am Anfang sicher auch helfen. Außerdem Umso mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto natürlicher und normaler wirkte es auf mich. Ich würde dir einfach empfehlen ein paar Dokus zu schauen und Artikel und Berichte andere Frauen zu lesen. Vielleicht hast du ja auch Freunde die ihr Kind stillen oder gestillt haben, sonst rede mal mit ihnen. Das wird dir all deine Sorgen sehr schnell nehmen :) und natürlich muss man dazu sagen dass stillen einfach so viele gesundheitliche Vorteile hat für dein Kind!

Mitglied inaktiv - 07.10.2020, 13:10



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Ich möchte dir so gern die Angst nehmen!! Ich hatte zu keinem Zeitpunkt eine Brustentzündung oder irgendwas dergleichen - es war völlig schmerzfrei. Ich hätte mir auch nie vorstellen können, wie es ist, dass Milch aus der Brust kommt... Das tolle ist: wenn du sie nicht sehen möchtest, musst du auch nicht. Das erste Mal tatsächlich in "Berührung" gekommen bin ich mit meiner Muttermilch, als ich abgepumpt habe und fand es auch ein wenig befremdlich, habe mich aber schnell daran gewöhnt. Ebenso das "Aufstoßen" der Kleinen: ich fand es unangenehmer, als meine Maus mal Premilch wieder rausgebracht hat (ich fand den Geruch von Premilch furchtbar - auch beim Milchbrei anrühren). Ich kann dir wirklich zusichern: ich bin, was meine Brüste angeht, auch sehr eigen - berührungsempfindlich, zeig sie nicht gern in der Sauna :D oder ähnliches...aber habe mich seeehr schnell ans Stillen gewöhnt.

von Josen am 07.10.2020, 13:16



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Liebe Grün, stress Dich nicht! Das Thema Stillen ist etwas ganz individuelles und wie vieles im Leben mit einem Baby etwas, das sich tatsächlich niemand vorstellen kann, der es noch nicht erlebt hat. Wenn du das Gefühl hast, dass es Dir gut tut, so viel wie möglich Bescheid zu wissen, ist eine Hebamme der richtige Ansprechpartner, nicht unbedingt der Frauenarzt oder -Ärztin. Stillberatung, wie schon geschrieben, ist auch eine super Idee, wenn dich das Thema jetzt schon so beschäftigt. Für mich stand schon beim ersten Kind absolut fest, dass ich stillen werde. Beim Geburtsvorbereitungskurs wurde uns einiges erklärt. Nichts hat mich darauf vorbereitet, wie ich es dann im schönsten Babyblues empfunden habe. Aber ich bin mit meinem Baby, unter guter Hebammenbetreuung daran gewachsen und habe schlussendlich gestillt bis er 2,5 war und fand es dann schade, dass es vorbei war. Jetzt freue ich mich wieder auf die Stillbeziehung, sie ist einzigartig und total faszinierend. Fast unglaublich, wie die Milchbildung sich durch die Bedürfnisse des Kindes und gesteuert von Hormonen immer wieder anpasst. Aber auch wenn Du feststellst, dass das wirklich nichts für dich ist, gibt es viele Möglichkeiten, eine liebevolle 'Fütterbeziehung' aufzubauen, und auch die hat Vorteile, zum Beispiel das frühere Einbinden des Papas. Manche Frauen empfinden es als unangenehm oder unmöglich, die Brüste gleichzeitig als Nahrungsquelle und als Quelle von sexueller Lust zu sehen. Das meine ich bei Dir ein bisschen rauszuhören? Mach Dir das vor allem erstmal bewusst, wenn es denn so ist, ohne Dich dafür zu schämen. Das ist eben so und weder ungewöhnlich noch schlimm. Vielleicht kann auch da ein offenes Gespräch mit der Hebamme helfen, oder mit dem Partner.

von Hope2020 am 07.10.2020, 13:25



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Ich kann dich vollkommen verstehen! Ich bin auch mit dem 1. Kind schwanger, werde es dem Kind zu liebe versuchen, damit es die wichtigen Antikörper zumindest die erste Zeit bekommt und vielleicht ändere ich meine Meinung ja zum positiven hin. Und klar bei jeder Frau sind die Erfahrungen damit auch anders, aber: jetzt in der SS sind meine Brüste noch empfindlicher also vorher schon und wenn mein Mann mich da anfasst bekomm ich schon eine halbe Krise. Wenn ich mir vorstelle, dass dann mein Kind daran trinkt... puh find ich schon hart. Ich finds auch nicht schön zu wissen, dass da Milch rauskommt, ich finde es befremdlich! Am liebsten würde ich von Anfang an die Flasche geben, aber ich will es wenigstens versuchen! Schön ist das Gedanke aber nicht für mich, es stresst mich maximal. Am liebsten würd ich eine Tablette nehmen, die Milchbildung stoppen, keine mögliche Entzündung haben, Milch die aus der Brust läuft, iwelche Stilleinlagen und und und. Mal sehen wie es wird... Der einzige Grund, warum ich es versuchen will ist, dass keine der Premilch eben die der Mutter wegen den Antikörpern ersetzt. Eher würde ich noch abpumpen, weil sich das für mich zumindest teilweise besser anfühlt, wie das Kind daran zu lassen.

von herewego am 07.10.2020, 14:19



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Was die Schmerzen angeht, kann ich das für mich persönlich leider nur bestätigen. Bei jedem meiner drei Kinder kam Blut und ich habe zwei Wochen lang messerscharfe Schmerzen bis sich alles einpendelt. Was den Ekel angeht, kannst du nur abwarten und sehen ob du es überhaupt auch nur mal probieren möchtest. Wenn nicht, hat es sich erledigt, niemand wird dich zwingen zu stillen. Wenn du es versuchst, kann es sein, dass es klappt und du dabei bleibst, oder es klappt nicht, und du gibst vielleicht wieder auf - mit oder ohne Ekel. Passiert vielen, die stillen möchten, genauso. Den Ekel kann dir niemand nehmen.

von Maxi4 am 07.10.2020, 14:26



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Hallo Grün! Ich fand die Vorstellung zu stillen früher ganz gruselig. In der Schwangerschaft mit meiner Tochter war es dann so, dass ich es mir vorstellen konnte, aber mir gedacht hab, mal sehen, ob es überhaupt funktioniert. In Endeffekt lief es problemlos, bis auf zu viel Milch (ständig wieder raufgespuckt). Mit 8 Monaten hat sie sich abgestillt und nie ein Fläschen gebraucht. Für mich war dann klar, auch Nr. 2 wird gestillt. Jetzt stille ich meinen Sohn (4 Monate) - läuft gut, es aber ich bin jetzt dann auch froh, wenn wir mit Brei beginnen und ich nicht mehr über und überall blank ziehen muss ;) bei meiner Tochter war es genauso. Die ersten Monate hat es mich gar nicht gestört und dann wird es eh schon weniger. Lass es auf dich zukommen und Berufe, für alles offen zu sein. Bei einer Beratung würde ich dann deiner Stelle drauf achten, dass die nicht dogmatisch ist, ich glaube, das würde dich noch mehr verunsichern. ( Meine ganz liebe Hebamme hat gemeint, in der Schwangerschaft denkt man, Mal schauen und nach der Geburt entwickelt man durch die Hormone den reinsten Ehrgeiz, dass es funktionieren muss -ich war dann schon fast gehen dass stillen eingestellt, nur um mir zu beweisen, dass ich nicht meine Meinung ändere ;))

von ml1820 am 07.10.2020, 14:39



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Ich hatte vor dem ersten Kind auch Bedenken, aber dann war es so schön, diese innige und enge Beziehung zu dem Baby zu haben. Habe nach 1,5 Jahren nur abgestillt, damit in der neuen Schwangerschaft nichts schief geht und das zweite Kind optimal versorgt ist. Meine Brust hat das super reguliert, da lief außer am Anfang auch nie was ungewollt. Am Anfang tat es weh, aber auch das hat sich schnell reguliert. Probiere es einfach aus und setz dich selbst nicht unter Druck. Grüße aus dem Dezemberbus

von Meike789 am 07.10.2020, 14:59



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Ich danke jeder einzelnen werdenden Mami hier! Ihr habt mir alle so lieb geantwortet, niemand hat mir Vorwürfe gemacht oder mich für verrückt erklärt :D Ich werde eure Tipps mal befolgen und es einfach mal ausprobieren, wenn es so weit ist. Liebe Grüße

von Grün am 08.10.2020, 00:13



Antwort auf Beitrag von Grün

Ich kann dir nur empfehlen zu versuchen, dass du die Angst verlierst. Jede Mutter bei der das Stillen funktioniert, sagt dir wohl wie toll es ist. Und die Gesellschaft erwartet heutzutage einfach, dass man am Besten so lange wie möglich stillt, weil es das Beste für dein Kind ist. Aber gleichzeitig kann einem genau das wirklich zum Verhängnis werden... Ich konnte aus diversen Gründen nicht stillen, egal wie sehr ich es versucht habe. Mein Wochenbett wurde so zur absoluten Hölle und ich wurde fast depressiv, weil ich mir solche Vorwürfe gemacht habe. Dabei stand ich dem Ganzen zuvor sehr offen gegenüber und hatte auch Stillkurse etc gemacht. Es war wirklich eine furchtbare Zeit für mich und vor dem Wochenbett habe ich auch wieder richtig Angst... Ich hatte dad Glück eine sehr gute Hebamme zu haben, die mich begleitet und unterstützt hat und so konnte ich zumindest 3 Monate abpumpen, was zwar schrecklich war, aber mir zumindest das Gefühl gegeben hat als Mutter nicht zu „versagen“, weil ich sie nicht gestillt habe. Einige werden das sicher nicht verstehen, aber die Blicke der stillenden Mütter, die ich abbekommen habe, wenn ich die Flasche rausgeholt habe, waren am Anfang richtig hart. Ich will dir wirklich keine Angst machen, aber bitte versuche dich nicht jetzt schon verrückt zu machen, denn dann können deine Hormone dich im Wochenbett echt fertig machen, falls es nicht klappt. Jetzt weiß ich, dass es meinem Kind nicht geschadet hat, wir trotzdem eine perfekte Bindung haben und sie war im Vergleich zu bekannten Stillkindern sogar seltener krank (das kann natürlich auch Glück sein;)). LG Salva

von Salva15 am 08.10.2020, 07:55



Antwort auf Beitrag von Salva15

Hallo Salva, Jetzt hab ich im Nachhinein ein schlechtes Gewissen bekommen. Kann sein, dass sich durchaus auch von meinen Blicken Fläschchen gebende Mütter getroffen gefühlt haben. Allerdings hab ich dabei nicht gedacht: das arme Kind, oder was auch immer du dir vorgestellt hast. Sondern meine Gedanken gingen in die Richtung: ojeh, bei der funktioniert das stillen nicht, jetzt hat sie denn ganzen Aufwand mit den Fläschchen. Hab ich ein Glück, dass ich das nicht auch noch auf die Reihe kriegen muss. Ich bewundere wirklich jede, die das mit Fläschchen, abpumpen und diversen Kombinationen hinbringt. Mir ist bewusst, dass ich das das Glück habe, faul sein zu können.

von ml1820 am 08.10.2020, 09:57



Antwort auf Beitrag von ml1820

Oh nein, da brauchst du kein schlechtes Gewissen haben:)! Ich habe sicher viele Blicke auch einfach überbewertet, weil es mir eben zu Beginn selbst sehr schlecht damit ging, dass es eben nicht geklappt hat. Im Nachhinein hatte es natürlich aber auch viele Vorteile, denn für mich war es nie Stress mit der Flasche. Mein Mann bringt sie z.B schon immer ins Bett, sie schläft in ihrem Bett ein, ich konnte sie später auch ohne Probleme beim Papa lassen und sie hatte zum Großteil einfach von Anfang an längere Schlafphasen, etc.. Außerdem musste ich auch einfach erst lernen, dass man als Mutter ja eh „alles“ falsch macht ! Ich denke jede Frau muss ihren Weg finden und solange man einfach weiß, man will für sein Kind nur das Beste, dann ist das auch richtig so! Und ehrlich gesagt kenne ich mittlerweile auch Frauen, die nicht stillen, weil sie froh sind wieder Rauchen und Trinken zu können. Das finde ich persönlich absolut unverständlich, aber wenn sie darauf nicht verzichten könnten, dann ist es für sie auch die richtige Entscheidung bevor sie wie andere Frauen stillen und dabei Rauchen und Trinken;)! LG Salva

von Salva15 am 08.10.2020, 11:33



Antwort auf Beitrag von Grün

Hey, mir hat eine Serie Babies bei Netflix über Nahrung geholfen. Da wurde mir sehr bewusst, welche Vorteile die Muttermilch hat( wobei ich den Namen auch schon nicht sexy finde). Übrigens hilft mir auch der Gedanke, dass man beim Stillen sehr viel Kalorien verbraucht, der Körper sich schneller zurückbildet , sich also körperlich schnell wieder sexy fühlt. Und falls du wirklich nicht willst, lass es. Keiner zwingt dich dazu. Nimm Dir selbst den Druck raus, dann hat man manchmal wieder einen neuen Blick auf Dinge. LG

von Nessi191 am 08.10.2020, 09:50



Antwort auf Beitrag von Grün

Hallo aus dem September :) Zu dem Ekel-Problem wurde ja schon viel kommentiert, da habe ich nichts mehr hinzu zu fügen, ich wollte dir nur auch noch Mut machen, es zumindest auszuprobieren. Ich hatte auch ziemliche Bedenken vor entzündeten, blutigen brustwarzen und nichts dergleichen ist passiert. Die ersten drei Sekunden des saugens sind schmerzhaft, und dann, wenn sich das Kind eingegroovt hat fühlt es sich finde ich so an, wie kleine Fische die an der Haut rumzuppeln, wie bei diesen fußbadtherapien :D (ich hoffe das ist für dich jetzt ein positiver Gedanke und wirkt nicht abschreckend ;)) und meine Befürchtung das ganze stillen merkwürdig zu finden haben sich spätestens dann in Luft aufgelöst, als ich die witzigen Grimassen meines Kindes beim andocken gesehen habe. Jetzt mit vier Wochen sieht man schon eine Begeisterung im gesichtsausdruck, wenn sie weiß, dass es gleich was zu trinken gibt. Nur Mut! Ich glaube schon, dass es sich lohnen wird, wenn du dich überwindest! Und wenn nicht, dann wird es dem Kind bei so einer reflektierten, kümmernden Mutter auch nicht schlechter gehen. Alles Gute dir!

von 13092020 am 08.10.2020, 18:37



Antwort auf Beitrag von Grün

Huhu, ich wollte einfach schnell sagen, dass es bei mir beim ersten Mal andocken gar nicht weg getan hat. Ich habe nur gedacht: "Huch!? So fühlt sich das also an." Ich musste eigentlich sogar lachen, weil es sich so merkwürdig (einfach ungewohnt und unerwartet) angefühlt hat.

von Maikiki am 09.10.2020, 07:06