Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Trinksuppe

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Hallo,
Mein Sohn (2,2 J) mag kein Gemüse, aber trink gerne Grüne Smoothies (Spinat/Feldsalat mit Birne und Banane am liebsten). Jetzt überlege ich ihm Trinksuppe im Becher anzubieten. Kann ich gekochte Gemüse mit rohem Gemüse mischen? Welche Gemüsekombination könnte gut schmecken?
Danke und beste Grüße

von Sonnenblume 1812 am 21.02.2021, 17:17 Uhr

 

Antwort auf:

Trinksuppe

Hallo Sonnenblume 1812
klar, kannst du machen. Wenn es deinem Sohn schmeckt und er es gerne mag - erlaubt ist hier das, was schneckt und freiwillig und gerne angenommen wird.
Seit langem schon sind derlei Suppenkreationen beliebt unter den PürierstabbesitzerINNen der ersten Generation "Pürierstab!.
Auf Messen wurden solche Suppenkreationen gerne als Vorführrezepte genutzt, um die Vorzüge des Pürierstabs zu zeigen. Denn das Süppchen ist im Nu fertig und essbar.
Im Wesentlichen bestehen diese Kreationen aus gegarten Kartoffeln als Grundlage. Die gegarte Kartoffel kommt als einzige bereits fertig gekochte Zutat in die Suppe. Sie wird mit den übrigen, rohen Zutaten, plus Gewürzen und heißem Wasser in das Püriergefäß gegeben und püriert. Nach dem Pürieren sind die ehemals rohen Zutaten immerhin halbgar bzw weich und sämig. Alles zusammen ist somit zu einer Art Smoothie-Suppe vereint.
Je härter die rohen Zutaten (bspw Möhre, Sellerie, etc), desto eher ist das vorherige Zerkleinern sinnvoll.
Alle verwendeten Zutaten müssen roh genießbar sein.
(Nicht geeignet sind somit bspw grüne Bohnen oder Auberginen)
Natürlich geht das alles auch im Mixer.
Sehr gut zusammen passen Kartoffel/Möhre. Kartoffel/Möhre/Staudensellerie. Kartoffel/Gurke(Zucchini)/Avocado. Kartoffel/Blumenkohl/Curry.

Anstatt Wasser kannst du eine selbstzubereitete Genüsebrühe verwenden. Damit erhöhst du den Vitamin-Mineralstoff-Spurelement-etc-Gehalt.
Beispielrezept für eine super einfache Gemüsebrühe

Zutaten:
80g Sellerie, 100g Möhre, Lauch, Petersilie, 1 Lorbeerblatt, Salz, Wasser

Gemüse waschen, putzen, waschen, schneiden
alles zusammen in einen Topf geben, etwas Wasser zugeben, Deckel auflegen und aufkochen lassen. Deckel abnehmen, Temperatur runterdrehen, ca 10 min weiter köcheln lassen. Wasser zugeben, bis das Gemüse bedeckt ist.
Deckel wieder aufgeben. auf kleiner Flamme ca 1/2 h köcheln lassen.
Das Ganze (am besten über Nacht) auskühlen lassen. Aug eden Fall gut abkühlen bevor es weiter geht. Das Gemüse zieht nach und gibt auch Geschmack ab.
ein Passiertuch oder ein sauberes Geschirrtuch (frei von geruchsintensiven *Waschpulvern) in das Sieb legen und die Brühe mit dem Gemüse darauf schütten.Das Tuch oben zusammen nehmen und mit den (frisch gewaschenen) Händen kräftig ausdrücken. Deshalb muss die Brühe auch eine deutlich kühlere Temperatur haben.Die Geschmacksstoffe und Farben, wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe etc sind in die Brühe gewandert.
Abschmecken, ggf Salz zufügen. Fertig.
Vor dem Verzehr nochmals aufkochen. Reste können aufbewahrt werden.
(*das Passierttuch sollte natürlich frei sein von Waschmitteresten, Duftstoffen aus dem Waschvorgang).



Es ist natürlich prima, wenn du deinen Sohn mit derlei Suppen-Smoothies zum Suppenliebhaber und damit zum Gemüsefreak ummodeln kannst. Probiere es aber ruhig auch mit ganz gewöhnlichen Suppen, die ihr alle gemeinsam am Tisch sitzend aus einem Teller/Schale löffelt.
Statt Teller oder einer Suppenschale sind auch kleine Gläschen oder kleine Tassen beliebt. Statt einem größeren Suppenlöffeln kann dein Kind auch einen kleinen Löffel bzw seinen ganz eigenen (bunten) Löffel benutzen. So macht das Löffeln nämlich häufig gleich mehr Spaß. Der Vorteil beim Löffeln ist der langsamere Genuss mit allen Sinnen, wobei die Suppe gut eingespeichelt und geschmeckt werden kann.

Beliebt sind für den Anfang Mischungen aus Möhre plus Kokos oder Süßkartoffel/Kokos. Aber auch Kürbis oder Möhre/Kartoffel ist für den Anfang wunderbar.
Mit einem Klecks Schmand oder nicht gesüßter Schlagsahne als Topping obenauf, sieht die Suppe nicht nur wunderschön aus, sie schmeckt auch gleich noch mal so gut.
Serviere eine neue Suppe ruhig binnen einer Woche jeden Tag in einer täglich wiederkehrenden Routine. Das steigert den Gewöhnungseffekt und macht dir weniger Arbeit.

Einn toller Begleiter, der die Attraktivität von Suppen steigert, sind Croutons.
Broscheibe in kleine Würfel schneiden, in Öl oder Butter leicht anbraten. Fertig.

Also dann
Grüße
Birgit Neumann

P.S. im Anhang noch ein Bild "Gemüsebrühe" mit Staudensellerie, Möhre, Zuchini und ZItronenschalenabrieb, u.a. Zutaten

von Birgit Neumann am 22.02.2021

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