Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Wichtige Frage zu Kindstod!

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Habe vor 4 Wochen per Kaiserschnitt in der 35. SSW wegen Hellp-Syndrom entbunden.
Unserer Kleinen geht es sehr gut und kann am Wochenende nach Hause kommen.
Endlich...!
Nun, sie bekam 2 Wochen die Muttermilch musste dann aber abstillen, da sie immer mehr benötigte und ich nicht mehr geben konnte.
Ich trank mind. 2 Liter pro Tag, probierte es mit Massagen, half aber alles nichts.
Lieber Herr Prof. Jorch, ich habe im GU Buch gelesen, dass der Kindstod überwiegend bei Frühchen und bei den Kindern eintrifft, die zu wenig oder gar nicht gestillt werden.
Ist dann mein kleiner Engel auch gefährdet???
Kann ich Kurse besuchen (wer bietet das an?), wo ich erste Hilfe an den Frühchen erlernen kann?
Was ist zu tun, wenn ich plötzlich merke, dass sich mein Baby hart tut mit dem Atmen? (Mein Baby wurde auf die Neonatalogie gebracht, da die Lungenreifung noch nicht vollkommen war.)
Bitte helfen sie mir!
Liebe Grüße Martina

von martina am 21.06.2002, 15:37 Uhr

 

Antwort auf:

Wichtige Frage zu Kindstod!

Die beiden wichtigsten Risikofaktoren sind Bauchlage und Rauchen. Ohne diese beiden Risiken sind das SIDS-Risiko bereits auf unter 1:3000. Frühgeburt und frühzeitiges Abstillen sind geringere Risiken. Schaffen Sie ein gutes Schlafumfeld (siehe Banner auf dieser Homepage), Training in Erste-Hilfe-Maßnahmen gibt Ihnen zusätzlich Sicherheit! Die Atemstörungen nach der Geburt erhöhen das SIDS-Risiko nicht.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 22.06.2002

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Wichtige Frage zu Kindstod!

Hallo,

wegen der 1.Hilfe wende dich mal an das DRK. Die bieten auch spezielle 1.Hilfe-Kurse für Säuglinge und Kleinkinder an.

Zum plötzlichen Säuglingstod hat die GEPS eine sehr gute Broschüre rausgebracht.

Lieben Gruß,

Nina

(habe meine Zwillinge 36.SSW entbunden gar nicht gestillt und die beiden hatten null Probleme und sind bis heute, 1jahr, putzmunter und gesund und haben auch keinerlei allergien)

von nina am 21.06.2002

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Wichtige Frage zu Kindstod!

Nun, sie bekam 2 Wochen die Muttermilch musste dann aber abstillen, da sie immer mehr benötigte und ich nicht mehr geben konnte.

wieso hast Du denn dann abgestillt
und keine Stillberatung in Anspruch genommen.
mensch, noch ist es nicht zu spät.
habe 36 SSW entbunden und mit viel Engagement doch voll gestillt

such Dir ne gute Hebamme, Biggi aus dem Stillforum kann Dir da weiterhelfen,
es geht ja nicht nur um den Kindstod, auch um eine engere Mutterkindbindung und alles was Euch durch die Frühgeburt an Nähe und so fehlt

Lina

von Lina am 22.06.2002

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Wichtige Frage zu Kindstod!

Hallo Martina,

ich habe insgesamt 3 Kinder. Unseren ersten habe ich "normal" geboren und dann 14 Monate gestillt. Unsere zweite habe ich dann nach HELLP in der 29. SSW bekommen. Nach ein paar Wochen hatte ich trotz größter Bemühungen keine Milch mehr und sie bekam die Flasche. Unsere dritte (jetzt 8 Monate) stille ich wieder. Es sind meiner Meinung nach die schwierigen Umstände, die die Milch zurück gehen lassen. Ich kann keinen Unterschied bzgl. Mutterbindung etc. bei meinen Kindern feststellen. Keins meiner Kinder hat eine Allergie. Rückblickend kann ich nur sagen, die Flasche war genauso o.k. wie die Brust. Sorgen und Streß in Deiner jetzigen Situation lassen die Milch nicht immer fließen. Freu Dich einfach über Dein Baby. Übrigens die meisten Frühchen, die ich mittlerweile kenne, sind Flaschenkinder und alle haben sich weiter gut entwickelt.

Liebe Grüße
Kerstin-15

von Kerstin-15 am 24.06.2002

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