Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

SISS Babycontrol - muss ich mir keine Sorgen machen?

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Sehr geehrter Herr Prof. Jorch,

mir ist es schon langsam peinlich, dass ich schon wieder schreibe. ich hoffe, ich gehe Ihnen nicht auf den Keks. Ich habe noch mal eine Rückfrage bzgl. Ihrer letzten Antwort vom 11.09. bzgl. Überwachungsmonitore.

Sie sprachen davon, dass bei manchen Säuglingen häufige Alarme ein Vorbote für den den Plötzlichen Kindstod waren. Was die Angelcare betrifft, die ich im Moment benutze, konnte ich mich selbst etwas beruhigen. Ich habe die Atmung meiner Tochter beobachtet als sie nicht genau auf den Sensormatten, sondern dazwischen lag. Der Alarm ging dann trotz Atmung an, obwohl dieser ja nur bei Atempausen angehen sollte.

Jedenfalls war ich mit meiner Tochter ja vor einiger Zeit stationär in der Kinderklinik (siehe Mail vom 28.08.). Aufgrund meiner Angststörung (bin deswegen auch im Moment in ambulanter psychotherapeutischer Behandlung) habe ich dann das SISS Babycontrol mit nach Hause bekommen, obwohl medizinisch kein Grund dafür bestand. Ich möchte Ihnen nun einen Auszug aus dem Abschlussbericht zitieren:

"Zwischen dem 22.06. und dem 17.08.2013 ist es insgesamt zu 67 Alarmsituationen gekommen, dabei handelt es sich ausschließlich um Herzfrequenzabfälle ohne vorangegangene Apnoen. Alarmdauer im Mitel 12 Sekunden, maximal 30 Sekunden, überwiegend kommt es zum automatischen Reset. Insgesamt ergibt die Auswertung keinen Anhalt für lebensbedrohliche Ereignisse, ich habe dazu geraten, das Monitoring nunmehr zu beenden."

Jetzt mache ich mir Sorgen, dass Sie die Alarme mit dem SISS Babycontrol als einen Vorboten für den Plötzlichen Kindstod sehen. Oder gab es bei den Säuglingen, die häufig Alarme hatten und dann gestorben sind, irgendwelche anderen Besonderheiten, die mit meiner Schilderung nichts zu tun haben?

Mit freundlichen Grüßen

B.

von CNS am 18.09.2013, 20:03 Uhr

 

Antwort auf:

SISS Babycontrol - muss ich mir keine Sorgen machen?

Die Alarme, von denen ich berichtete, waren solche ohne nähere Analyse. In ihrem Fall hat man ja jetzt die Alarme genau analysiert und offenbar als harmlos eingeschätzt. Dem sollten Sie vertrauen.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 19.09.2013

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