Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Gewichtsdefizit

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Hallo Herr Prof. Jorch,

die Wachstumskurve liegt seit Geburt unter der untersten Wachstumskurve.(Nach Aussage der Klinik 5.te Standardabweichung) Da er noch immer nur max. 400ml pro Tag trinkt, ist auch nicht zu erwarten dass er sein Gewichtsdefizit aufholt. Wir haben Angst, dass er hierdurch Entwicklungsrückstände hat, die man später nicht mehr ausgleichen kann. Gibt es denn keine Möglichkeiten seine Entwicklung(Wachstum) zu fördern?

Mit freundlichem Gruß

Willikonsky

von Willikonsky Bernd am 30.09.2003, 13:58 Uhr

 

Antwort auf:

Gewichtsdefizit

Nicht wenige Frühchen oder Neugeborene mit zu niedrigem Geburtsgewicht wandern entlang der 5. Perzentile oder noch niedriger. Mit der Ernährung hat das meistens nichts zu tun. Diese Kinder haben einfach eine andere Veranlagung. Manche dieser Kinder haben zusätzlich einen Entwicklungsrückstand, den sie nie aufholen, andere wiederum entwickeln sich - auch langfristig - ganz normal. Sorgen sind in Ihrem Falle berechtigt, jedoch helfen die meisten Eltern sich und ihrem Kinde nicht, wenn sie sich noch mehr auf die Nahrung konzentrieren.

Übrigens fällt mir gerade ein: Ich bin zeitlebens auch entlang der 3. Perzentile gewachsen, noch heute 164 cm groß. Das stört aber weder mich noch meine 20 cm größere Frau noch meine - bislang - 7 Kinder.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 30.09.2003

Antwort auf:

Gewichtsdefizit

Hallo,

unser Sohn war 11 Wochen zu früh geboren, nur gut 500 g schwer und 28 cm groß. Auch er ist kein großer Milchtrinker gewesen. Er hat den Größen und Gewichtsrückstand bisher auch nicht aufgeholt, tendenziell nähert er sich aber der 3. Perzentile. Wir haben uns auch eine zeitlang immer darauf konzentriert daß er auch immer ordentlich isst. Mittlerweile sehe ich es ziemlich gelassen, da er sich zu einem pfiffigen kleinen Kerlchen entwickelt hat (21 Mon. korr., 7,3 kg. schwer und 73 cm groß). Bei der U7 war unser Kinderarzt zufrieden mit der Entwicklung, da er feinmotorisch z. B. seinem tatsächlichen Alter entspricht, er spricht auch schon ziemlich viele Wörter und versucht zu singen. Das ist mir dann doch wichtiger, als ein mopsiges Kind zu haben. Ich hoffe ich konnte dich etwas beruhigen.

Gruß Isabel

von miniman am 02.10.2003

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