Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Gewicht, große Sorge

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Hallo Herr Prof. Dr. Jorch,

unsere Tochter kam Juni 2018 in der 29 SSW mit 930 Gramm und 35 cm auf die Welt. Wir sind ohne Komplikationen durch die Krankenhauszeit und Mitte August entlassen worden.
Unsere kleine war nie eine besonders gute Trinkerin, die besagte 1/6 Regel haben wir selten, bis nie erreicht. Sie trank immer schon nur kleine Mengen meist nur 60-90ml pro Mahlzeit, einer PRE Milch.
Sie nahm langsam aber kontinuierlich an Gewicht zu.
Mir fällt eigenlich seit Januar kaum noch eine Gewichtszunahme auf, dies beim Kinderarzt angesprochen, er winkte nur ab und meinte sie sei gesund.
Bei der U5 AM 20:01 hatte sie 4830 und eine Größe von 59,5 cm
Gestern dann ein Gewicht von 5350 und 62cm
SIe hat nur 500 Gramm in 2 Monaten zugenommen, das hat auch ihn gestern dann hellhörig werden lassen und er hat mir endlich mal was das essen angeht zugehört und mich nicht gleich abgewimmelt.

Carla trinkt weiterhin fast ausschließlich PRE Milch, meist nie mehr wie 450-550ml am Tag. Jetzt hat sie einen Infekt da ist es deutlich weniger.
Beikost wird natürlich angeboten, aber wirklich begeistert ist sie nicht.
Mittags haben wir es geschafft, das sie ca 1/2 Gläschen ab dem 4 Monat isst, selber gekochtes hat sie nie wirklich gegessen. Die 90 Gramm isst sie aber nicht wirklich immer, mehr nie. Fingerfood landet auf dem Boden oder wird zermatscht, sie kann mit essen in der Hand nicht wirklich etwas anfangen.
Morgens und Abends biete ich ihr Getreide-Obstbrei an, diese findet sie nicht wirklich toll, daher isst sie ca 5-6 Löffel und dann ist fertig. Von diesen Schokobreie etc halte ich nicht wirklich viel, daher habe ich es nicht angeboten. Die Breie reichere ich mit etwas Butter an, aber da sie kaum isst, hilft das natürlich nicht wirklich.
Sie hat noch keine Zähne, kann nicht sitzen. Brot wurde ihr angeboten, da nimmt sie 2 kleine Happen und das wars.
Sie ist auch den 3/4 Tag wirklich nur in Action, Rücken-Bauch-Rücken-Bauch etc, versucht sich gerade am robben, auch das kostet natürlich Energie.

Entschuldigen Sie bitte diesen langen und auch wirren Text, aber ich bin wirklich ratlos, weil ich seit Ende Dezember eigentlich rede und keiner mich ernst nimmt. Ich bin mit meinem Latein am Ende und weiß nicht wirklich was ich noch machen soll, kann ihr das essen ja nicht mit Gewalt rein zwängen.
Wäre Maltodextrin eine Idee die man ausprobieren kann, zahlt das bei Kindern die Krankenkasse oder muss ich das selbst bezahlen, was ich natürlich tun würde, wenn es ihr helfen würde. Ich habe einfach Angst das man sie künstlich ernähren muss, sie ist sonst ein fröhliches und zufriedenes Kind

Vielen Dank für ihre Arbeit hier

LG

von Minota am 13.03.2019, 12:10 Uhr

 

Antwort auf:

Gewicht, große Sorge

Einerseits muss man immer wieder darauf hinweisen, dass sehr kleine Frühgeborene manchmal zurückbleiben im Wachstum, ohne dass man das durch ein andere Ernährung ändern kann. Andererseits wundert mich die Verwendung von Prenahrung. Prenahrung hat einen niedrigen Eiweißgehalt - wie Muttermilch - und wurde entwickelt, um nicht gestillten Reifgeborenen einen einigermaßen guten Ersatz für Muttermilch zu geben.
Sehr unreife Frühgeborene brauchen aber sehr viel mehr Eiweiß. Deshalb haben spezielle Frühchennahrungen auch einen höheren Eiweißgehalt als Muttermilch. Hinsichtlich des Eiweißgehaltes haben die alte 1er und noch besser 2er Milch am ehesten den Eiweißgehalt von Frühchenmilch. Breie haben meistens noch weniger Eiweiß. Besprechen Sie das doch mal in Ruhe mit Ihrem Kinderarzt - also den Versuch, schrittweise (nicht zu schnell, da auch die andere Inhaltsstoffe anders sind) auf 2er Nahrung umzusetzen.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 16.03.2019

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