Prof. Dr. med. Eva Robel-Tillig

Frühchen wie schützen

Antwort von Prof. Dr. med. Eva Robel-Tillig

Frage:

Hallo!
Unser Mädchen kam in der 33 ssw zur Welt.
Eigentlich hatte ich in der Woche einen Termin für eine Keuchhusten Impfung für den Nestschutz.
Da unser Baby jetzt keinen Schutz hat bis zu ihrer zweiten eigenen Impfung, mache ich mir große Sorgen und habe Angst dass es krank wird oder stirbt von der Infektion.
Meine Frage ist ob ich mein Baby überhaupt schützen kann. Mir erscheint es unmöglich da ja selbst geimpfte die Bakterien im Rachen haben können und weitergeben können ohne selbst Symtome zu haben.
Mein Mann und ich sind geimpft aber wie merken wir ob wir überträger sind?
Mein Mann arbeitet im Büro im Krankenhaus und muss täglich ca 1 bis 2h durch die Klinik und hat auch Kontakte dort.
Auch im Krankenhaus wo mein Mädchen liegt fassen es so viele verschiede Pfleger und Ärzte an.
Können Sie mir sagen wie wir unser Baby wenn wir zuhause sind schützen können? Besuch bekommen wir keinen

von Frühchenmädchen am 18.01.2021, 12:44 Uhr

 

Antwort auf:

Frühchen wie schützen

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihrer Tochter und danke für Ihre Frage.
Es ist sehr gut, dass sie sich so intensiv mit dem Infektionsrisiko für Ihre kleine Tochter beschäftigen.
Pertussis ist eine schwere Erkrankung für sehr kleine Kinder, deshalb wurde auch ein zusätzlicher Impfschutz durch die Impfung der Schwangeren vermittelt. Da sie aber vor der Schwangerschaft geimpft sind, minimiert sich das Risiko schon und durch den Impfschutz Ihres Mannes auch. Wenn Ihre Tochter zurzeit noch auf der Frühgeborenen-Station liegt, können sie von einem sehr hygienischen Umgang und damit einem geringen Risiko der Übertragung einer Erkrankung wie Keuchhusten auf Ihr Kind rechnen.
Durch die vielfältigen- corona-bedingten- Hygienemaßnahmen können wir ganz allgemein in der Kinderheilkunde einen Rückgang beobachten. Die Reduktion von sozialen Kontakten führt auch in diesem Fall zu einer Reduktion eines möglichen Ansteckungsrisikos.
Ich denke, sie brauchen sich unter Beachtung einer guten Hygiene, keine großen sorgen vor eine Ansteckung mit Pertussis-Erregern machen.
Alles Gute für Sie und die Familie

von Prof. Dr. med. Eva Robel-Tillig am 18.01.2021

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