Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Behinderungen

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Gleich noch eine Frage,
man hört nun doch immer wieder von Behinderungen, die unsere Kleinen davontragen. Was sind das für Behinderungen? und welches sind die häufigsten Ursachen? Sicher O2 Mangel bei der Geburt oder Hirnblutungen und Wann treten diese auf? Aber wenn im Gehirn was kaputt gegangen ist, müßte man es doch irgendwie darstellen (im CT o. Sono) können, oder? Warum sagt man mir, genaueres kann man erst im Alter von ca. einem Jahr sagen? Sind zB. Zerebralparesen nicht früher erkennbar?
Gibt es denn geistige oder körperliche Behinderungen, die nicht "meßbar" sind? Wie kommt es zu den Entwicklungsverzögerungen? Es ist schwierig, die Frage richtig zu stellen, mich richtig auszudrücken. Ich habe einfach immer wieder Angst vor zB. einer Zerebralparese. Meine Schwester war schwerst mehrfach behindert. Natürlich habe ich Angst davor,denn ich weiß, was es bedeutet solch ein Kind zu lieben.
Ich hoffe, Sie können mich ein bißchen verstehen (sowohl fachlich als auch emotional), denn die Ausdrücke in meiner Umgebung "ach das wird schon", kann ich nicht mehr ertragen.
Liebe Grüße und einen schönen Feierabend!

von christoph am 10.07.2002, 21:38 Uhr

 

Antwort auf:

Behinderungen

Viele Fragen, die nur mit einem ganzen Lehrbuch beantwortet werden können. Nur soviel:

Wenn Kopfwachstum, Schädelsonogramm und Entwicklung mit 6 Monaten normal sind, ist das Risiko für spätere Behinderungen sehr klein. 100%ige Garantie kann keiner geben, auch nicht einem Reifgeborenen.

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 12.07.2002

Antwort auf:

Behinderungen

Hallo ,

ich glaube, es ist einfach so dass man es nicht sehen kann, und wenn man noch so gut hinschaut.

Ellert hatte eine 1er hirnblutung und sonst nichts,
heute ist er 5 und hgeistig wie körperlich schwerbehindert, die Spastik trat erst nach dem 4. Geburtstag auf als keiner mehr damit rechnete.
Er ist autistisch, kann weder laufen, reden noch sitzen ist aber glücklich und zufrieden.

Ich kenne im Gegenteil Kinder, die schlimme Hirnblutungen hatten und heute völlig normal sind, laufen und in den Kindergarten gehen und durch nichts von anderen zu unterscheiden sind.

Es ist Schicksal und vielleicht gut, es nicht vorher zu wissen.
Man liebt sein Kind so oder so, nur wenn ichs nicht weiss freue ich mich eher auf die Zukunft als wenn mich die Angst auffrisst !!!

Liebe grüße

dagmar
www.mini-ellert.de

von dagmar am 10.07.2002

Antwort auf:

Behinderungen

Hallo Dagmar, Danke für Deine Antwort. Ich habe schon ot auf Deinen Seiten rumgestöbert.zB. wegen der Frühchenkur. Wann habt ihr denn erkannt, daß Ellert sich nicht nur etwas entwicklungsverzögert entwickelt. Krabbelt er denn? Und die autistischen Züge, ab wann habt ihr denn da gemerkt, daß er "anders" ist?
Und die Ärzte sagen, daß es an der Hirnblutung liegt? Wie kann es nur sein, daß die Spastik so spät einsetzt? Sicher Ellert ist ein glückliches Kind und Du hast ja auch noch Unterstützung und so wie ich gelesen habe noch drei Prachvolle Kinder. Ich bewundere Dich für Deine Stärke.
Ich hätte lieber Gewißheit, ob Christoph auch mal draußen Fußballspielen wird und Fahrradfahren lernt. Ganz lieben Dank nochmals, vielleicht findest Du ja Zeit und Lust mir meine Fragen zu beantworten. Einen schönen Tag andrea

von christoph am 11.07.2002

Antwort auf:

Behinderungen

Liebe Andrea,
hier gibts noch ein paar Berliner, die Dir auch persönlich weiterhelfen können.
LG Doreen
http://www.berlinerfruehchen.de.vu

von Sonnen24 am 11.07.2002

Pfizer
Pneumokokken-Erkrankungen:
vermeidbares Risiko

Mobile Ansicht

Impressum Team Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.