Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

1 Jahr alt - und steckt nichts in den Mund

Antwort von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch

Frage:

Mein Sohn wurde vor einem Jahr in der 27 SSW geboren. Nach 4-monatigem Krankenhausaufenthalt und großem Ringen mit dem Leben (über 9 Wochen beatmet) konnten wir ihn nach 4 Monaten mit Sauerstoffversorgung nach Hause holen. Seit 5 Monaten benötigt er keinen Sauerstoff und es geht ihm sehr sehr gut. Betreut wird er vor allen Dingen von einer Kinder-Krankengymnastin, die mit seinen Fortschritten sehr zufrieden ist. Auch so verläuft seine Entwicklung recht unauffällig. Bis auf die Tatsache, dass er wirklich nichts in den Mund nimmt, um es zu erkunden. Von der Motorik her wäre er sicherlich in der Lage, seinen Schnuller in den Mund zu stecken, stattdessen wartet er mit weit geöffnetem Mund, dass ich dies mache. Auch Kekse oder sonstiges läßt er sich zusammen mit seiner Hand zum Mund führen. Wie ich gehört habe, ist die orale Phase sehr wichtig für die Entwicklung der Kinder? Kann man etwas machen?

Ach so, ernährt wurde mein Sohn hauptsächlich mit Muttermilch über eine Sonde bzw. teilweise konnte er selbst an der Brust trinken.

Für eine Antwort bedanke ich mich im voraus


Lydia

von Lydia am 31.07.2001, 19:11 Uhr

 

Antwort auf:

1 Jahr alt - und steckt nichts in den Mund

Das von Ihnen geschilderte Problem ist leider nicht selten bei langzeitbeatmeten Frühgeborenen. Ich gehe davon aus, daß durch die vielwöchige notwendige Behandlung (Beatmungstubus, Absaugen, Magensonde) die Entwicklung der oralen Mechanismen (saugen, lecken, schlucken) gehemmt wurde. Nach meiner Erfahrung hilft hier am ehesten noch ein Training durch eine/n Logopädin/en. Dabei wird insbesondere ein Zungentraining durchgeführt um die störenden Reflexe zu unterdrücken (Zungenstoßen, Würgen).

von Prof. Dr. med. Gerhard Jorch am 01.08.2001

Antwort:

Vielen Dank für die schnelle Antwort - werde mit dem Kinderarzt über den Logodäden sprechen. o.T.

o.T.

von o.T. Lydia am 01.08.2001

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