Dr. med. Ludger Nohr

Umzug mit kleinen Kindern

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

 

Umzug mit kleinen Kindern

Hallo Herr Dr. Nohr,
unsere Kinder sind knapp 2 und 4 Jahre alt und gehen beiden sehr gerne in die Kita. Wir leben in NRW, fühlen uns auch wohl und überlegen aber gerade dennoch zurück in meine Heimat nach Mecklenburg zu ziehen. Für uns ist es eine durchaus schöne Vorstellung. Die Landschaft ist toll, es gibt wieder gute Jobs, meine Eltern leben dort und habe Zeit und trotz der aktuellen Entfernung ein inniges Verhältnis zu uns und unseren Kindern und es schmerzt, dass wir das nicht im Alltag leben können. Auch in unserer aktuellen Wohnregion sind wir familiär gut angebunden.
Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Kindern sehr bewusst. Beide wurden lange gestillt, haben im Elternbett geschlafen, wurden viel getragen und nicht schreien lgeassen… Wir möchten also unseren bedürfnisorientierten Anspruch auch hier nicht außer Acht lassen, müssten aber über ihren Kopf hinweg entscheiden, da sie die Tragweite ja gar nicht ermessen können.
Ein Umzug ist ein wahnsinniger Einschnitt für alle, aber eben auch mit viel Potential. Wenn es nach meinem Verständnis einen guten Zeitpunkt gibt, wäre es vielleicht in einem Jahr: Der Kleine würde dann sowieso in die große Kitagruppe wechseln, die Große hätte dann noch ein Jahr bis zur Einschulung.
Was halten Sie davon? Wie kann man einen so selbstgemachten Einschnitt gut abfedern?
Herzlichen Dank

von Hasenschatz am 12.03.2020, 14:43 Uhr

 

Antwort:

Umzug mit kleinen Kindern

Hallo,
wie Sie schon richtig sagen, ist das ein Einschnitt für alle. Und die Kinder können sich die Vorzüge des Umzugs noch nicht so real vorstellen wie die Erwachsenen.
Ich kann Ihren Überlegungen zum Umzugstermin gut zustimmen. Aber abfedern heißt eben nicht leicht machen. Die Trennung wird, je nach Alter verschieden, trotzdem spürbar sein und das ist OK so. Es ist ein Teil Lebenserfahrung. Wenn es Ihnen dann noch gelingt, positive Erwartungen auszulösen, dann sind die Kinder oft sehr gut in der Lage, das Gute im Neuen zu sehen. Und insgesamt scheint es ja ein großer Wunsch der Familie zu sein, diesen Wechsel zu vollziehen. Diese positive Energie wird auch spürbar sein und helfen. Ich würde also erstmal davon ausgehen, dass das überschaubare und kurzfristige Trennungsschmerzen sein werden.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 13.03.2020

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