Sansa79
Hallo liebe Stillberaterinnen, Mein Kleiner ist bald ein Jahr alt und ich stille ihn noch zum Einschlafen bzw. Wiedereinschlafen. Tagsüber wird er also nicht gestillt bzw. nur zum Mittagsschlaf. Einen Schnuller oder ein Fläschchen mit Sauger nimmt er bis heute nicht. Zur Zeit schläft er wieder im Familienbett, da er nach einer langen Krankheitsphase meine Nähe brauchte und ich uns so natürlich auch durch schnelles Stillen zu mehr Schlaf verhelfe, denke ich... Ich habe die Vorstellung, dass ich ihn so lange stille bis er sich selbst abstillt oder ich keine Lust mehr habe. Außerdem hoffe ich dabei auf Industriemilch verzichten zu können, weil ich es irgendwie unnatürlich finde. Das Stillen Nachts kann je nach aktuellem Schlafrythmus meines Kleinen auch sehr anstrengend für mich sein, vor allem wenn ich dann am nächsten Tag arbeiten muss. Was kann ich für einen besseren Schlaf tun? Steht das nächtliche Stillen einem möglichen besseren Schlaf im Weg, weil er sich gewöhnt hat nur so einzuschlafen? Ich trage ihn ja auch nachts, damit er nicht nur nuckelt. Manchmal kann er auch durch Nuckeln nicht einschlafen und ich müsste ihn stundenlang tragen, ich darf ihn aber bloß nicht ablegen, weil er dann wach wird. Aber das geht auch ganz schön auf den Rücken und Schlaf bekommt ja nur er. Deswegen streike ich da oft und lasse ihn wach werden. Mama ist dann müde und langweilig, aber so what...es ist Nacht!! Ist das falsch? Was kann ich ändern, doch noch an ein Fläschen mit Sauger gewöhnen? Oder jetzt an das eigene Bett gewöhnen, weil ich mich im Schlaf ja auch bewege? Ein eigenes Zimmer haben wir nicht, wir leben zur Zeit in einer Zweizimmer-Wohnung und das wir die nächste Zeit auch so bleiben. Ich bin gespannt auf Ihre Antwort ! Viele Grüße, Sansa79
Kristina Wrede
Liebe Sansa79, du machst das absolut richtig. Wenn du ihn nachts herumträgst, ist das deutlich anstrengender, als wenn du mit ihm im Bett liegen bleibst. Du könntest dich auch direkt auf einer Matraze auf den Boden legen mit ihm, dann brauchst du nicht zu fürchten, dass er aus dem Bett fällt, falls er wach wird und du trotzdem zumindest weiter döst - das nämlich machen viele Mütter, die mit ihrem Baby das Bett teilen. In der Regel stört es ein Baby überhaupt nicht, wenn Mama sich im Bett bewegt. Im Gegenteil... "Nur" Nuckeln dürfte durchaus sein, wenn es ihn nicht in den Schlaf bringt, dann würde auch ein Schnuller nicht helfen. Und leider verändert sich das Schlafverhalten auch durch eine Flasche vermutlich nicht... obendrein müsstest du nachts aufstehen um sie zuzubereiten, danach wegstellen usw. Lieben Gruß, Kristina
Sansa79
Hallo Kristina, Danke für deine Antwort und die Bestärkung. Ihn wach sein lassen und dösen funktioniert meistens nicht, weil er sich schon lautstark beschwert und auch wühlt und sich auf Mama schmeißt. Ich muss immer mein Gesicht schützen, weil er mir schon einige Beulen verpasst hat. In verzweifelten Momenten hatte ich mir schon Ohrenstöpsel reingesetzt und ihn versucht dösend und Gesicht schützend in den Schlaf zu streicheln. Es hat ne Weile gedauert, aber funktioniert. Er ist dann von alleine eingeschlafen. Es fällt mir nur schwer ihn weinend neben mir im Bett sitzen zu haben. Es ist als würde er mir sagen: " Mama nun zu was, dass ich einschlafe!" Und das mit dem auf dem Boden schlafen hatte ich auch schon überlegt, er kann eigentlich rückwärts krabbeln, aber man weiß ja nicht, was im Halbschlaf so passiert, vor allem wenn er sich über mich rüber schmeißt (er schläft Richtung Wand, ich zum Raum). Bei der Flasche dachte ich eher an Wasser, da es ja "nur" um das Nuckeln geht, oder? Die kann man ja am Bett stehen lassen. Wie wäre es denn, wenn ich Abstillen würde? Müsste ich ihn dann nicht auch an die Flasche gewöhnen? Oder braucht er in dem Alter keine Milchnahrung mehr, wenn er sie tagsüber als Mahlzeit (Joghurt, Käse etc.) zu sich nimmt. Ginge es dann "nur" noch im das Nuckeln? In welchem Alter wollen die meisten Kinder, denn nicht mehr Nuckeln?
Kristina Wrede
LIebe Sansa, er MUSS keine Flasche bekommen, jedoch ist sein Saugbedürfnis mit 12 Monaten noch länger nicht befriedigt, er bräuchte dazu also einen Ersatz. Leider bringt Abstillen nicht immer das gewünschte Ergebnis. Oft werden die Kleinen trotzdem wach... und dann hast du kein "Wundermittel" mehr... Ich weiß, das es schwer ist, wenn unsere Kleinen weinen. Andererseits ist es auch ein "natürlicher" Ausdruck ihres Unmuts - arg viel mehr geht noch nicht. Und wenn ihm das Stillen nicht wieder in den Schlaf hilft, dann darf er auch unzufrieden weinen, und dabei von dir geduldig begleitet werden. Wir können weder heute noch in Zukunft vermeiden, dass unsere Kleinen unerfreuliche Erfahrungen machen, doch wir können ihnen zeigen, dass sie nicht allein gelassen werden, dass wir da sind und sie annehmen, wie sie sind. Lieben Gruß, Kristina
Sansa79
Hallo Kristina, Vielen Dank, das hat mir sehr geholfen und entspricht auch in etwa meinem Gefühl. "Man kann halt nicht vermeiden, dass sie ihren Unmut zeigen, aber man kann zeigen, dass man bei Ihnen ist." Das hast Du schön gesagt! :) Ich habe auch nicht vor abzustillen, weil ich es auch als ein natürliches Bedürfnis sehe. Eben aus diesem Grunde möchte ich auch keine Industrienahrung füttern. Wenn sie durch Stillen sogar besser schlafen, warum soll ich auf mein "Wundermuttel" verzichten?! ;) Leider wird man von so vielen Seiten immer wieder verunsichert, dabei braucht man nur auf sich selbst zu hören. Vielen Dank und ein schönes Wochenende! Sansa79
Flowermama
Vielleicht ermutigt dich meine Erfahrung. Ich hatte auch so ein Stillkind, das nachts x-mal trinken wollte um wieder einschlafen zu können. Ich habe das irgendwann akzeptiert und sie machen lassen in der Hoffnung dass sich das Problem von selbst löst. Das hat es schlussendlich auch. Sie hat einfach plötzlich angefangen durchzuschlafen mit ca eineinhalb Jahren. Und zwar ohne abzustillen, immer noch im Familienbett. Ich habe versucht so viel Schlaf wie möglich zu kriegen indem ich häufig gleich mit ihr ins Bett bin und wir sie spät zu Bett brachten so dass sie morgens länger schläft. (Nützt natürlich nichts wenn du häufig früh aufmusst zur Arbeit...) Nachts habe ich mich so warm angezogen, dass ich mich nicht zwingend zudecken musste, so konnte sie trinken und ich habe dabei weitergeschlafen. Es kam durchaus vor, dass sie 2h später, immer noch in der gleichen Position, wieder angedockt hat und ich nicht gemerkt habe, dass wir dazwischen geschlafen haben. Ehrlich, es war super anstrengend und ich war nicht annähernd so leistungsfähig wie früher. Ich hab aber immer gedacht, mein Leidensdruck ist noch nicht so hoch, dass ich das nächtliche Abstillen erzwingen muss, was zuerst mal viel anstrengender wird und für mein Kind und mich sehr belastend gewesen wäre. Und abgesehen davon keine Garantie zum Durchschlafen... Im Nachhinein bin ich sehr froh, ihr diese Zeit gegeben zu haben. Ich bin immer noch begeistert wie sie das nächtluche Stillen plötzlich einfach nicht mehr brauchte und sich alles von selbst regelte. Seit 1 Jahr schläft sie nun zuverlässig durch. Ich wünsche dir viel Kraft und Ausdauer und hoffe du findest einen guten Weg für dich und dein Kind!
Sansa79
Hallo Flowermama, Danke, das ermutigt mich wirklich. Schön, das zu hören und es lässt hoffen. :) Wenn sie mit 18 Monaten nachts nicht mehr durchgeschlafen hat, dann meinst Du damit, dass sie sich selbst abgestillt hat oder hat sie tagsüber noch getrunken? Wann ist sie in die Kita gekommen, auch mit 18 Monaten oder früher? Schnuller oder Flasche hatte sie also auch nicht, wenn ich das richtig interpretiere?... Natürlich ist es auch kindabhängig, aber ich glaube ja, dass ein Kind schneller reif für das Schlafen ohne Stillen ist, wenn es viel Nähe durch Stillen erfahren hat und weiß dass Mama immer da ist. Außerdem spielen bestimmt auch andere soziale Kontakte eine Rolle, da es sich viel abguckt und der Wunsch nach Eigenständigkeit wächst. So meine Theorie...sonst kann das Abstillen ja auch bis zu drei Jahre dauern. Das wäre mir persönlich zu lange. Aber ich halte mal an der Theorie fest und gebe meinen Kind die Zeit. Zu viel Nähe kann man ja nicht geben! ;) Danke für Deinen Beitrag und viele Grüße, Sansa79
Flowermama
Hallo sansa Freut mich, dass ich dich ermutigen konnte. Ja sie hat einfach plötzlich angefangen durchzuschlafen. Innerhalb von ca 1 Monat von zweistündlich stillen nachts zu 10-12 Stunden am Stück schlafen. Sie hat noch vor dem Einschlafen und vor allem morgens beim Aufwachen und zwischendurch für den Mittagsschlaf gestillt. Flasche hatte sie nie aber einen Schnuller schon. Ein paar Monate später wollte sie dann plötzlich nur noch Wasser trinken beim ins Bett gehen und kurz darauf hat sie ganz abgestillt. Mit ca 21 Monaten. Ich war aber wieder schwanger und hatte merklich weniger Milch, das hat sicher dazu beigetragen. In die Kita geht sie nicht, aber sie konnte bereits vorher gut ohne stillen sein tagsüber wenn sie bei der Grossmutter war und ich arbeitete. Einfach nachts musste die Brust ganz dringend da sein und ihr das zu verweigern wäre ganz schlimm gewesen. Natürlich ist jedes Kind anders und diese 18 Monatsgrenze war jetzt einfach bei meiner Tochter so. Das garantiert dir niemand. Meine Nachbarin stillt ihre 3jährige noch. Aber es stimmt für sie noch. Wenns nicht mehr stimmt kannst du etwas verändern. Aber ich glaube es wird einfacher je älter die Kinder sind. Zunehmend wird er verstehen was du meinst und etwas später sich auch ausdrücken können. Meine Tochter sagte "liebe Milch, feine Milch" oder "Mama, mehr Milch bitte" wenn sie nachts aufwachte. Das war so süss und ich wollte ihr diese liebe und für sie so wichtige Bitte nicht abschlagen:-) Aber was ich meine ist, du wirst zunehmend mit dem Kind sprechen und erklären und auch aushandeln können. Wenn sie jetzt mit 2,5 noch stillen würde und ich würde abstillen wollen wäre das glaub sehr viel einfacher als vor gut einem Jahr. Ich denke du merkst, zu welchem Zeitpunkt es für dich einfach nicht mehr stimmt oder wann das Stillen für deinen Sohn nicht mehr soo wichtig ist und dann findest du auch einen Weg für eine Veränderung. Aber solange dies nicht der Fall ist, versuch es so einfach wie möglich zu organisieren. (Ja nicht ausquartieren, sonst musst du noch aufstehen nachts:-) Wir versuchen momentan auch wieder unsere Nächte als neu 4-köpfige Familie zu optimieren und ich schlafe derzeit mit dem Baby auf der Gästematratze und mein Mann mit der Grossen im Familienbett. Suboptimal ja, ich möchte gern wieder bei meinem Mann schlafen und hab mir das grosse Familienbett mit beiden Kindern romantischer vorgestellt. Aber wir wecken uns alle gegenseitig und im Moment ist das Wichtigste, dass alle zu möglichst viel Schlaf kommen. Aber es ändert sich ja alles so schnell. In ein paar Monaten sieht alles vielleicht ganz anders aus? Ich wünsche dir viel Kraft zum aushalten. Wenn man drin steckt hat man das Gefühl es dauert ewigs. Aber du wirst rückblickend stolz auf dich sein können, was du für deinen Sohn jetzt leistest!!
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