Mitglied inaktiv
Hallo Unser Sohn (6 Monate) bekommt gerade seine erste Beikost, sonst stille ich voll. Nun ist es aber so, dass unser Sohnemann nur dann trinken möchte, wenn er Lust hat, das kann mal alle 15 Minuten sein, aber auch wieder lange Pausen. Wenn ich weggehen möchte (kurz zum einkaufen oder so), will er nicht trinken, wenn ich ihn anlege. Dann muss ich dann geduldig warten, bis er will und dann erst gehen. Sonst hat er bestimmt 5 Minuten später im Kinderwagen Hunger :-). Das ist ja ok so, aber es gibt Termine, die kann man nicht abwarten und bei der Kälte stille ich auch nicht auf der Parkbank. Nun meine Frage: Schoppen lehnt er alle ab. Wie könnte ich ihm das trinken mit dem Becher beibringen? Schnabelbecher oder was genau? Welcher Tee ist geeignet und muss der warm sein? Darf er schon Leitungswasser trinken? Das würde mir die Sache ziemlich erleichtern, wenn er mal kurz zwischenvertröstet werden müsste, bis ein Platz zum stillen gefunden ist, oder wenn ich im Wartezimmer beim Arzt sitze.. Du weisst bestimmt, was ich meine - es ist mehr eine Notfall Lösung, welche ich dringend suche. Hast du mir Tipps? Vielen Dank!!
Liebe Cahuita, sowohl für Erwachsene als auch für Babys ist Wasser das optimale Getränk. Tee sollte wie ein Medikament betrachtet werden und Medikamente nehmen wir ja auch nicht wie Bonbons Gerade die bei uns in Deutschland so weit verbreiteten Kräutertees (wie Fenchel, Kamille, Pfefferminz usw.) haben alle eine Heilwirkung. Das heißt aber auch, dass sie neben dieser Heilwirkung auch Nebenwirkungen haben und die sind nicht unbedingt erwünscht. Fencheltee kann zum Beispiel bei Babys Blähungen verursachen, vor allem, wenn es zuviel davon bekommt oder die stillende Mutter zuviel davon trinkt. Oder wusstest Du, dass Pfefferminztee in großen Mengen genossen das Herz schädigen kann? Wasser ist wirklich die beste Alternative. In Deutschland gehört das Leitungswasser zum bestkontrolliertesten Nahrungsmittel und normalerweise spricht nichts dagegen auch dem Baby Leitungswasser zu geben, außer ihr wohnt in einem Haus mit Bleirohren oder in einer Gegend, in der das Leitungswasser einen zu hohen Nitratgehalt aufweist (Wasserwerk fragen). Mineralwasser sollte den Aufdruck "zur Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet" tragen, damit der Mineralgehalt nicht zu hoch ist. Die meisten Babys ziehen stilles Wasser vor, das Spritzen beim kohlesäurehaltigem Wasser ist vielen Babys unangenehm. Dein Sohn kann langsam lernen, wie er aus einer Tasse oder einem Becher trinken kann und bei diesem Lernvorgang ist es ganz normal, dass eine Zeitlang der größte Teil am Kinn herunter läuft und irgendwo nur nicht im Magen landet. Manche Kinder trinken übrigens sehr gern und gut mit einem Strohhalm aus einem Becher (die dicken, biegsamen Halme eignen sich recht gut). LLLiebe Grüße, Biggi
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für deine Antwort. Ich selber trinke 2 Tasen pro Tag Milchbildungstee und eine Tasse Fencheltee - meinst du, dass das zuviel ist? Das Leitungswasser darf also auch kalt sein? Abkochen muss ich es nicht mehr? Was hältst du von Schnabelbechern? Kann da wie bei dem Schoppen eine Saugverwirrung entstehen? Können Babys mit dem Trinkhalm die Flüssigkeit ansaugen? Vielen Dank!
Liebe Cahuita, wenn dein Kind nicht sehr mit Blähungen zu kämpfen hat, kannst Du den Tee unbesorgt weitertrinken. Ja, das Wasser kann kalt sein, allerdings sollte es nicht eiskalt sein. Ab dem siebten Monat muss es auch nicht mehr unbedingt abgekocht werden, wenn Du ganz sicher gehen willst, dann koch ab, bis das Kind zehn Monate alt ist. Eine Schnabeltasse kannst Du anbieten, eine Saugverwirrung kann so nicht entstehen. LLLiebe Grüße, Biggi
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