Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Warum macht sie das ?

Frage: Warum macht sie das ?

Mitglied inaktiv

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Meine Tochter wird am Donnerstag 5 Wochen alt. Sie ist mit 4080 Gramm auf die Welt gekommen und hat leider wenig zugenommen aber es geht ihr gut und sie hat ausreichend nasse Windeln und Stühle. ich stille sie eigentlich voll nur abends bekommt sie ein Fläschchen von 100 ml Pre-Milch. Sie ist abends nur am schreien und wenn ich sie anlege (meine Brust ist voll Milch) dann zieh sie an der Brustwarze nur rum sie zieht sie lang und saugt nicht dran, das geht so 25 mal dann tut mir die Brustwarze so weh das ich sie wegpacke. Dann schreit sie (sie hat hunger denn ihre letzte Milchmahlzeit ist meistens 4 bis 5r Stundeh her) und ich lege die an die ander Brust an die auch voll ist. Dann geht dort das gleiche los wieder langes Bruistwarzenziehen kein trinken. Weil sie so wenig zugenommen hat sie wiegt nur 4350 Gramm gebe ich ihr dann die 100 ml Pre-Milch dann ist sie 1 Stunde super zufrieden. Dann meckert sie erneut und ich lege sie an die Brust. dann trinkt sie an beiden BRüsten alles aus. Warum macht sie das? Sie hat vorher keine Flache bekommen auch da ging das so nur leider hat sie dann auch nicht die Brust genommen erst nach 4 Stunden rumschreien. Da sie so wenig zugenommen hat haben wir dann mit Absprache des Kinderarztes die Premilch eingeführt. Seitdem gibts dann abends kein schreien mehr. Tortzdem zieht sie immer die Brustwarzen so lang. ich habe weder Mlichstau noch kleine brustwarzen. Das stillen hat von anfang an super geklappt. Zum stillen wecke ich sie oft wegen der zunahme. Ich stille sie 6 bis 7 mal am Tage auch nach der Flasche. Warum zieht sie so an den Brustwarzen ? und ich würde sie gerne wieder voll stillen anstatt der Flasche abends.


Biggi Welter

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Liebe Ostfriesenmama, kann es sein, dass Ihr Baby einen Schnuller bekam (bevor Sie mit der Flasche begannen?)? Ich zitiere Ihnen aus dem "Handbuch für die Stillberatung" von La Leche Liga: "Viele Stillexperten haben beobachtet, dass ein Neugeborenes auf den Wechsel zwischen Brust und Flasche während der ersten Lebenswochen mit Verwirrung reagieren kann (Neifert, 1995). Diese Verwirrung kann dadurch verursacht werden, dass das Baby seine Zunge, seinen Kiefer und seinen Mund beim Stillen anders bewegt als beim Saugen an einer Flasche, einem Beruhigungssauger (Schnuller) und den meisten Formen der Stillhütchen (Newman, 1990). In einer Studie zeigte sich, dass 30 % der Mütter, deren Babys im Krankenhaus Flaschen erhalten hatten, von ernsthaften Stillproblemen berichteten, gegenüber 14 % der Mütter, deren Babys keine Flasche erhalten hatten (Cronenwett, 1992). Kittie Frantz, eine frühere LLL Stillberaterin, Kinderkrankenschwester und Ausbilderin für Stillberatungskurse an der Universität von Kalifornien, Los Angeles, schätzt, dass künstliche Sauger während der ersten drei bis vier Wochen bei 95 % der Babys zu einer Saugverwirrung führen. Manche Babys reagieren nach einer Woche, während der sie mit der Flasche gefüttert wurden, mit einer Saugverwirrung, andere bereits nach ein oder zwei Flaschen - oder anderen künstlichen Saugern. Ein Baby, das in den ersten drei oder vier Wochen gut an der Brust trinken gelernt hat, ist weniger anfällig für eine Saugverwirrung. ... Dr. Ruth Lawrence warnt vor dem Gebrauch eines Beruhigungssaugers während der ersten Lebenswochen, weil die Möglichkeit besteht, dass das Baby auf den Sauger "geprägt" werden kann. Diese "Prägung" kann dazu führen, dass das Baby eine Vorliebe für feste und unnatürlich geformte Sauger entwickelt. Der Begriff "Prägung" wird auch benutzt, um die Bindung zu beschreiben, die manche Tiere zu dem ersten Objekt oder Lebewesen aufbauen, das sie zu Gesicht bekommen. "Das Saugen am Daumen oder Beruhigungssauger stellt eine Ersatzhandlung dar für etwas, was normalerweise zu einer Prägung auf die mütterliche Brustwarze führt. ... Auch wenn der Begriff ›Saugverwirrung‹ noch keinen Eingang in die medizinische Literatur gefunden hat, gibt es eindeutige psychosomatische Beweise dafür, dass die Prägung eines Menschen durch die Einführung eines Fremdobjektes während der Prägephase verändert werden kann" ." Falls Sie noch keinen Kontakt zu einer Stillberaterin haben, sollten Sie sich an eine Stillberaterin vor Ort wenden, die sie beim Stillen sehen kann und so feststellen kann, ob Ihr Baby korrekt an der Brust saugt oder vielleicht ein Saugproblem vorliegt, das behandelt werden müsste. Sie kann Ihnen auch alternative Fütterungsmethoden zeigen, denn jetzt ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Am besten besprechen Sie mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe, wie Sie vorgehen können. Die Kollegin kann Ihnen dann im persönlichen Kontakt gezielte Tipps und Hinweise geben, auch zum Thema Steigerung der Milchmenge und Wachstumsschübe. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Im Moment werden die Beikostempfehlungen gerade alle über den Haufen geschmissen, lesen Sie mal den folgenden Link, um sich selbst eine Meinung zu bilden: http://www.velb.org/docs/ls-4_2009-allergiepraevention-im-umbruch.pdf LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Der Papa von meiner Tochter hat Asthma und Neurodermitis. Wie lange sollte ich denn mindestens voll stillen? 6 Monate ?? Danke für ihre Antworten.


Mitglied inaktiv

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Herzlichen Dank für die Antworten


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