Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

unruhiges hin und her beim stillen

Frage: unruhiges hin und her beim stillen

Mitglied inaktiv

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hallöchen mein sohn ist jetzt fast 17 wochen alt und wird voll gestillt! seit ca 2 wochen hab ich folgendes problem: er trinkt 2-3 min gleichmässig hintereinander weg und fängt dann plötzlich an den kopf wegzudrehn, dann wieder ran, 2-3 züge und wieder weg das geht dann ne ganze weile so! auch wenn ich ihm die andere seite gebe geht das weiter so.... ich weiss schon gar nicht mehr genau ob er noch hunger hat oder schon satt ist! gibt es da eindeutige anzeichen wie man erkennen kann ob er genug hat und nur spielt oder doch noch nicht satt ist???? in der nacht ist es ähnlich! normalerweise kommt er nur noch einmal pro nacht aber seit ein paar tagen ist er fast jede stunde wach, will nicht wirklich trinken macht aber suchbewegungen mit dem mund!!! er quengelt dabei und bewegt sich unruhig hin und her! kommt er dann in den schlaf hält das meist nur für ca 2h! richtig weinen tut er aber nicht! was kann das sein und was kann man da machen???? danke für antwort im vorraus


Biggi Welter

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Liebe karinchen52, für dieses Verhalten kann es eine Vielzahl von Gründen geben und ohne weitere Angaben und ohne euch sehen zu können, bin ich auf's Raten angewiesen. Eine Möglichkeit ist die, dass der Kleine gelernt hat schnell zu trinken und schlicht satt ist. Bekommt der Kleine einen Schnuller oder eine gelegentliche Flasche? Dann könnte eine Saugverwirrung vorliegen. Manche Kinder reagieren auch so auf einen starken Milchspendereflex. Dann schießt die Milch geradezu aus der Brust und damit kommen nicht alle Kinder zurecht. Es kann auch sein, dass das Kind sehr leicht ablenkbar ist. Bei Babys, die in einer der Phasen sind, in denen sie besonders leicht ablenkbar sind, hat sich bewährt, sich zum Stillen mit dem Baby in eine ruhige und ablenkungsarme, "langweilige", eventuell auch abgedunkelte Umgebung zurückzuziehen. Am besten wenden Sie sich einmal an eine Kollegin vor Ort und besprechen Ihre Situation in aller Ruhe mit ihr. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi


Mitglied inaktiv

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ganz lieben dank erstmal! ja den schnuller nimmt er manchmal aber oft lehnt er ihn auch ab, und dann muss er ihn auch nicht nehmen wenn er ihn nicht will! ich habe mal gehört einen saugverwirrung kann in diesem alter nicht mehr auftreten, dann stimmt das gar nicht?? falls es eine solcher verwirrung sein könnte, was kann man dagegen tun? abgelenkt ist er eigentlich nicht ziehe mich zum stillen immer in eine ruhige ecke zurück! gibt es denn ein sicheres zeichen falls er satts ein sollte, woran erkenne ich das sattsein auch wenn er immer mal wieder saugt? LG ;-)


Biggi Welter

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Liebe karinchen52, eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Ein Versuch wäre es daher immer wert, die künstlichen Sauger wegzulassen. Wenn Ihr Baby an die Brust geht, dann lassen Sie es einfach. Manchmal hat ein Kind tatsächlich keinen Hunger, möchte aber nuckeln. Der Schnuller ist nicht die einzige Möglichkeit, ein aufgebrachtes oder sonstwie unruhiges Kind zu beruhigen, es gibt auch Alternativen. • Das Kind kann getragen werden. Durch das Tragen wird das Bedürfnis des Kindes nach Körperkontakt, Geborgenheit, Wärme und Nähe gestillt und mit einem gut gebundenen Tragetuch hat man mindestens eine Hand frei, um andere Dinge zu tun. • Das Kind kann gebündelt werden. Das Bündeln gibt dem Baby das Gefühl von Geborgenheit und lässt es seinen Körper und seine Grenzen spüren. Das Gefühl von Begrenzung hilft dem Kind sich sicher zu fühlen. • Man kann ein Nest bauen. Auch hier ist die Begrenzung der springende Punkt, der dem Kind Geborgenheit vermittelt. • Massage, eine warmes Bad oder auch ein warmes Körnerkissen können beruhigend wirken. Schaukelbewegungen (Wiege, Hängematte, Schaukelstuhl, mit Tragetuch spazieren gehen, Kinderwagen), monotone Geräusche (Staubsaugen, Auto fahren), beruhigende Musik, Singen und Tanzen mit dem Baby und auch der Schutz vor Überreizung (viele Besucher, Fernseher) helfen einem Kind sich zu beruhigen. Als Saugersatz bietet sich ein Finger (von Kind oder Vater oder Mutter) oder eventuell auch ein Lutschetuch an. Schnuller sind auch nicht „kiefergerecht“, wie es immer wieder behauptet wird. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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