Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe seit ein paar Tagen folgendes Problem: Mein Sohn, 8 Monate verweigert die Brust, egal was ich probiere. Wenn ich ihn anlegen möchte, macht er sich richtig steif, schreit und wehrt sich vehement an der Brust zu trinken. Die Nächte sind momentan der blanke Horror, er kommt mitunter 3 Mal und nimmt dann komischer Weise die Brust aber nur sehr widerwillig. Er bekommt mittags und abends Brei, die Mahlzeit am Nachmittag haben wir nun auch ersetzt, da er sich nicht mehr bewegen lies, an der Brust zu trinken. Morgens habe ich ihn noch gestillt aber was er da getrunken hat, war nicht der Rede wert. Luca hat eher genuckelt. Habe ihn dann letztlich eine Flasche gemacht und da hat er 90ml getrunken. Heut morgen habe ich einfach mal abgepumpt...40ml waren es gerade mal. Kann es sein, dass Luca nicht mehr satt wird und deshalb die Brust so verweigert? Liebe Grüße Sindy
Kristina Wrede
Liebe Sindy, es gibt immer wieder Phasen, in denen die Kleinen die Brust scheinbar ablehnen, und nur selten können wir herausfinden, woran genau es liegt. Es könnte mit Zähnchen zusammenhängen, oder eine Erkältung oder gar Ohrenentzündung verursacht Schmerzen beim Saugen? Zur Sicherheit solltet ihr das am Montag vom Kinderarzt abklären lassen. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. Dass also das Saugen der Brust vorbehalten wird. Das Abpumpen erlaubt keinen Rückschluss auf die verfügbare Milchmenge, da ein Baby beim Saugen an der Brust aufgrund der optimalen Saugtechnik ganz andere Mengen herausbekommt, als eine Pumpe das vermag! Und im Regelfall liegt es nicht an zuwenig Milch, wenn ein Baby nicht stillen möchte (wäre dem so, würde es häufiger trinken, um eben an die Menge Milch zu kommen, die es braucht, und um die Milchproduktion zu erhöhen). Meist ist es so, dass die Kids tagsüber einfach zu abgelenkt sind von den vielen spannenden Dingen, die um sie herum passieren. Da bewähren sich dann die oben genannten Tipps. Ich drück dir die Daumen, dass sie euch helfen! Lieben Gruß, Kristina
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