Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Stillen

Frage: Stillen

Mitglied inaktiv

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Hallo Mein sohn verweigert die brust. was kann ich tun das er wieder an der brust tringt?


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Hallo Lindi20, das ist ein bisschen abhängig davon, WARUM er die Brust verweigert. Das ist von hier aus, bei den wenigen Informationen die ich von euch habe, kaum möglich. Wenn du das lieber besprichst statt schreibst, wäre es gut, wenn du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe Kontakt aufnimmst. Eine Stillberaterin in deiner Nähe findest Du im Internet unter http://wwwlalecheliga.de (La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis du sie erreichst helfen dir hoffentlich diese allgemeinen TIps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann tatsächlich zur Flasche hin abstillt. Lieben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Ich musste ihm die flasche geben weill ich seit letzter woche wieder angefangen habe zur arbeiten. und seit er die flasche bekommt mag er die brust nicht mehr.


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Liebe lindi20, das ist recht häufig bei Stillkindern der Fall und hängt damit zusammen, dass eine Flasche ganz anders "funktioniert" als die Brust. Aus ihr fließt die Milch sofort und immer gleichmäßig, und das Stillkind erwartet dann, dass es an der Brust genauso ist, und verliert die Geduld, die zum Stillen erforderlich ist. Am besten ist es daher, gar keine Flasche zu geben, oder das Trinken aus der Flasche zu erschweren. Entweder durch speziell dafür entwicklte Sauger, oder mit diesen Maßnahmen: Wähle dazu einen Schnuller mit dem kleinstmöglichen Loch halte die Flasche möglichst waagerecht, gerade so schräg, dass Milch den Sauger füllt. Der Sauger sollte so tief im Mund sein, dass die Lippen des Kindes die Basis des Saugers, ganz ähnlich wie die Brust, umschließen. Wenn das Baby beim Füttern möglichst im 45 Grad Winkel gehalten wird, dann kann die Schwerkraft nicht dazu beitragen, dass die Milch schnell aus der Flasche fließt. Auch eine Flaschenmahlzeit sollte gut 20 Minuten dauern! Um das Stillen wieder zu schaffen helfen hoffentlich diese Tips: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Lieben Gruß, Kristina


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