Juliette-Baguette
Hallo, Meine Tochter ist 11 Monate alt und von Geburt an ein sehr sensibles und aufmerksames Kind. Wir beide haben eine sehr schöne Stillbeziehung, wenngleich es in den letzten Monaten viele Höhen und Tiefen gegeben hat. Zur Zeit stillen wir morgens zum Aufstehen, dann zwei mal am Tag (vor den Schläfchen), beim Zubettgehen abends und nachts ein bis drei mal. Ab und zu stille ich um die Mittagszeit noch einmal zusätzlich. Die kleine ist keine sonderlich gute Esserin und ist mit ihren 69 cm und gut 7000g eher zierlich. Ich mache mir nun schon seit einiger Zeit Gedanken, wie wir weiter stillen wollen, wenn ich ab August (da ist sie ein Jahr alt) wieder an die Arbeit soll. Ich arbeite im Wechselschichtdienst und bin auch mal bis zu 13h am Tag weg (die Regel sind tagsüber aber 8h), oder eben die ganze Nacht. Die Dienstfolgen und -längen sind für meine Tochter natürlich absolut undurchsichtig. Ich möchte gern weiter stillen und denke, dass es keinen Sinn machen würde abzustillen, wenn nebenher die Eingewöhnung bei der TaMu läuft und ich plötzlich so viel von zu Hause weg bin. Dazu braucht sie das Stillen sehr, um ihren Stress abzubauen. Sie leidet immer noch sehr unter Reizüberflutung. Deswegen wird sie nach der Eingewöhnung auch nur ein bis zwei mal die Woche zur TaMu gehen (Max. 5 Kinder). Nun zu meinen eigentlichen Fragen: das klassische Abstillen entweder Tagsüber oder Nachts, was viele praktizieren, wenn die Arbeit ruft, ist bei uns wegen des Dienstes ja nicht möglich. Kann ich es einfach so weiter laufen lassen oder quäle ich meine Tochter, wenn sie es gewohnt ist so viel zu stillen und ich einfach nicht da bin? Ich möchte dennoch gern tagsüber um ein bis zwei Stillmalzeiten reduzieren. Meine Brüste sind doch immer gut gefüllt und an der Arbeit habe ich keine Möglichkeit auszustreichen. Ich neige auch zu Knoten und Stauungen in der Brust und möchte es nicht riskieren. Wie gehe ich da am besten vor? Soll der Papa einmal am Tag Pre aus dem (Trinklern-)Becher oder der Flasche geben? Sie braucht, meines Erachtens, die Kalorien. Oder wird sie vielleicht automatisch mehr essen, wenn wir weniger stillen? Nebenbei trinkt sie genug. Meist um die 500 ml Tee oder Wasser. Vielen Dank :)
Liebe Juliette-Baguette, so wie Du sehe ich es auch :-) - wenn Du jetzt komplett abstillen würdest, wäre Dein Kind doppelt traurig. Es muss sich an die Tagesmutter gewöhnen und an Deine Abwesenheit, das wird sicher gut klappen, aber wenn es dann auch nicht an die Brust darf, wenn Du DA bist, wird die Maus die Welt nicht mehr verstehen. Ich würde jetzt langsam die eine Stillmahlzeit ausfallen lassen und ansonsten ganz normal weiterstillen. Ob Du Pre-Milch gibst oder einen Joghurt, musst Du einfach ausprobieren. Falls möglich, lege den Berufsstart auf einen Mittwoch oder Donnerstag (vorausgesetzt Du arbeitest von Montag bis Freitag), dann habt Ihr nicht gleich eine ganze Arbeitswoche vor Euch, sondern könnt nach zwei bis drei Tagen erst einmal verschnaufen. Rechne damit, dass Dein Kind sich nach Deiner Rückkehr auf Dich „stürzen" wird und die Nächte zunächst einmal deutlich unruhiger werden. Viele berufstätige Mütter erleben, dass ihr Kind nachts Mama „tanken" muss. Sei zuversichtlich, Ihr werdet das schaffen! LLLiebe Grüße Biggi
Die letzten 10 Beiträge
- Nächtliches Stillen
- Zusätzliche Stillmahlzeit einmalig durch Brei ersetzen
- Baby 9 Monate nachts abstillen
- Zu viel Milch linke Brust
- Weiterstillen trotz Zähnen
- Stillen und neue Brille
- Stillprobleme, Stillhütchen, Zungenbändchen
- Erneute Rückfrage Wildfleisch
- Wildfleisch in der Stillzeit
- Zahnreinigung in der Stillzeit