murmelmann
Hallo! Mein Sohn ist erst 2 wochen alt. Mit dem stillen hat es von Anfang an super geklappt. Er trinkt sehr gut und nimmt auch ordentlich zu. Anfangs war ich sehr froh dass alles so problemlos klappt. Allerdings hab ich jetzt immer mehr das Geflühl dass ich dauerstille und mir graut es vor dem Gedanken das die nächsten Monate machen zu müssen ohne mal eine Pause zu haben! Kann man denn ab einem gewissen Zeitpunkt auch abpumpen und hin und wieder mit der Flasche füttern? Ich würde dann gerne mal zum Friseur gehen oder mal eine Nacht durchschlafen... oder einfach einen Abend ohne Baby verbringen... dann könnte mein Mann in der Zeit das füttern übernehmen. Geht das oder ist sowas ausgeschlossen? Vielen Dank im Voraus Nina
Liebe Nina, Sie kennen sicher die berühmte Frage an Radio Eriwan, die immer beginnt mit "Ist es möglich" und auf die die Antwort folgt "Im Prinzip ja, aber ..." So ist es auch mit der Antwort auf Ihre Frage: Theoretisch ist es möglich die Flasche ab und zu zu geben, doch in der Praxis gibt es oft schnell Probleme. Theoretisch wäre es möglich, doch es spricht eine ganze Menge dagegen: o das Baby kann, besonders wenn es noch sehr jung ist, auch von nur einer einzigen Flasche eine Saugverwirrung entwickeln, die zu massiven Stillproblemen führen kann o es stört das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage o Ihre Milchbildung wird nicht einfach für mehrere Stunden Pause machen. Sie brauchen also die Möglichkeit, Ihre Milch abzupumpen, um Stauungen und alle Problem, die damit einhergehen können, zu vermeiden. Es ist sehr viel schwieriger und unangenehmer, während unterwegs einen Platz und auch die Zeit zum Abpumpen zu finden, als ein Baby zu stillen. Mit etwas Übung (vielleicht vor dem Spiegel) und entsprechend geschickt geschnittener Kleidung, muss niemand (außer einer Mutter, die selbst Stillerfahrung hat) bemerken, dass Sie Ihr Baby stillen. Zum Stillen müssen Sie sich ja schließlich nicht ausziehen oder sich übermäßig entblößen, es geht auch absolut unauffällig. Mit etwas Geschick können Sie stillen und sich weiter unterhalten und die meisten Leute werden sich lobend über Ihr so friedliches Baby äußern. Eine andere Möglichkeit ist, dass sie sich zum Stillen in eine ruhige Ecke oder einen anderen Raum zurückziehen, wenn Sie nicht "vor allen Leuten" stillen mögen. Es ist sicher einfacher und angenehmer sich mit dem Baby zum Stillen zurückzuziehen, als mit einer Pumpe auf die Toilette zum Abpumpen zu gehen. Bei einem Stadtbummel bietet sich eine ruhige Ecke in einem Cafe, eine Leseecke in einem Buchgeschäft oder aber auch ein Wickelraum (manche sind sehr gemütlich eingerichtet) oder vielleicht auch eine Umkleidekabine an, um sich zum Stillen zurückzuziehen. Ich kann Ihnen gerne empfehlen, einmal ein Stillgruppentreffen zu besuchen oder zumindest einmal mit einer Stillberaterin in ihrer Nähe ein direktes Gespräch (auch am Telefon) zu führen. Viele Unsicherheiten lassen sich im direkten Gespräch sehr viel besser ausräumen und der Austausch mit anderen stillenden Müttern kann sehr ermutigend sein. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus. Wenn Sie mal weg möchten, bietet sich eine alternative Fütterungsmethode an, die sog. Bücherfütterung. Wenn Sie bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingeben, können Sie viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
zweizwerge
ergänzend vielleicht noch: es ist ganz normal, dass es Phasen gibt, in denen das Kind "dauerstillt". Dazu kommt es, wenn das Kind wächst und Mehrbedarf hat. Das Dauerstillen regt die Brust zu vermehrter Milchbildung an, so dass der Bedarf gedeckt wird. Normalerweise wird das nach ein paar Tagen wieder besser. Zum Friseur gehen sollte dann (mit oder ohne Kind) wieder völlig problemlos sein, die Nacht durchschlafen eher schwieriger, weil, wie Biggi schreibt, Du evtl. dann Milch ausstreichen/abpumpen musst, was ja irgendwie wiedersinnig ist, wenn Dein Mann nebenan Flasche gibt;-). Und natürlich sollte auch mal ein Abend allein gehen - übt vorher schonmal, dass der Papa das Kind nicht nur mit abgepumpter Milch füttern, sondern auch trösten, schlafen legen (schieben, tragen;-) kann. Dann fühlt Ihr Euch beide damit wohl.
murmelmann
Danke für für antworten! Ich würde gerne in eine stillgruppe gehen allerdings habe ich bisher in meiner Nähe keine gefunden. Die Postleitzahl ist 73666 Mein Sohn trinkt seit Anfang an problemlos und ich hab auch keinerlei Probleme beim stillen. Daher haben sogar die Krankenschwestern im kh zu mir gesagt dass ich ihm ruhig einen Schnuller geben kann, da bei Ihm sicher nicht mit einer saugverwirrung zu rechnen ist! Meinem sie trotzdem dass die Gefahr besteht wenn man hin und wieder, also wirklich eher selten eine Flasche gibt? Wie machen es denn die Frauen die ein Jahr oder länger stillen? Da kann man doch gar keine eigenen Interessen nachgehen...ich würde zum Beispiel gern zum Tennis Training im Sommer gehen oder wie gesagt mal zum Friseur oder mal einen Abend mit Freundinnen verbringen... kann man so etwas während der stillzeit gar nicht machen? Geschweige denn mal ein Glas Wein oder Sekt trinken, zum Beispiel im Urlaub zu einem guten Abendessen... Ich finde solche wünsche nicht verwerflich oder egoistisch. So etwas muss doch möglich sein! Danke nochmal!
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