Mitglied inaktiv
Hallo ihr Lieben, heute muss ich mich - nochmal - nach einer durchstillten Nacht an euch wenden. Langsam schwinden meine Kräfte. Ich habe seit über eineinhalb Jahren keine zwei Stunden am Stück mehr geschlafen und gehe ziemlich auf dem Zahnfleisch. Mein Tochter ist mittlerweile fast 14 Monate alt und an eine Besserung des Schlafverhaltens ist absolut nicht zu denken. Es ist so, dass es bislang schon immer schwierig war, was das Schlafen anbelangte. Mehr als zwei Stunden Schlaf am Stück bei ihr, kann ich an einer Hand abzählen. Wobei wir hier dann von maximal 3 Stunden sprechen. In der Vergangenheit war es meistens so, dass sie nach dem Einschlafstillen nach spätestens einer Stunde wieder wach geworden ist und so zog sich das nun durch die ganze Nacht. Meist ist es tatsächlich immer diese eine Stunde, oft auch weniger. In diesem Takt geht es dann bis zum Aufstehen weiter. In manchen Nächten lässt Sie von meiner Brust kaum los und fängt wieder an zu schreien. Auch tagsüber am Wochenende (da sie in der Woche in die Kita geht) versucht sie wieder vermehrt an die Brust zu komme und fängt stark an zu schreien, wenn sie ihren Willen nicht durchgesetzt bekommt. Sie ha ein extrem lautes Organ und es ist schwierig, dem Geschrei lange Stand zu halten. Ich stille sie wirklich sehr gerne und möchte die Stillbeziehung normalerweise auch noch nicht aufgeben, aber es muss etwas passieren - zumindest Nachts. Wir brauchen alle unseren Schlaf, wir gehen beide 40 Stunden arbeiten und auch meine Tochter ist ganz gerädert von den Nächten - auch wenn das am Morgen nicht lange anhält. Sie ist wirklich das liebste Kind, aber Schlafen ist tatsächlich nicht ihr Ding. Ich hätte beim Abstillen grundsätzlich auch ein schlechtes Gewissen, weil ich der Ansicht bin, dass sie sich derzeit auch in einem Schub befindet und die Zähnchen drücken auch, aber gibt es eventuell dennoch Tipps, die ich einmal ausprobieren kann? Vielen Dank schon mal! Und liebe Grüße
Liebe mamiundjamie, Stillen ist eine Zweierbeziehung und wenn es dazu kommt, dass sich ein Partner dabei nicht wohl fühlt, dann müssen Lösungswege gefunden werden. Das Wichtigste überhaupt ist allerdings, dass Du fest zu deinem Entschluss stehst. Solange hier noch der geringste Zweifel besteht, wird dein Kind diese Zweifel spüren und Du wirst weiterhin „schwach" werden. Für viele von uns ist es sehr ungewohnt zu sehen, wie begeistert und mit wie viel Freude ein Kleinkind stillt. Deine Tochter verhält sich gar nicht so "brustversessen" wir Du glaubst, viele langzeitgestillte Kinder zeigen sehr deutlich wie viel ihnen das Stillen bedeutet. Es hat auch nichts damit zu tun, dass sie ihren Willen durchsetzen mag, sie ist wahrscheinlich noch nicht reif genug und sucht und braucht Deine Nähe. Wird es dem Kind überlassen, wann es sich selbst abstillt, dann stillen sich die meisten Kinder irgendwann zwischen dem zweiten und dem vierten Geburtstag ab. Ein Abstillen deutlich vor dem zweiten Geburtstag auf Initiative des Kindes hin ist eher unwahrscheinlich. All diese theoretischen Überlegungen helfen dir jedoch nicht weiter, denn Du fühlst dich in der derzeitigen Situation unwohl. Wenn sich in einer Stillbeziehung ein Partner nicht mehr wohl fühlt, dann ist es an der Zeit zu überlegen, was geändert werden kann. Sicher ist ein knapp 14-monatiges Kind noch nicht in der Lage alles Gesprochene bis ins letzte Detail zu verstehen, doch ich denke, dass der erste Schritt für dich sein sollte, dass Du mit deinem Baby darüber sprichst, wie es dir geht und was Du nicht mehr möchtest. Dann könnt ihr als Eltern eine Art Plan machen, wie ihr vorgehen wollt, um das Stillen etwas einzuschränken. Stillen nach Bedarf ist bei einem Kind über einem Jahr nicht mehr ein so eng gefasster Begriff wie bei einem kleinen Baby und liebevoller Konsequenz lassen sich auch bei einem Kind in diesem Alter in einem gewissen Rahmen Regeln aufstellen. Selbstverständlich wird sich nicht von heute auf morgen eine plötzliche Änderung ergeben, das geschieht in kleinen Schritten und selbstverständlich wirst Du mit Rückschritten rechnen müssen, doch mit viel Liebe und Beharrlichkeit, kannst Du einen Weg finden. Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter. LLLiebe Grüße, Biggi
piarinha
Liebe mamiundjamie, ich dachte schon, ich bin damit alleine... aber auch meine Tochter ist etwas über 14 Monate und schläft absolut schlecht. Etwa 8 Mal hat sie es geschafft 5 Stunden durchzuschlafen, ansonsten liegt ihr Rhytmus eher bei 30 bis 120 Minuten. Und dann geht es auch nur mit Stillen weiter. Allerdings weint unsere kleine dann oft nicht, wenn ich nicht stille, sondern dann ist sie wach und brabbelt und spielt. Sag mal, geht es euch auch so, dass sie nur bei dir einschläft? Unsere Tochter schläft zu Hause nämlich nur an meiner Brust ein. Egal ob tags oder nachts. Wenn ich nicht da bin, weint sie sich bei Papa bis zu 2 Stunden in den Schlaf... (leider schon notgedrungen getestet) Die Tagesmutter braucht sie mittags allerdings nur hinlegen, ihr Kuscheltier hinlegen, Spieluhr anmachen und rausgehen. Nach 5 Minuten schläft sie spätestens. Liebe aber müde Grüße ;-)
Mitglied inaktiv
Hallo piarinha, es ist zwar keine Hilfe, aber meist eine große Erleichterung, auch von anderen Familien zu hören, denen es gleich oder ähnlich geht. Auch bei uns ist es so, dass der Papa keine Chance bekommt. In der Kita hat es zwar etwas gebraucht, aber dort schläft sie jetzt auch ohne murren - komisch. Momentan ist sie aber sowieso in einer Phase, in der sie wirklich nirgendwo hin möchte. Selbst wenn ich daneben stehe. Aber wie heißt es so schön .... alles nur eine Phase :D Wir schaffen das. Da bin ich mir sicher :) Liebe, müde Grüße zurück :)
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