Mitglied inaktiv
Hallo liebes Expertenteam,
ich habe gleich mehrere Fragen
Unsere mittlerweile siebeneinhalb Monate alte Tochter war ab der zweiten Woche sehr unruhig und hat bis zur zwölften Woche unheimlich viel geweint. Sie ließ sich nur Tragen im Tragetuch oder durch Nuckeln an der Brust beruhigen. Tagsüber und auch nachts hat sie ausschließlich auf meinem Bauch geschlafen.
Sie ist nach wie vor ein total verkuscheltes Mäuschen und akzeptiert den Kinderwagen nur wenn sie gut gelaunt und ausgeschlafen ist. Ansonsten bewegen wir uns weiterhin gemeinsam mit einer Trage fort.
Von auf der Brust schlafen haben wir es geschafft, dass sie direkt neben mir schläft. Sie wurde immer nach Bedarf gestillt.
Nachts verlangt sie in der Regel immer noch alle eineinhalb bis zwei Stunden nach der Brust und in den Entwicklungssprüngen kommt sie noch öfter und lässt vor allem danach die Brust auch nicht mehr los. Zu einem Schnulli lässt sie sich nicht überreden :-) Wir sind viel mit anderen Mamas und ungefähr gleichaltrigen Babys zusammen und von diesen schlafen so viele schon durch!
Vor acht Wochen haben wir mit der Beikost (Mischung aus BLW und Brei) begonnen. Essen findet sie schon interessant, es landet davon aber kaum etwas in ihrem Magen und bei der Breikost nimmt sie nur einige wenige Löffel zu sich.
Mit 9200 gramm bei knapp 70 cm steht unsere Tochter gut im Futter. Bisher haben wir einmal eine Flasche mit abgepumpter Milch angeboten, die sie allerdings nicht angenommen hat. Sie trinkt auch nicht aus einer Trinklernflasche sondern nur direkt aus einem Becher Wasser.
Seit zwei Wochen wacht sie nun nachts auf, hopst und krabbelt im Bett herum. Wenn wir sie ignorieren, krabbelt sie auf uns und tatscht uns im Gesicht herum um uns zum Spielen zu animieren. Und das über zwei bis drei Stunden. Tagsüber ist sie dann total übermüdet. Wenn sie schläft, schläft sie sowieso auch sehr unruhig und wälzt sich umher so dass uns zum Teil zu zweit keine 90 cm Platz bleiben :-D
Woran liegt es, dass sie immer noch so oft nachts an die Brust möchte und woher kommt diese starke Unruhe? Sollten wir verstärkt versuchen eine Flasche mit Pre zu geben?
Habt ihr noch einen Ratschlag wie wir sie an ihr eigenes Bett (im gleichen Zimmer) gewöhnen können?
Ich freue mich auf eure Antwort.
Liebe Cindarella123, in diesem Alter schläft kaum ein Baby durch ;-), keine Bange! Der Wunsch von uns Großen, dass ein Baby ab sechs Monaten (oder einer anderen Altersgrenze) nachts nicht mehr aufwachen darf und nachts keine Nahrung mehr braucht entspringt in keinster Weise dem natürlichen Verhalten und den Bedürfnissen eines Babys oder Kleinkindes, sondern er entstammt dem (verständlichen) Wunsch der Erwachsenen, die gerne ihre Nachtruhe hätten. (Und sicher ja auch brauchen.) Also, ganz klar: Du hast nichts falsch gemacht, und es liegt auch nicht an dir, dass deine Kleine sich verhält, wie er sich verhält! (wäre es anders, warum glaubst du gibt es soooo viele Ratgeber zum Thema??) Du kannst jetzt mit vielen Tricks versuchen, die Situation zu verändern, aber es wird nur Stress und Tränen geben, denn dein Kind IST einfach in der Phase, in der es dich so viel braucht. Ein Baby muss eine gewisse Reife erreichen, um längere Zeit schlafen zu können. Wann dieser Zeitpunkt erreicht wird, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Eine Flasche mit künstlicher Säuglingsnahrung (oder ein Abendbrei) verbessern das Schlafverhalten nicht (das wurde in Studien nachgewiesen). Es gibt nicht wenige Kinder, die dann sogar noch weniger schlafen. Auch wenn das Kind am Tag viel isst, schläft es nicht besser, denn es wacht ja nicht nur wegen dem Hunger auf, sondern sucht Nähe und Geborgenheit! Die unruhigen Tage und Nächte sind furchtbar anstrengend, daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Trotzdem: Sie sind normal und werden garantiert irgendwann vorbei sein. Wann, kann ich leider nicht sagen. Aber sie gehen wirklich vorbei! Bis dahin kannst du probieren, dir den Alltag so einfach wie möglich zu machen, so dass auch du tagsüber mal ein kurzes Nickerchen machen kannst. Vielleicht hilft euch der Kinn-Trick. Der ist oft sehr hilfreich bei Babys, die die Brust fast ein wenig aus Gewohnheit im Mund haben wollen beim Schlafen. Dabei legst du, wenn du die Brust dem schlafenden Kind aus dem Mund gezogen hast, einen Finger längs unter die Unterlippe, so dass die Lippe beim "Suchen" einen gewissen Widerstand spürt. Dieser Widerstand wirkt beruhigend auf viele Kleinen, und sie schaffen es sich zu entspannen und eine tiefere Schlaf-Ebene zu erreichen... Das geht auch, wenn das Kind im Schlaf oder Halbschlaf wieder zu "suchen" beginnt: Man drückt ganz sanft sein Kinn nach oben. Bei vielen Babys wirkt das Wunder und sie schlafen plötzlich auch ohne Brust weiter/wieder ein. Manche Mütter berichten, dass es sogar geholfen hat, wenn sie ein kleines Kuscheltier ans Kinn des Kindes gelegt haben... Da ist es natürlich wichtig darauf zu achten, dass die Atemwege nicht blockiert werden :-). Ich hoffe, es ist etwas dabei, das dir weiterhilft! Überlege dir auch einmal zu einem Stillgruppentreffen zu gehen und tausch dich dort mit den anderen Müttern aus. Vielleicht hast Du sogar das Glück so wie ich vor Jahren, dass Du dort Mütter oder eine Stillberaterin kennen lernst, die bereits ältere Kinder haben und Du kannst miterleben, dass es sich lohnt noch etwas durchzuhalten. Du könntest das Babybett ganz nah an dein Bett stellen. Es gibt Bettgitter, die an die Außenkante des Bettes eingehängt werden können. Vielleicht ist das eine Lösung für euch. Oder ihr rückt das Bett mit einer Seite an die Wand. Abpolstern und eine Matratze als Fallschutz auf den Boden neben das Bett legen kann auch eine Lösung sein. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Vielen Dank für deine schnelle und liebe Antwort mit den Tipps! Und er schafft etwas Erleichterung
Liebe Grüße