Butterblume1902
Hallo, mein Baby ist nun fast 8 Wochen alt und ich habe immer wieder Schmerzen beim Stillen, bzw. hauptsächlich beim anlegen/ansaugen. Die Brustwarzen selbst sind nicht wund, aber es schmerzt immer rund um die Brustwarze und meistens noch an der Außenseite der Brust. An manchen Tagen tut es fast gar nlcht weh und an manchen Tagen könnte ich an die Decke springen wenn er ansaugt und auch nach dem Ansaugen sind die Schmerzen nie ganz weg. Ein leichtes Ziehen/Stechen ist immer irgendwie da. Ich empfinde stillen leider selten als angenehm. Haben Sie eine Idee, an was das liegen könnte? Weil es manchmal so schlimm ist, stille ich zwischendurch mit Stillhütchen, versuche es aber weitestgehend zu vermeiden. Schnuller kriegt er nur ab und an zur Beruhigung. Meistens fällt er aber nach ein paar Minuten wieder raus aus seinem Mund. Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße
Liebe Butterblume1902, es kann gut sein, dass Dein Baby durch den Schnuller oder die Stillhütchen saugverwirrt ist und deshalb falsch an der Brust trinkt. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Haben dein Kind oder Du in den letzten Wochen Antibiotika nehmen müssen oder hatte dein Kind einen Mund- oder Windelsoor? Wenn ja, kann es sein, dass Du eine Soorinfektion hast. Mögliche Symptome für eine Soorinfektion bei der Mutter sind: • starke Schmerzen der Brustwarzen oder der Brust, die seit der Geburt auftreten, während der gesamten Stillmahlzeit anhalten und durch verbesserte Stillpositionen und Anlegetechniken nicht gelindert werden können, • plötzlich einsetzenden Schmerzen der Brustwarzen und/oder Brust nach Ablauf der Neugeborenenperiode, • juckende oder brennende Brustwarzen, die rosa oder rot, glänzend und fleckig aussehen und/oder mit einen Ausschlag aus kleinen Bläschen bedeckt sind, • offene Brustwarzen, • stechende Schmerzen in der Brust während oder nach dem Stillen, • schmerzende Brustwarzen und/oder Brüste bei korrektem Gebrauch einer vollautomatischen elektrischen Milchpumpe, • Infektionen der Scheide mit Hefepilzen (Monolia). Mögliche Symptome für eine Soorinfektion beim Baby sind: • Windelausschlag, • cremige, weiße Ablagerungen auf der Innenseite des Munds, der Wangen oder der Zunge des Babys, • wiederholtes Herausnehmen der Brust durch das Baby, ein klickendes Geräusch beim Stillen oder Brustverweigerung (weil es einen schmerzempfindlichen Mund hat), • Blähungen und Quengeln, • in seltenen Fällen kann Soor mit zu einer langsamen Gewichtszunahme beitragen. Das Baby muss keine sichtbaren Symptome haben. Du solltest unbedingt auch Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort aufnehmen, die dich und dein Kind beim Stillen beobachten kann. Es ist wichtig, dass Du korrekt anlegst und dass dein Kind korrekt saugt. Es kann auch sein, dass dein Baby nicht richtig saugt oder eine Saugschwäche hat, was korrigiert werden müsste. Das kann ich nicht beurteilen, denn ich kann dich nicht sehen. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi Welter
Butterblume1902
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Antibiotika musste keiner von uns beiden nehmen. Kann eine Soorinfektion nur vorliegen wenn einen Antioniotikaeinnahme erfolgte? Beim Baby liegen keine der genannten Symptome vor. Ich werde auf jeden Fall mal versuchen den Schnuller wegzulassen.
Liebe Butterblume1902, auch so kann es zu einer Soorinfektion kommen. Sprich doch einmal mit dem Arzt oder der Hebamme, wenn es nicht besser wird! Lieben Gruß Biggi
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