Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Probleme nach 6 Monaten

Biggi Welter

 Biggi Welter
Stillberaterin der La Leche Liga Deutschland e.V.

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Frage: Probleme nach 6 Monaten

Okiravomblumenkamp

Guten Tag!    meine Tochter ist jetzt 6 Monate alt.  Ich hatte von Anfang an Probleme mit dem Stillen, also wunde Brustwarzen. Das hat sich zwischendurch gebessert.  Allerdings habe ich immer wieder Probleme mit der linken Seite.  Die rechte Seite macht seit Monaten keine Probleme mehr   Aktuell plagt mich ein Vasospasmus, die Brustwarze sieht sehr mitgenommen aus. Sie bildet Bläschen (dunkele Bläschen, also nicht mit Milch gefüllt). Leider hat meine Tochter seit einigen Wochen schon die unteren Zähnchen und vergisst sich beim Einschlafstillen manchmal und beißt zu.  Da die linke Seite eh die empfindliche Seite ist, ist das sehr uncool. Abends biete ich ihr mehr die rechte Seite an. Leider schläft sie bis jetzt nicht anders ein.  Die linke Seite ist auch die bessere Milchseite und ihre Lieblingsbrust. Ich hatte vor der Schhwangerschaft ein Piercing welches ich aufgrund mehrer Entzündungen rausnehmen musste. Die Brust ist auch etwas vernarbt. Ich gehe davon aus, dass die Narben die Situation nicht besser machen.  Ich trage seit Anfang an Silberhütchen, ich kann den Stoff auf der Haut nicht ertragen. Rechts ist wie gesagt auch alles in Ordnung. Lanolin nutze ich nach Bedarf.    welche Möglichkeiten habe ich noch? Einen Laser hatte ich im Wochenbett von der Hebamme. Hat jetzt auch keine Wunder vollbracht.  zwischenzeitlich war die Situation aber zumindest in Ordnung.  heute morgen hatte ich eine durchsichtige Flüssigkeit in dem Silberhütchen- Wundsekret?  Manchmal kann ich auch lose weiße Häutchen von der Brust abziehen.  Ich habe sowieso doofe/empfindliche Haut - trockene Haut mit Schuppenflechte. Hat vielleicht auch einen Einfluss?    Vielen Dank für einen Ratschlag. Ich glaube, wenn die oberen Zähnchen kommen und meine Tochter somit einen Gegenspieler hat, stille ich ggf. ab, wenn ich sie nicht soweit bekomme vorsichtig beim trinken zu sein.    Hilft oben ohne laufen? 


Biggi Welter

Biggi Welter

Liebe Okiravomblumenkamp, ich hoffe, ich kann dir ein paar gute Tipps geben, denn die Schmerzen sind wirklich höllisch. Lass doch zunächst einmal die Anlegetechnik überprüfen, denn wenn die Brust wund wird, stimmt etwas mit der Anlegetechnik nicht. Vielleicht wird es gleich viel besser, wenn eine Kollegin vor Ort dir zeigt, wie du dein Baby anlegen kannst. Adressen von Stillberaterinnen findest du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Auch gibt es stillverträgliche Schmerzmittel, bitte lass dir helfen! Hier jetzt erst einmal Tipps für eine Verbesserung der Heilung: o vor dem Stillen etwas Milch ausstreichen, um den Milchspendereflex auszulösen, bevor das Baby an die Brust anlegt wird. o an der weniger wunden Seite (so es eine gibt) zuerst anlegen o nach dem Stillen etwas Muttermilch ausstreichen und auf den Brustwarzen trocknen lassen (dies wird nicht empfohlen, wenn das Wundsein durch eine Soorinfektion verursacht wird, da Soor auf Milch gute Wachstumsbedingungen findet). o ausreichend hochgereinigtes Lanolin (unter den Handelsnamen Lansinoh, Purelan oder Lanosin erhältlich) auf die Brustwarze auftragen, um sie zwischen den Stillmahlzeiten feucht zu halten (aber nicht zu viel Lanolin verwenden, sonst wird die Brustwarze glitschig und das Baby kann beim Stillen abrutschen). Es hat sich herausgestellt, dass dadurch der Heilungsprozess bei wunden, offenen und blutenden Brustwarzen beschleunigt wird, wenn diese durch schlechte Stillhaltung, falsche Anlegetechnik oder Saugprobleme entstanden sind. o zwischen den Stillmahlzeiten Brustwarzenschoner mit großen Öffnungen und Löchern zur Luftzirkulation im Büstenhalter tragen, um die Brustwarzen zu schützen. Es können auch mehrere Einmalstilleinlagen aufeinandergeschichtet und in der Mitte ein Loch, das als Aussparung für die Brustwarze dient, hineingeschnitten werden. In manchen besonders schlimmen Fällen kann eine vorübergehende Stillpause, während der die Milch von Hand ausgestrichen oder mit einer guten Pumpe vorsichtig abgepumpt wird, sinnvoll sein. Das Baby wird während der Stillpause am besten mit einer alternativen Fütterungsmethode gefüttert. Lass die Brust auch unbedingt von einem Arzt ansehen, ich kann aus der Ferne nicht beurteilen, ob es Wundflüssigkeit ist. Evtl. brauchst du Medikamente, die dir helfen können. Ich hoffe, es geht dir ganz schnell besser! Liebe Grüße Biggi  


Tina0302

Hallo, ich habe gerade durch Zufall deinen Post gelesen und sehe 1:1 mein Problem. Bei mir hat es nach 8 Monaten angefangen und es war auch die linke Seite. Ich habe wirklich, bis auf die Anfangsphase, 8 Monaten ohne Probleme gestillt. Und plötzlich ging es los.. höllische Schmerzen beim Anlegen, ich habe teilweise geweint vor Schmerz. Die Brustwarze sah ansich aber nicht wahnsinnig schlimm aus. Meine Hebamme hat auch mehrfach gelasert, Abstrich auf Soor war negativ. Inzwischen habe ich mit 12,5 Monaten abgestillt.  Was mir geholfen hat, um die Schmerzen zumindest etwas erträglich zu machen waren die Mambiotic Kapseln und ich habe gemerkt, dass mit feuchter Wärme in Form von Baden, Duschen oder auch einfach durch ein kurzes Wasserbad der Brustwarze vor dem Stillen etwas besser war. Liebe Grüße 


Okiravomblumenkamp

Vielen Dank für dein Feedback 👍🏻 ich guck mal, dass ich die Kapseln mal ausprobiere 😊👍🏻


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