Mitglied inaktiv
Hallo Kristina! Ich stille meine Tochter seit 4 Monaten und alles ist super!!! Doch seit heute morgen ist irgent etwas anders. Sie trinkt stündlich aber nur 5 Minuten und ist recht unzufrieden an der Brust.Sie saugt an ,zieht die Warze lang,lässt sie aus ihrem Mund schnallen und weint,das wiederhohlt sich mehrmals bis sie richtig weint. Eben war es ganz schlimm. Ich habe mal an meiner Brust gedrückt,da kommt nicht ein Tropfen Milch?Oder setzt der MSR einfach nicht ein? Sonst geht das immer sehr schnell! Im Mund meiner Tochter befindet sich aber auch keine Milch. Ich muß dazu sagen,ich habe heute Nachmittag einen Termin, auf den ich absolut keine Lust habe. Kann psychischer Stress meine Milchproduktion gestört haben? Was kann ich denn jetzt tun? Ich will weiter stillen! L.G.Winterbaby
Kristina Wrede
Liebe Winterbaby, es kommt höchst selten vor, dass die Milch plötzlich "wegbleibt". Solche Situationen gibt es, wenn die Mutter plötzlich einem überaus großen Stress ausgesetzt ist (z.B. weil das Kind einen Unfall hatte oder andere einschneidende Ereignisse vorgefallen sind). Dann kann es dazu kommen, dass die Muter so verkrampft ist, dass der Milchspendereflex ausbleibt. Aber wie schon gesagt, das ist sehr selten, außerdem vorübergehend und man kann etwas dagegen tun. Für das von Ihnen beschriebene Verhalten kann es aber noch eine Vielzahl von anderen Gründen geben und ohne weitere Angaben und ohne euch sehen zu können, bin ich auf's Raten angewiesen. Bekommt die Kleine einen Schnuller oder eine gelegentliche Flasche? Dann könnte eine Saugverwirrung vorliegen. Manche Kinder reagieren auch so auf einen starken Milchspendereflex. Dann schießt die Milch geradezu aus der Brust und damit kommen nicht alle Kinder zurecht. Es kann auch sein, dass das Kind sehr leicht ablenkbar ist. Bei Babys, die in einer der Phasen sind, in denen sie besonders leicht ablenkbar sind, hat sich bewährt, sich zum Stillen mit dem Baby in eine ruhige und ablenkungsarme, "langweilige", eventuell auch abgedunkelte Umgebung zurückzuziehen. Am besten wenden Sie sich einmal an eine Kollegin vor Ort und besprechen Ihre Situation in aller Ruhe mit Ihr. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. Lieben Gruß, Kristina
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