Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Noch eine Frage

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kerstin158

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Vielen Dank für Ihre Antwort zu meiner vorherigen Frage. Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich grade etwas verwirrt und fast überfordert. Nicht wegen Ihrer Antwort, sondern weil man wirklich so viele verschiedene Ansichten, Ratschläge und Richtlinien zum Thema rund um´s Stillen hört und liest, bis man irgendwann nur noch zweifelt, ob man selber alles richtig macht. Aber Ihre Antwort hat mich dann doch wieder etwas positiver gestimmt. Bin nämlich wirklich dem Weg gefolgt eine Stillmahlzeit nach der anderen ersetzen zu wollen und wenn man dem glaubt, was man dazu meist liest, funktioniert das auch alles wie am Schnürchen. Selber, also ich zumindest, zweifelt man dann aber wieder an sich selbst, wenn diese Muster nicht zur Gänze funktionieren und das Kind trotz Karottenpürree doch wieder an die Brust will. Dank Ihrem Beitrag sehe ich die Geschichte wieder etwas lockerer, will weiterhin Beikost geben und nach Bedarf stillen ohne daran zu denken, dass andere z. B. sagen: Darfst ihr nicht immer nachgeben, so stillst du noch ewig. Und trotzdem würde mich interessieren wie bei anderen Müttern und Kindern z. B. das abrupte Umstellen vom Stillen zur Flasche und die gleichzeitige Einführung der Beikost angeblich ohne Probleme funktionieren? Flasche hätte ich zwischendrin auch mal versucht, hab´s aber wieder aufgegeben, weil meine Maus damit einfach nicht zufrieden war (wenn sie überhaupt aus der Flasche getrunken hat) Ich weiß, dass ist grade wieder ein riesen Beitrag, würde mich über Ihre Antwort aber sehr freuen. LG Kerstin


Biggi Welter

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Liebe kerstin158, bei den wenigsten Kindern klappt das so, da kann ich Sie beruhigen. Es ist nun einmal eine Sache der Einstellung, ob ich mein Kind als „Feind", der mich „drangsalieren" will ansehe und so schnell wie möglich diesem Kind klar machen will, dass ich am längeren Hebel sitze und in der Lage bin, es zu etwas zu zwingen, was dann für mich vielleicht von Vorteil ist, aber die Bedürfnisse und Persönlichkeit des Kindes in keinster Weise berücksichtigt oder ob ich das Kind und mich, ja die ganze Familie, als gleichberechtigtes „Team" sehe, in dem auf das schwächste Glied Rücksicht genommen wird und dem Kind und seinen Bedürfnissen Achtung entgegengebracht wird. Die meisten Mütter haben durchaus noch ein Gefühl dafür, was ihre Kinder brauchen und schaffen es, trotz aller Ratschläge von außen, doch ihrem Gefühl zu folgen. Einige Frauen haben zwar noch das Gefühl, dass ihr Kind Bedürfnisse hat, die gestillt (ist es nicht interessant, dass hier von „stillen" gesprochen wird) werden müssen, sind aber so verunsichert, dass sie gegen ihre innere Stimme handeln. Lassen Sie sich nicht verunsichern, in Ihrem Innern wissen Sie, dass Ihr Kind nicht Ihr Feind ist, der bekämpft werden muss. LLLiebe Grüße Biggi


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