Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Neurodemitis

Frage: Neurodemitis

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Hallo, brauche auch Ihren Rat. Meine Tochter ist 6 Monate alt und hat am Hals und auf der Brust einen trocken, schuppigen Ausschlag. Auf dem Hals sieht es rot aus und Sie kratzt (auf dem Hals hatte Sie es schon seit 3-4 monate) auf der Brust seit ca. einem Monat. Als ich beim KiArtzt wg. dem Hals nachfragte, meinte er es kommt vom Milch die Ihre immer runtergelaufen ist beim spucken und sei nicht schlimm. Gestern war ich noch mal beim Artz und er hat Neurodemitis festgestellt?! Wie schlimm es ist und kann man es heilen? Bei uns in der Familie liegen keinerlei Allergien vor! Uns wurde eine SAlbe verschreieben (zusammengemixt in der Apotheke).. Finde aber dass die Flecken auf dem hals anders aussehen als auf der Brust. Was kann man noch machen? habe irgedwo über die schwarzen Umschläge gelesen? Ich hoffe es ist heilbar. Ja meine Tochter zahnt und ich habe mit Beikost angefangen. Kann das damit zusammen liegen? Vielen DAnk für die Rückmeldung! PS: ich habe bis 5,5 Monate voll gestillt, und jetzt bekommt sie mittags Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei. Mir ist auch aufgefallen dass Sie Karotte und Kürbis gar nicht essen mag, also zur Zeit nur Fenchel und Pastinaken im Brei... Soll ich weiterhin nur das geben was sie ißt oder auch mit Karotte und Kürbis weiter versuchen?


Biggi Welter

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Liebe natik81, wie gesagt, ich würde den Speiseplan nur langsam erweitern und momentan auf Karotten verzichten. Sowohl für dein Kind als auch für deine Brust ist es günstiger, wenn Du den Begriff BEI Kost wörtlich nimmst. Beikost ist Nahrung, die ergänzend zur Muttermilch gegeben wird und nicht als Ersatz, denn sonst würde es ANSTATT Kost heißen. Bei der Vorgehensweise, dass langsam als ergänzende Nahrung Beikost angeboten wird, hat die Brust Zeit, sich an die Veränderung zu gewöhnen, das Kind hat ebenfalls mehr Zeit für die Umstellung und die Nährstoffe aus der Beikost können in Zusammenhang mit bei der gleichen Mahlzeit angebotener Muttermilch besser verwertet werden. Die Empfehlung lautet also nicht strikt erst eine komplette Mahlzeit vollständig zu ersetzen, ehe die nächste Mahlzeit ersetzt wird, sondern erst etwa eine Woche abwarten, ehe ein neues Nahrungsmittel eingeführt wird und die Beikost als Ergänzung und nicht als Ersatz für die Muttermilch betrachten. Daher gibt es auch keine festgelegte Zahl für die Stillmahlzeiten, sondern das Kind kann weiterhin nach Bedarf gestillt werden. Im gesamten ersten Lebensjahr sollte Muttermilch das Hauptnahrungsmittel des Kindes sein. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Allmählich wird sich die Menge der Beikost von selbst steigern und etwa ab den ersten Geburtstag werden sich das Verhältnis Beikost zu Muttermilch langsam umkehren, bis sich das Kind (wenn es dazu die Gelegenheit erhält, die Entscheidung selbst zu treffen) schließlich irgendwann ganz abstillen wird. LLLiebe Grüße, Biggi


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