Mitglied inaktiv
Hallo! Meine Kinderärztin meint, dass bei einer Magnet-Resonanz- Untersuchung (am Knie) Strahlung in die Muttermilch übergehen könnte und ich einen Tag abpumpen soll. Laut Anfrage im Untersuchungszentrum ist das nicht so, wenn kein Kontrastmittel verwendet wird. Also meine Frage, da ich verunsichert bin: Geht das jetzt mit der MR- Untersuchung (ohne Kontrastmittel) plus Röntgen und ganz normal weiter Stillen? Gibt es ein geringes Risiko - dann würde ich die Untersuchung verschieben? Herzlichen Dank für eine Antwort!
Kristina Wrede
Liebe Schlafdattel, wenn ein nicht-jodhaltiges Kontrastmittel eingesetzt wird, ist es kein Problem. Ich zitiere dir dazu aus Spielmann, Schaefer "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", 7. Auflage 2006: "Röntgenuntersuchungen, Ultraschall und Magnetresonanztomographie (MRT) Röntgenuntersuchungen, Ultraschall und Magnetresonanztomographie erfordern keine Stillpause, unabhängig vom Organ, das untersucht wird. Dies gilt selbstverständlich auch für die Mammographie und Computertomographie. Das Ultraschallkontrastmittel D-Galaktose (z. B.Echovist-200, Echovist-300) darf bei Bedarf eingesetzt werden. Einschränkungen gelten für jodhaltige Kontrastmittel." Sprich also deine Ärztin auf die Wahl des Kontrastmittels an, dann kann sie ein geeignetes wählen, und du musst keine Stillpause einlegen - und auch nicht länger warten mit der Untersuchung, als unbedingt nötig. Es lohnt es sich, Medikamente so wählen zu lassen, dass sie sich mit dem Stillen vertragen. Bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft) kann und sollte sich ein Arzt jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("mbryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030 30308 111 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Lieben Gruß, Kristina
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