Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter ist jetzt 9 1/2 Monate alt. Ich habe 6 Monate voll gestillt und danach zugefüttert. Sie ist von der ersten Stunde an nur mit Brust eingeschlafen. Die heutige Situation sieht so aus, dass ich 2-3x am Tag noch stille (vormittags, nachmittags nach Bedarf, Abends) und, jetzt kommt meine Sorge, die ganze Nacht durch! Ich schlafe vom ersten Tag an mit meiner Tochter in einem Bett, was wir unheimlich genießen. Wenn sie dann nachts die Brust wollte, habe ich mich einfach umgedreht und sie hat angedockt. Mittlerweile lässt sie meine Brust aber schon garnicht mehr los, so dass ich mich kaum bewegen kann, geschweigedenn den Raum verlassen kann. Ich habe im Prinzip kein großes Problem mit der Situation, doch bald wird sie 1 Jahr alt und ich möchte, dass sie bis dahin alleine einschlafen und schlafen kann. Gibt es ein sanftes Programm dafür? Schließlich ist die aktuelle Situation sehr extrem und es ist viel von ihr verlangt, auf einmal alleine zu schlafen.
Kristina Wrede
Liebe RockStarBaby, ob deine Tochter tatsächlich mit 1 Jahr allein ein- und durchschlafen kann, vermag ich dir nicht zu sagen. Es wäre jedoch eher ungewöhnlich, außer, sie ist in ihrer Entwicklung vielen Altersgenossen weit voraus. Ein Baby schläft ohne Brust ein, sobald es reif genug dazu ist. Das bedeutet jetzt aber nicht, dass Du noch die nächsten Jahre damit verbringen musst, dein Baby in den Schlaf zu stillen, wahrscheinlich wird es sogar schneller vorbei sein, als Du es dir jetzt vorstellen kannst. Hab ein wenig Geduld mit dir und deinem Kind und lass dein Baby Baby sein. Wenn Du gerne liest und ein Buch lesen möchtest, das sich mit dem Thema Schlaf auseinandersetzt und dessen Autor beim Thema Schlaf auch Achtung vor dem Baby zeigt und dessen Bedürfnisse ernst nimmt, kann ich dir wärmstens "Schlafen und Wachen ein Elternbuch für Kindernächte" von Dr. William Sears empfehlen, das Du im Buchhandel, bei der La Leche Liga und jeder LLL Stillberaterin bekommen kannst. Seit Jahrtausenden und in unzähligen Kulturen ist es so, dass Mütter ihre Babys in den Schlaf stillen. Das Saugen wirkt beruhigend und nicht umsonst wurden im Laufe der Zeit die verschiedensten Brustattrappen (z.B. Schnuller s.o.) erfunden. Von der Natur ist es nicht vorgesehen, dass ein Baby oder Kleinkind allein ist und alleine einschläft. Nur passt dieses "natürliche" Verhalten des Babys nicht in unsere derzeitige Zeitströmung und damit haben wir ein (von uns selbst produziertes) Problem: Babys wissen nicht, was zur Zeit "Mode" ist und benehmen sich so, wie sie es seit Anbeginn der Menschheit getan haben. Leider geht der Trend zu immer früherer Anwendung sogenannter Schlaftrainingsprogramme und Eltern von Babys, die sich nicht dieser "Norm" anpassen, wird mehr oder weniger direkt vermittelt, dass sie selbst schuld sind, ja manchmal kommt unterschwellig sogar dazu, dass dies Eltern sich als Versager fühlen sollten. Bevor du jemals zu einem "Trainingsprogramm" greifst, um deinem Kind das allein schlafen anzugewöhnen, lies ein wenig in den älteren Beiträgen darüber hier im Forum. Dein Kind wird es dir danken! Was Eure "siamesischen Nächte" betrifft, probiere doch mal folgendes: Wenn deine Kleine an der Brust eingedämmert ist, ziehst du vorsichtig die Brustwarze aus ihrem Mund und drückst dann, damit sie nicht wieder zu "suchen" beginnnt, ganz sanft ihr Kinn bzw. den Oberkiefer nach oben. Viele Kinder schlafen dann auch ohne Brust im Mund ein bzw. weiter. Manchmal hilft es auch, den Finger waagrecht unter die Unterlippe zu legen. Ich drück dir die Daumen! Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Hallo Kristina, vielen Dank für die schnelle Antwort. In Mütter- und Stillkreisen stoße ich meistens auf Verständnis, und das tut mir dann auch gut. Aber im Bekannten- u.Kollegenkreis traue ich mich schon garnicht mehr, das zu erzählen, weil man wirklich auf Unverständnis trifft. Traurig! Ich werde aber ab dem 01.08., dann ist meine Tochter 14 Monate alt, halbtags arbeiten gehen. Sie ist dann bei meiner Schwiegermutter und sollte dort evtl. einen Mittagsschlaf halten. Wie soll das dann gehen, ohne Brust? Das Buch habe ich mir gestern schon direkt bestellt. Geht W.Sears in dem Buch auch darauf ein, wie es in solchen Situationen mit der Partnerschaft funktioniert? Das ist ja auch so ein Thema... Dazu würden mich auch die Meinungen Anderer interessieren, die mit ihren Kindern gemeinsam schlafen. Viele Grüße RockStarBaby
Kristina Wrede
Liebe RockStarBaby, schau doch mal "nebenan" ins Stillforum. Dort tauschen sich die Mütter zu all diesen Fragen ganz rege aus und du wirst sicher viele Erfahrungsberichte bekommen... Unverständnis ist traurig, aber nachvollziehbar: Wer das nicht selbst erlebt (hat), kann sich nicht vorstellen, wie es sich anfühlt. Darum solltest du auch nur solche Leute "ernst" nehmen, die wirklich wissen, wovon sie sprechen. Wer die Bedürfnisse (s)eines Kindes nicht wahrnimmt oder ernstnehmen kann, der ist nicht kompetent, um darüber zu urteilen! Das mit der Partnerschaft ist tatsächlich sehr schwer! Ganz gleich, ob eine Frau stillt oder nicht, ihr Leben wird nach der Geburt des Kindes nie wieder so sein, wie zuvor, selbst dann nicht, wenn sie ihr Kind unmittelbar nach der Geburt zur Adoption frei geben würde. Elternsein bedeutet immer Einschränkung der persönlichen Freiheit und das Stillen ist nicht wirklich der Punkt, der die größte Einschränkung bedeutet, es wird nur leider oft so dargestellt. Und so verändert sich auch die Partnerschaft: Auch sie wird leider nie wieder die sein, die sie vor dem Baby war. Das mag traurig erscheinen, ist aber eben auch eine "normale" Entwicklung und bietet eine wunderbare Gelegenheit zum miteinander weiter wachsen. Auch ohne Stillen haben viele Frauen in den ersten Monaten nach der Geburt kein Verlangen nach Sex. Der Alltag mit Baby und die ganzen Veränderungen, die sich daraus ergeben, dass eine Frau Mutter und das Paar Eltern geworden ist, bringen auch viele Veränderungen in der Beziehung mit sich. Eine medizinische Umfrage ergab, daß stillende Frauen nach der Geburt wieder eher Lust auf Liebe haben als nicht stillende. Dies zeigt, daß das Erleben und Empfinden bei jeder Frau individuell verschieden ist. Sogar bei derselben Frau unterscheidet es sich von einer Zeit zur anderen, von Geburt zu Geburt. Ein Gefühl von innerer Zufriedenheit, das zum Stillen gehören kann, fließt bei manchen Frauen in die Beziehung zum Mann. Die Gefühle der Wärme und Zärtlichkeit für das Baby können in ein gesteigertes sexuelles Verlangen übergehen und auch zu einer tieferen Bindung zwischen Mann und Frau führen. Andere Frauen, denen von ihrem Partner einige Freiräume und Unterstützung zugestanden wurden berichten, daß sie eher Lust hatten, als Frauen, die sehr angebunden waren, sich angebunden fühlten oder sich selber anbanden, indem sie sich bei allem, was das Baby betraf, alleinverantwortlich fühlten. Es kommt aber auch vor, dass Frauen in der Stillzeit sexuell weniger interessiert sind. Manche Frauen haben in der Stillzeit aufgrund der niedrigeren Östrogenwerte ein Problem mit Scheidentrockenheit. Dem lässt sich mit einer Gleitcreme und auch mit einem ausgedehnten Vorspiel entgegenwirken. Es hat keinen Sinn sich dann zu irgendetwas zu zwingen. Doch in jedem Fall sollte sich das Paar die Zeit nehmen miteinander zu sprechen, denn dies schafft Nähe und darüber finden Paare auch körperlich leichter zueinander. Und wenn das Ehebett vom Baby "belegt" ist, gibt es ja zum Glück noch viele andere Plätze zuhause, an denen man zusammen kommen kann. Lieben Gruß, Kristina
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