Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe eine 19 monate alte Tochter, die ich neben der Familienkost noch recht viel stille. Jetzt bin ich in der 10.ssw und meine Fä hat mir strikt verboten zu stillen, weil mein Körper das nicht aushalten könne und es zu einer Fehlgeburt kommen kann und man das eine vor dem anderen beenden sollte. Habe mich sehr darüber geärgert, denn ich möchte nicht so abrupt abstillen, sondern es langsam auslaufen lassen, zumal meine Tochter schon noch sehr viel Wert aufs Stillen legt. Besonders nachts kommt sie noch häufig. wollte ihr eigentlich Zeit lassen, bis sie soweit ist. Allerdings ist mir im Moment sehr viel übel und ich fühle mich, als hätte ich einen Bleimantel an. Könnte nur schlafen und bin völlig ko. Das hatte ich in der ersten SS nicht. nur Sodbrennen und etwas müder, aber nicht so extrem wie gerade. Hat das mit dem Stillen zu tun? Wie kann ich nachts die "Stillerei" reduzieren? Tagsüber schaffe ich es ganz gut abzulenken und/oder zu verzögern. Aber nachts kommt sie dann doppelt so viel, als wollte sie nachholen. unabhängig ob sie viel oder wenig am Tag gegessen hat. ihr erklären, dass ich es nicht mehr mag, kommt leider noch nicht wirklich an und sie weinen lassen, mag ich gar nicht. Dann habe ich ein Problem mit dem Essen. Die Übelkeit habe ich einigermaßen im Griff, wenn ich stetig was knabber oder esse. Aber wenn ich eine normale Mittagsportion zu mir nehme (die schon kleiner ausfällt) dann hab ich danach Bauchschmerzen und muss sofort wegen Durchfall zur Toilette. Wo kann das her kommen? Fühle mich dann hundeelend. Mache mir ein wenig Sorgen, dass es alles ein bisschen viel ist. Aber eigentlich gibt es ja genug Mütter die in der Schwangerschaft weiter stillen. Ich hoffe ehrlich gesagt darauf, dass die Milch sich verändert und meine Tochter sie bald nicht mehr mag. Aber so gewohnt und gewollt das Stillen ist, so sehr strengt es mich gerade an. Zumal die Brustwarzen beim Ansaugen teilweise sehr schmerzen. Vielleicht haben Sie einen Tip für mich. Das Buch "wir stillen noch" hab ich schon gelesen und hab da viel Kraft geschöpft, aber mein Körper scheint anders zu wollen. Will das Baby nicht gefährden. Vielen Dank steffisel
Kristina Wrede
Liebe Steffisel, zunächst einmal ganz herzlichen Glückwunsch!! Nein, Stillen verursacht KEINE Fehlgeburten. Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise, die eine andersklingende Aussage belegen würden. Gleichwohl kommt es bei vielen Schwangerschaften zu Fehlgeburten, die zumeist ihren biologischen Grund haben. Eine erneute Schwangerschaft ist kein Abstillgrund. Es ist möglich während der gesamten Schwangerschaft weiter zu stillen und sogar nach der Geburt des nächsten Babys beide Kinder zu stillen (das wird Tandemstillen genannt). Viele Kinder stillen sich allerdings im Laufe der erneuten Schwangerschaft ab, unter anderem deshalb, weil sich der Geschmack der Milch verändert. Bei einem normalen Schwangerschaftsverlauf schadet das Stillen nicht. Als Mutter solltest du, wenn du dich zum weiterstillen entscheidest, auf eine gute und ausgewogene Ernährung achten, um Mangelerscheinungen bei sich selbst zu vermeiden. Wenn du keine "normalen" Portionen verträgst, dann nimm eben häufige kleinere Mahlzeiten zu dir, eben gerade so, wie es sich gut anfühlt. Woran genau deine Übelkeiten liegen kann ich nicht sagen, aber recht sicher haben sie nichts mit dem Stillen zu tun, sondern "nur" mit der Schwangerschaft selbst. Manche Frauen brauchen deutlich mehr zusätzliche Kalorien, wenn sie schwanger sind und gleichzeitig stillen. VIelleicht sind diese Infos auch noch interessant für dich: In der Schwangerschaft kann die Milchproduktion nachlassen und es ist nicht immer möglich sie mit den üblichen Methoden zur Steigerung der Milchmenge wieder zu erhöhen. Deshalb sollte die Gewichtskurve des gestillten Kindes im Auge behalten werden. Einige Frauen haben Probleme mit sehr empfindlichen oder sogar wunden Brustwarzen, die auf die Hormonumstellung durch die Schwangerschaft zurückzuführen sind. Wie lange diese Empfindlichkeit und das Wundsein anhalten, lässt sich nicht vorhersagen. Leider helfen, die meisten Empfehlungen für wunde Brustwarzen in dieser Situation nicht. Noch einmal: Es gibt keine bewiesenen Risiken für Mutter oder ungeborenes Kind, wenn die Mutter während der gesund verlaufenden Schwangerschaft stillt. Auch Gebärmutterkontraktionen, die beim Stillen auftreten können, sind ein normaler Teil der Schwangerschaft. (Die Stimulation der Brustwarzen verursacht die Ausschüttung geringer Mengen des Hormons Oxytozin, das wiederum Kontraktionen der Gebärmutter und der Milchbläschen in der Brust verursacht). Auch während des Geschlechtsverkehrs, den die meisten Paare auch während der Schwangerschaft weiterhin haben, kann es zu Gebärmutterkontraktionen kommen. Selbst wenn einige stillende Mütter stärkere und häufigere Kontraktionen während der Spätschwangerschaft spüren, scheinen diese keine Gefahr für das ungeborene Baby im Verlauf einer normalen Schwangerschaft darzustellen. Eine Studie ergab, dass Stillen keine negativen Auswirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft zu haben scheint (Moscone und Moore, 1993). Außer dem Wunsch der Mutter abzustillen, gibt es nur wenige Gründe, während einer Schwangerschaft nicht weiterzustillen. Dazu gehören: o Schmerzen in der Gebärmutter oder Blutungen; o vorangegangene Frühgeburten; o ununterbrochener Gewichtsverlust der Mutter im Verlauf der Schwangerschaft. Dies kommt jedoch nur sehr selten vor. Stillen verursacht auch keine Blutungen. Es gibt auch keine Beweise dafür, dass eine vorangegangene Fehlgeburt ein Grund zum Abstillen sei. Allerdings ist es jetzt die Frage, wie Du mit deiner Angst umgehen kannst. Für eine Frau, die in großer Sorge ist, dass das Stillen dem Ungeborenen schaden könnte und deshalb kaum mehr aus der Panik herauskommt, kann es unter Umständen besser sein, dass sie abstillt, einfach, damit sie ihren Seelenfrieden findet und sich nicht ewig - für den Fall, dass es zu einer Fehlgeburt kommt - mit dem berühmten „Und wenn doch" oder „Was wäre gewesen wenn" herumquält. Lieben Gruß, Kristina
Mitglied inaktiv
Hallo, unabhängig vom Stillen ging es mir in der Schwangerschaft auch sehr schlecht in den ersten Wochen. Ich habe sie eigentlich nur auf dem Sofa verbracht, weil ich das Gefühl hatte, mein Körper macht nicht mehr mit. Als unglaubliche Hilfe habe ich dann die Akupunktur durch eine Hebamme empfunden. Vielleicht wäre es auch etwas für dich? Man kann damit nicht nur die körperliche, sondern auch die seelische Ebene beeinflussen. Weiterhin viel Glück! LG Daniela
Mitglied inaktiv
Vielen lieben Dank. Das Durchfall und Übelkeitsproblem hab ich mittlerweile - glaube ich - ganz gut im Griff und die Sorge um das Ungeborene ist durch die Erklärungen schon fast weg. Ich vertraue einfach auf mein Bauchgefühl und das sagt, es ist alles gut so wie es ist. Nur das Stillen der Großen in der Nacht schlaucht mich ungemein. Mittlerweile stillt sie tagsüber deutlich weniger und ißt mehr, aber nachts holt sie alles nach. z.B. gestern in der Zeit von 20 uhr bis 8 Uhr heut morgen ungefähr 10-12x. Manchmal auch alle halbe Stunde und einmal drei Stunden Pause. Ich bin während des Stillens immer wach, da sie beim Einschlafen gern auch mal zwickt und ich das besser aushalten kann wenn ich wach bin. Das ständige und kurzzeitige Abdocken aus dem empfohlenen Buch gelingt nicht wirklich. Irgendwie hält sie dadurch noch länger fest. Im Moment schlauchen mich diese Nächte sehr und ich will das so nicht mehr. Aber außer verweigern fällt ich nichts sinnvolles ein und ich will die enge Bindung nicht zerstören. Kann ich sie anders an Nähe noch absättigen?? Danke schon mal für alle Tipps und Ideen. steffi
Die letzten 10 Beiträge
- Stillen-Abpumpen-Zufüttern-Gewicht
- Abstillen in der Schwangerschaft
- Nächtliches Stillen
- Zusätzliche Stillmahlzeit einmalig durch Brei ersetzen
- Baby 9 Monate nachts abstillen
- Zu viel Milch linke Brust
- Weiterstillen trotz Zähnen
- Stillen und neue Brille
- Stillprobleme, Stillhütchen, Zungenbändchen
- Erneute Rückfrage Wildfleisch