Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

kurzes Stillen

Frage: kurzes Stillen

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Hallo, mein Sohn (4,5 Monate) trinkt zur Zeit, wenn er Hunger nur eine Brust und dass in einer Zeit von 2 bzw. 3 Minuten. Ich versuche ihm immer die andere Brust noch anzubieten, aber er dreht sich dann weg. Ich weiß daher nicht, ob er wirklich satt ist oder nicht. Auch wird er häufig beim stillen unruhig und fängt das strampeln an. Dadurch, dass er nur die eine Brust trinkt ist die andere voll. Soll ich diese dann abpumpen oder ausstreichen. Ich mache mir immer Sorgen, dass ich einen Milchstau oder Brustentzündung bekomme. Ich hatte nach der Geburt kurz hintereinander zweimal nen Milchstau mit Fieber und möchte nicht nochmal einen bekommen.


Biggi Welter

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Liebe rimini, für dieses Verhalten kann es eine Vielzahl von Gründen geben und ohne weitere Angaben und ohne euch sehen zu können, bin ich auf's Raten angewiesen. Eine Möglichkeit ist die, dass der Kleine gelernt hat schnell zu trinken und schlicht satt ist. Bekommt der Kleine einen Schnuller oder eine gelegentliche Flasche? Dann könnte eine Saugverwirrung vorliegen. Manche Kinder reagieren auch so auf einen starken Milchspendereflex. Dann schießt die Milch geradezu aus der Brust und damit kommen nicht alle Kinder zurecht. Es kann auch sein, dass das Kind sehr leicht ablenkbar ist. Bei Babys, die in einer der Phasen sind, in denen sie besonders leicht ablenkbar sind, hat sich bewährt, sich zum Stillen mit dem Baby in eine ruhige und ablenkungsarme, "langweilige", eventuell auch abgedunkelte Umgebung zurückzuziehen. Am besten wenden Sie sich einmal an eine Kollegin vor Ort und besprechen Ihre Situation in aller Ruhe mit ihr. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Sie können immer dann, wenn Ihre Brust prall und voll wird und Ihr kleiner Sohn nicht mehr trinken mag, vorsichtig gerade so viel Milch ausstreichen oder abpumpen, dass das unangenehme Spannungsgefühl nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Bitte keinesfalls mehr Milch als unbedingt notwendig aus der Brust entleeren, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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