Mitglied inaktiv
Bei mir ist gestern eine Herpangina festgestellt worden. Nun habe ich angst, dass ich meiner 4monate alten Tochter (voll gestillt) irgendwie schaden könnte.estens habe ich kaum Apettit und zweinge mich zum essen oder trinken, minimale Mengen (kann es sein dass sie dann nicht alles bekommt was sie braucht) und zweitesn habe ich so starke Schmerzen das ich Ibuprofen nehme, das ist doch o.k. beim Stillen, oder aber in welcher Dosis und wie lange? ich will noch nicht abstillen oder würden Sie das empfehlen. Ich habe gehört, dass Ingwertee gut sei soll, kann man das nehmen oder wirkt das irgendwie abstillend?
Liebe fantasypucki, es gibt nur sehr wenige Erkrankungen der Mutter, die ein Abstillen oder eine Stillpause erforderlich machen und eine Erkältung, Halsschmerzen (auch Angina), ein grippaler Infekt oder eine Bronchitis gehören ganz sicher nicht dazu. Im Gegenteil: bei fast allen Krankheiten war das Kind den Erregern schon ausgesetzt ehe die Mutter überhaupt bemerkt, dass sie krank ist/wird. Wird dann abgestillt ist erstens die Ansteckung ohnehin meist schon erfolgt, die Ansteckung ist auch nur bei ganz wenigen Krankheiten durch die Muttermilch möglich, so dass Abstillen keinen Sinn in dieser Hinsicht hat und außerdem werden durch das Abstillen dem Kind die Antikörper, die es über die Muttermilch bekommt, und die es vor einer Ansteckung schützen oder den Verlauf der Krankheit abmildern, vorenthalten. Ernährt sich eine Mutter nicht gut, so geht dies zunächst nicht zu Lasten der Qualität der Muttermilch, sondern zu Lasten der Mutter. Erst wenn die Reserven der Mutter erschöpft sind (zum Beispiel bei schwer unterernährten Frauen in Hungergebieten), kommt es zu Veränderungen der Muttermilch, die jedoch weniger die Qualität als die Quantität betreffen. Doch so weit kommt es bei uns normalerweise nicht, denn selbst eine nicht so optimale Ernährung ist in der Regel doch ausreichend und ich gehe nun einmal nicht davon aus, dass Sie kurz vor dem Hungertod stehen. Zum Ibuprofen zitiere ich aus Schaefer, Spielmann "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit", 7. Auflage 2006: „Antiphlogistika Erfahrungen. Die Gruppe der Säureantiphlogistika weist aufgrund ihrer Azidität und ihrer hohen Plasmaeiweißbindung (bis 99 %) nur sehr niedrige M/P-Quotienten von deutlich unter 1 auf. IBUPROFEN hat eine Halbwertszeit von nur zwei Stunden. Bei therapeutischer Gabe von 800 bis 1600 mg/Tag fand man kein Arzneimittel in der Muttermilch. Die Nachweisgrenze wurde in den beiden vorliegenden Untersuchungen mi 1 bzw. 0,5 mg/l angegeben. Über Nebenwirkungen bei gestillten Kindern wurde nicht berichtet. ... Empfehlung für die Praxis: Unter den nichtsteroidalen Antiphlogistika sind in der Stillzeit die Säureanitphlogistika Ibuprofen und Flurbiprofen Mittel der Wahl. Bei gelegentlicher Einnahme zulässig erscheinen Azapropazon, Diclofenac und Flufenaminsäure." Zum Ingwertee finde ich nichts spezielles, zitiere aber auch aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit“ Schaefer, Spielmann, 7. Auflage 2006: „Bei Phytotherapeutika sollten therapeutische Dosen eingehalten und Tees nicht exzessiv genossen werden. Die Herkunft muss deklariert sein, da eine Kontamination mit unerwünschten pflanzlichen Bestandteilen, Schwermetallen und Pestiziden sonst nicht auszuschließen ist. Nichtalkoholische Zubereitungen sind zu bevorzugen“ Gute Besserung! LLLiebe Grüße, Biggi
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