Lilime17
Hallo! Ich frage mich, ob mein Sohn derzeit genügend Milch trinkt. Er ist 7 1/2 Monate alt und bekommt mittags und abends Brei. Ich stille ihn weiterhin nach Bedarf, allerdings kommt mir dieser zurzeit sehr gering vor. Unser Tag läuft folgendermaßen ab: Nachts trinkt er alle 2-3 Stunden eine Seite an der Brust, zwischen 4.30 und 6.30 Uhr manchmal auch stündlich. Vor dem Aufstehen zwischen 6.30 und 7.00 Uhr trinkt er manchmal auch noch einmal ein paar Schlucke, aber nicht immer. Vor unserem Vormittagsspaziergang biete ich ihm zwar die Brust an (zwischen 8 und 9 Uhr), allerdings nimmt er entweder nur wenige Schlucke oder lässt sich gar nicht anlegen. Im Sitzen drückt er sich weg, im Liegen kugelt oder robbt er einfach davon. Ca. um 11.00 Uhr gibt es Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, da isst er um die 150 g plus 30 g Obstmus zum Nachtisch. Hinterher trinkt er auch ein bisschen aus dem Trinklernbecher. Allerdings geht es da eher noch um die Technik als ums Durstlöschen... Wenn wir gegen 12.30 Uhr ins Bett gehen, trinkt er auch nur wenige Schlucke an der Brust und steckt sich dann den Nuckel in den Mund. Nach dem Mittagsschlaf trinkt er beide Seiten im Bett liegend (ca. 14.00/14.30 Uhr). Das ist dann seit dem Aufstehen die erste nennenswerte Stillmahlzeit. Nachmittags bietet ich ihm noch einmal zwischen 15.30 und 16.00 Uhr die Brust an - mit gleichem Ablauf wie am Vormittag. Er trinkt also auch da nicht viel bis gar nichts. 17.30 Uhr gibt es Milch-Getreide-Obstbrei, den ich nach Packung mit 100 ml Vollmilch und 100 ml Wasser anrühre. Davon isst er ca. 150 g und trinkt im Anschluss noch etwas Wasser. Wenn wir abends gegen 19.00 Uhr ins Bett gehen, trinkt er beide Seiten vor dem Einschlafen, danach wie gesagt alle 2 bis 3 Stunden mindestens eine Seite. Es heißt ja immer, dass Milch im ersten Lebensjahr das Hauptnahrungsmittel ist. Bekommt mein Sohn bei seinem jetzigen Trinkverhalten überhaupt genug? Zum Stillen zwingen kann und will ich ihn ja nicht, er drückt sich ganz vehement weg. Muss jetzt etwa doch noch die Flasche her? Die kennt er überhaupt gar nicht, er wurde bis zur Breieinführung immer nur gestillt. Wenn er vormittags und nachmittags komplett die Brust verweigert, gebe ich ihm seinen Becher, woraus er dann auch etwas Wasser trinkt. Als nächstes würde jetzt ja nachmittags der Obst-Getreide-Brei kommen. Ist es überhaupt sinnvoll den anzubieten, wenn er nach den Mittagsschlaf gestillt wird? Weglassen kann ich die Stillmahlzeit doch nicht aber auch noch, dann würde er ja nur noch abends-morgens Muttermilch bekommen. Wäre es eine Alternative, den GOB morgens als 2. Frühstück anzubieten? Abschließend möchte ich noch sagen, dass er zurzeit sehr aktiv ist und ca. 5 nasse und 3 volle Windeln am Tag produziert. Vielen Dank im Voraus! Liebe Grüße Lilime17
Liebe Lilime17, ich würde jetzt keine weitere Beikost anbieten, dazu ist Dein Baby zu jung. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wird das Kind ausreichen häufig gestillt, braucht es keine andere Milchnahrung und auch keinen Milchbrei oder Flaschennahrung. Du könntest einfach VOR dem Brei kurz anlegen oder aber anstatt dem Milchbrei einen milchfreien Brei anbieten und davor noch stillen. Ladd Dir Zeit mit dem Brei, wenn Du noch gerne stillst, braucht Dein Kind noch keinen Milchbrei. LLLiebe Grüße Biggi