*delphin*
Biggi, ich bin etwas traurig und verzweifelt. Unser Baby (7 Monate) hat bis vor 1 Woche leidenschaftlich gestillt. Seit 1 Woche ist das aber anders, er trinkt, dreht den Kopf weg, lacht die Brust an, dreht sich weg. Er ist sehr unruhig, schläft nicht mehr viel. War beim Kinderarzt, und er meinte, das bei ihm im Moment 5 Zähne auf einmal kommen !!!! :-( Nun mache ich mir Sorgen, und vielleicht viel zu viele Gedanken. Kann es sein, das sich ein Kind beim Zahnen abstillt ? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit ? Meine Schwiegermutter meinte, es sei ein Zeichen, das er jetzt nicht mehr satt wird, ich soll mit Brei anfangen. Stimmt das ? Ich würde gerne weiterstillen, er trinkt ja auch, aber nicht mehr so viel wie vorher. Tut ihm das evtl. weh zu saugen ???? Kann das sein ? Was soll ich machen ? Er hat vorher die Brust immer genommen, zu jeder Zeit, satt oder nicht.... jetzt dreht er sich ständig weg, isst aber auch kaum Beikost ..... WAS TUN ???? :-/ Viele Grüße *delphin*
Liebe delphin*, nein, es stimmt nicht, dass dein Kind jetzt Brei braucht! Ein sieben Monate altes Kind stillt sich nicht selbst ab, es streikt eventuell an der Brust oder es ist saugverwirrt, vielleicht sind es auch wirklich die Zähne, die deinem Baby zu schaffen machen. Am besten wendest Du dich einmal für eine persönliche Beratung an eine Stillberaterin in deiner Nähe. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann passieren, dass sich dein Kind dann zur Flasche hin abstillt. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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