Luty78
Guten Tag, ich gebe meiner Tochter, 6 Monate alt geworden, seit 2 Tage Pastinakenbrei. Wie merke ich, ob Sie etwas nicht verträgt? Gestern Abend, 2 Std nach dem Einschlafen, ist sie schreiend aufgewacht und lies sich nicht beruhigen. Das kommt sonst nie vor, dass sie überhaupt schreit. Der Bauch war auch etwas hart, habe dann mit Windsalbe und einen Kümmelzäpfchen etwas Abhilfe geschaffen. Muss das Baby ab Einführung der Beikost täglich Stuhlgang haben? Füttere ich jetzt weiter oder warte ich noch etwas mit der Gabe der Beikost. Meine Tochter hat schon richtig Gefallen daran gefunden. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Liebe Luty78, für den Darm des Kindes bedeutet die Einführung von Beikost verständlicherweise eine Umstellung und es kann gelegentlich zu Verdauungsproblemen kommen sowohl in die eine, wie in die andere Richtung und das kann den Kindern durchaus mehr oder minder ausgeprägtes Unwohlsein verschaffen. Eine Angabe in Form von „xx Tage kein Stuhlgang ist tolerierbar" lässt sich nicht machen, denn das hängt auch vom Befinden des Kindes ab. Es sollte jedoch nicht massiv eingegriffen werden (z.B. mit der Fieberthermometermethode, Abführmitteln oder Klistieren). Dies ist immer ein Eingriff in den „normalen" Ablauf und kann auch zur Gewöhnung führen, so dass sich ein langfristiges Problem daraus ergeben kann. Leichte Bauchmassage ist in keinem Fall schädlich. Wenn ein Kind allerdings längerfristig Probleme mit festen Stuhlgang oder gar Verstopfung hat sollte auf der einen Seite darauf geachtet werden, dass es genügend Flüssigkeit zu sich nimmt (eventuell sogar häufiger stillen) und auf der anderen Seite sollte die Beikost so gewählt werden, dass sie eher stuhlauflockernd als stopfend wirkt. Gerade die bei uns so beliebten Karotten für Babys führen nicht selten zu Verstopfung (beim Obst gilt dies für Banane), andere Gemüse wie Zucchini, Kürbis, Pastinake, Brokkoli und auch Obstsorten wie Birne werden oft besser vertragen und tragen zu weicherem Stuhlgang bei. Ein Wechsel der Gemüse und Obstarten kann deshalb sehr sinnvoll sein. Außerdem sollte unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden. Am besten gibst Du anfangs nur kleine Mengen Beikost und steigerst diese langsam. LLLiebe Grüße Biggi