Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Windei oder alles normal?

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Frage: Windei oder alles normal?

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Hallo Herr Dr. Bluni, laut meinem FA bin ich 5+2, was mit meiner Rechnung auf den Tag genau übereinkommt, da ich genau weiss, wann der ES war. Ausser einer Fruchthülle konnte man noch nichts sehen (war mir aber klar). Leider liest man so viel, dass ich jetzt eben total verunsichert bin. Kann es sein, trotz terminlich zeitgerechter Entwicklung, dass es ein Windei ist oder wird, oder ist es bei einer zeitgerechten Fruchhülle eher unwahrscheinlich. Ich fühle mich so verunsichert, da ich überhaupt keine SS-Symptome habe, was ich von meinen anderen SS her nicht kenne. Vielen Dank im Voraus GLG Mely


Dr. med. Vincenzo Bluni

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liebe Mely, 1. unabhängig von den Angaben der Schwangeren hinsichtlich des Datums der letzten Regel oder des vermeintlichen Termins der Befruchtung, berechnet immer noch der frühe Ultraschall das Schwangerschaftsalter und den Entbindungstermin am genauesten. Und so kommt es recht häufig vor, dass dadurch, dass er Zyklus etwas unregelmäßig war, der Eisprung früher oder später eintrat oder die Schwangerschaft einfach etwas jünger/älter ist, als erwartet und man deshalb in der frühen Schwangerschaft eine Korrektur des Schwangerschaftsalters vornehmen muss. Das kann dazu führen, dass sich im Ultraschall weniger oder mehr sieht, als man vielleicht erwarten würde. In den wohl meisten Fällen kann man hier aber bei gewissen Abweichungen beruhigen, auch wenn man manchmal erst noch eine zusätzliche Kontrolle per Ultraschall durchführen muss und ggf. das Schwangerschaftshormon HCG im Verlauf kontrollieren wird. Aus diesem Grund ist eine Terminkorrektur in der Frühschwangerschaft in den ersten 3-4 Monaten ein häufiger und nicht ungewöhnlicher Vorgang. Hiervon sind dann frühe Wachstumsminderungen / Retardierungen zu unterscheiden, die allerdings schon eine Bedeutung in dem Sinne haben, als dass Sie ein Hinweis auf ein Störung oder einen nicht regulären Verlauf sein könnten. 2. man sollte die Schwangere natürlich davon in Kenntnis setzen, dass die Schwangerschaften erstens individuell völlig unterschiedlich verlaufen können, mit zum Teil völlig neuen und auch unterschiedlichen Erfahrungen bei bestimmten körperlichen Veränderungen. Und so kann auch die Anwesenheit/das Fehlen und oder Intensität der typischen Schwangerschaftssymptome und schwangerschaftstypischer Beschwerden variieren. Dieses Phänomen hat aber nur selten eine klinische Bedeutung für den aktuellen Zustand der Schwangerschaft. Insofern kann die Schwangere bei bisher unauffälligen Untersuchungsbefunden meist beruhigt sein. VB


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