Frage im Expertenforum Schwangerschaftsberatung an Dr. med. Vincenzo Bluni:

Stress, Unwohlsein

Frage: Stress, Unwohlsein

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Guten Tag, ich bin jetzt in der 35. Schwangerschaftswoche (EET 19.10.07)und fühle mich überhaupt nicht mehr wohl. Gegenüber meinem Mann reagiere ich nur noch gereizt und oft auch überzogen. Momentan fühle ich mich sehr unwohl, da ich das Gefühl habe, noch einiges in der Babyanschaffung erledigen zu müssen. Hinzu kommt, dass mein Mann ab Oktober dienstlich versetzt wird und nur am Wochenende zu Hause sein wird. Da es sich um ein Studium bei der Polizei handelt, kann er nach der Geburt nicht einmal Urlaub nehmen. Er bekommt einen Tag, fertigt. Vermutlich muss ich dann auch mit dem Taxi in die Klinik fahren, bzw. nach der Entbindung nach Hause. Dies ist für mich gerade sehr belastend. Nachts liege ich oft wach und grübel über vieles nach. Besonders die Situation meiner Eltern macht mir zu Zeit zu schafften. Hierzu kann ich nur sagen, dass sie nach einem Urlaub vor ca. 2 Monaten nicht mehr miteinander reden. Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit meiner Mutter (mein Mann war auch dabei). Ich sprach sie darauf an, warum sie mir gegenüber nun auch komisch und desinteressiert ist. Dazu muss ich sagen, dass meine Eltern 300 Meter entfernt wohnen. Und meine Mutter oft mit dem Fahrrad an unserem Haus vorbei fährt. Bei dem Gespräch heulte sie fast die ganze Zeit und machte mir auch Vorwürfe, dass ich nicht zu ihr halten würde. Ich wollte mich zu Beginn ihres Streites eigentlich raus halten und hätte zu ihr gesagt, "da gehören immer zwei dazu". Wie soll ich mich denn verhalten? Mein Vater "flüchtet" jetzt oftmals zu meinem Mann und mir und hilft uns etwas beim Anlegen unseres Gartens, da wir letztes Jahr ein Haus gebaut haben. Meiner Mutter habe ich zudem auch gesagt, dass ich es enttäuschend finde, dass sie nie bei mir vorbeikommt. Oder mal fragt, ob sie mir etwas abnehmen kann. Ist das zu viel verlangt? Oder sehe ich es falsch. Ich dachte immer Großeltern freuen sich auf ihr erstes Enkelkind. Momentan belastet mich die Situation mit meiner Mutter am meisten. Ich würde am liebsten zu ihr sagen, dass sie sich bei mir gar nicht melden soll. Auch wenn mein Baby da ist. Ich hätte so gern eine ruhevolle Zeit des Mutterschutzes, aber ich hab eine ständige Unruhe in mir. Was aber auch in der gesamten Schwangerschaft der Fall war. Ich bin Polizeibeamtin und war in der Wache (Innendienst) eingesetzt. Manchmal war mir dort alles zu viel und oftmals war es u.a. auch sehr stressig. Ich möchte mich jetzt nur noch auf unser Baby freuen. Aber irgendwie schaffe ich es nicht. Ich habe jetzt mehrfach schon gelesen, dass es für das Baby sehr schlecht sei. Wirkt sich das auf sein späteres Verhalten aus? Wie gesagt, am liebsten würde ich den Kontakt zu meinen (egoistischen) Eltern abbrechen, da mich es Tag und Nacht beschäftigt (Träume, grübeln, und tagsüber weine ich auch oftmals). Vielen Dank fürs Lesen


Dr. med. Vincenzo Bluni

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Liebe Heike, auch, wenn man(n) es kaum glauben mag, die Facetten der Veränderungen der Frau in der Schwangerschaft und im Wochenbett, können sehr vielgestaltig sein und sogar soweit reichen, dass man überzeugt ist, dass es ein grundsätzliches Problem vorliegt, was es aber meist nicht ist. Ganz wichtig ist der offene Austausch über die Gefühle, das Gespräch mit dem Frauenarzt oder Frauenärztin, aber auch die Bereitschaft des Partners, sich dessen anzunehmen. Diese emotionalen Veränderung führen in manchen Fällen eben auch zu einer gesteigerten Nervosität, einer geringeren Frustrationstoleranz und möglichen Überreaktionen Kindern oder dem Partner gegenüber. Mit der Muterrolle geht nun doch eine erhebliche Veränderung einher, die auch den Umgang mit solchen alltäglichen Stresssituationen nicht selten - zumindest temporär - verändert. Hier bedarf es manchmal einer recht langen Zeit bis die Frau sich in dieser neuen Rolle mit einer ganz anderen Beanspruchung, einem ganz anderen Tagesablauf, anderen Anforderungen in nicht unerheblichem Maße zurechtfindet und merkt, dass man hier auch entsprechend reagieren sollte. Erfahrungsgemäß legt sich dieses Problem nach der Entbindung oder auch nach dem Wochenbett. Der Tipp wäre, sich dessen erst mal bewusst zu werden, darüber zu sprechen und dann den Tagesablauf vielleicht umzugestalten, zu versuchen, in bestimmten Situationen anders zu reagieren. Dazu bedarf es manchmal eines richtigen Kampfes mit sich selbst. Autogenes Training kann dabei helfen, solche Situationen besser zu meistern. VB


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Hallo, Also zuallerst mal Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Das du unruhig bist oder auch im Stress bist bekommt das Baby schon mit, aber es bekommt auch mit das du es sehr lieb hast und dich darauf freust. Na, wir haben ja fast was gemeinsam, mein Freund ist Feuerwehrbeamter und auch viel beruflich unterwegs gewesen während meiner Schwangerschaft und ich hatte ständig die Sorge allein da zu stehen bei der Geburt. Mit meinen Eltern hatte ich viel Zoff weil ich auch einfach (auch durch die vielen Schwangerschaftskomplikationen) total durch den Wind war und oft auch nur gereizt war, habe meine schlechte Laune auch an allen rausgelassen weil ich nicht wusste wohin damit oder wie ich damit umgehen soll. Das schlechte Gewissen dass das Baby all das mitbekommt und und und........ Viel ändern an seinen Arbeitszeiten konnte mein Freund auch nicht, hätte auch passieren können das er grade dann im Dienst ist wenn die Geburt losgeht. Wenn dein Mann arbeiten ist, und du merkst das es losgeht, gibt es die möglichkeit Ihn anzurufen so das er trotzdem kommen kann ??? Ich denke schon das deine Eltern sich auf euer Baby freuen, aber durch den eigenen Streit den die haben vielleicht nict so zeigen können weil Sie selber momentan total durch den Wind sind. Mit den Streit von den beiden hast du nichts zu tun, du hast versucht zu helfen aber mehr kannst du auch nicht machen. Das wichtigste ist das du jetzt an Dich und das Baby denkst, denn das geht vor. Wie sieht es denn mit einer Freundin aus ? Hast du eine die dich eventuell begleiten könnte oder mal öfter vorbeikommt ? Sofern du keine Komplikationen hast kannst du dich auch mal ab und zu in die Badewanne legen (Lauwarm ) stellst ein paar Kerzen an den Rand und machst dir dabei was Entspannungsmusik an und versuchst einfach mal abzuschalten, so schwer das auch ist. Oder setze dich abends auf einen gemütlichen Sessel oder Couch und creme den Bauch ein mit Öl, schöne Streicheleinheiten fürs Baby und unterhalte dich mit deinem Baby, sing Ihm etwas vor, oder nim dir ein Buch und versuche dich ein wenig darin einzutauchen. Nur verdrück dichjetzt nicht ganz alleine in irgend eine Ecke, sondern unternim auch was mit Leuten die dir momentan gut tun. Ich denke dein Mann möchte auch gerne bei der Geburt dabei sein, er ist bestimmt auch nicht grade froh über die Situation mit der Arbeit. Hast du denn auch eine Hebamme ? Ich habe eine angerufen in der SS und es hat mir sehr geholfen mit Ihr über all die Dinge zu sprechen. Wenn du magst kannst du mich auch über E-mail anschreiben, also wenn du jemanden zum reden brauchst bin ich gerne bereit dir zuzuhören. Gruss Mucki bianca.peters@t-online.de


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